<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Eigene Beiträge | mehrglaube.de</title>
	<atom:link href="https://mehrglaube.de/category/eigene-beitrage/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://treuimglauben.de/category/eigene-beitrage/</link>
	<description>Wir erzählen von unserem Glauben</description>
	<lastBuildDate>Mon, 18 May 2026 21:11:20 +0000</lastBuildDate>
	<language>en-US</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://files.treuimglauben.de/2025/05/cropped-DEUTSCH-PROFILE-PHOTO-32x32.png</url>
	<title>Eigene Beiträge | mehrglaube.de</title>
	<link>https://treuimglauben.de/category/eigene-beitrage/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Pfingstbräuche weltweit – wie Menschen rund um den Globus feiern</title>
		<link>https://mehrglaube.de/pfingstbraeuche-weltweit/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/pfingstbraeuche-weltweit/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kristina]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Pfingsten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=29373</guid>

					<description><![CDATA[<p>Pfingstbräuche gibt es weltweit – von Rosenblättern in Italien bis zu den Thomaschristen in Indien. Ein Blick auf ein Fest, das viel bewegt.</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/pfingstbraeuche-weltweit/">Pfingstbräuche weltweit – wie Menschen rund um den Globus feiern</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Dies ist der vierte und letzte Teil unserer Artikelserie über Pfingsten und die Apostel. Wir haben uns angeschaut, was an Pfingsten geschah, wohin die Apostel danach gingen, und wie sie starben. Pfingsten ist nicht nur ein Fest, das an etwas Vergangenes erinnert – es ist auch für uns als heutige Jünger Christi ganz aktuell, und auch wir haben dieselbe Verheißung wie die Jünger damals. Auch wir sind eingeladen, den Heiligen Geist zu empfangen und ihn wirken zu lassen. Zum Abschluss schauen wir uns an, wie Christen rund um die Welt dieses Fest begehen. Und vielleicht findest du ja Pfingstbräuche, die dir selbst sehr gut gefallen und dich inspirieren.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Zur Erinnerung: Warum Pfingsten gefeiert werden sollte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Pfingsten ist das Fest, an dem wir feiern, dass der Heilige Geist auf die Jünger herabkam – und dass er seitdem bei allen ist, die ihn empfangen wollen. Jesus hatte es versprochen: ein Beistand, der lehrt, erinnert, Zeugnis gibt und Orientierung schenkt. Nicht für eine besondere Elite, nicht für eine bestimmte Zeit. Für alle, die ihn zulassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Grund, warum Pfingsten gefeiert werden sollte – nicht als Abschluss der Osterzeit, sondern als Fest einer Verheißung, die bis heute gilt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pfingstbräuche in Europa – Feuer, Rosen und Tauben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen europäischen Kirchen – vor allem in <strong>Italien </strong>und <strong>Frankreich </strong>– werden zu Pfingsten rote Rosenblätter von der Kirchendecke gestreut. Manche Kirchen haben dafür sogar eine Öffnung in der Decke, das sogenannte Heilig-Geist-Loch. Während die Gemeinde unten sitzt, rieseln rote Blätter von oben herab – wie Feuer, das fällt. Ein Bild, das direkt an die Feuerzungen der Apostelgeschichte erinnert. In manchen Kirchen wurden im Mittelalter sogar lebende Tauben durch eine Öffnung im Kirchendach hineingelassen – als Symbol des Heiligen Geistes. Heute wird diese Tradition vereinzelt noch gepflegt, oft mit einer hölzernen Taube, die an einem Seil von der Decke herabgelassen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In katholischen und protestantischen Kirchen weltweit – von Deutschland über Italien bis Brasilien und die Philippinen – ist Rot die liturgische Farbe des Pfingstsonntags. Priester tragen rote Gewänder, Kirchen werden mit roten Blumen geschmückt. Rot steht für das Feuer des Heiligen Geistes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der orthodoxen Kirche – Griechenland, Russland, Serbien, Rumänien – ist es anders. Dort wird Pfingsten stärker als Fest der Dreifaltigkeit gefeiert, und die liturgische Farbe ist Gold oder Weiß. Ein kleiner, aber bezeichnender Unterschied: dieselbe Geschichte, unterschiedliche Akzente.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pfingstfeuer werden in verschiedenen Regionen entzündet – besonders in ländlichen Gebieten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Menschen versammeln sich abends darum, oft nach dem Gottesdienst, manchmal als ganzes Dorf. Das Feuer erinnert an die Feuerzungen von Pfingsten – hat aber auch tiefe Wurzeln im vorchristlichen Frühlingsbrauchtum. Beides vermischt sich hier, wie so oft bei alten Volksbräuchen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Pfingstbräuche in Griechenland – Pentikosti</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In <strong>Griechenland </strong>heißt Pfingsten „Pentikosti&#8221; – der fünfzigste Tag. Die orthodoxe Kirche feiert es mit besonderem Gewicht, und der Pfingstmontag ist dort der „Tag des Heiligen Geistes&#8221;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An vielen Orten finden große Volksfeste statt, besonders an Kirchen, die den Namen „Agia Triada&#8221; – Heilige Dreifaltigkeit – tragen. Musik, Tanz, Essen, Menschen, die von weit her zurückkommen: Pfingsten ist in Griechenland ein echtes Gemeinschaftsfest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist ein anderer Brauch: Am Tag vor Pfingsten, dem sogenannten Seelensamstag, besuchen die Menschen die Gräber ihrer Verstorbenen und gedenken ihrer. Pfingsten und das Totengedenken sind in der griechisch-orthodoxen Tradition eng miteinander verwoben – eine Verbindung, die in dieser Form kaum woanders so ausgeprägt ist.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Österreich – Pfingstlotter, Krapfen und gestohlene Gegenstände</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In ländlichen Teilen <strong>Österreichs </strong>gehören zu den typischen Pfingstbräuchen das Pfingstfeuer, Flurumritte und das sogenannte Pfingststehlen – bei dem in der Pfingstnacht bewegliche Gegenstände aus Hof und Garten entwendet und am nächsten Morgen auf dem Dorfplatz wiedergefunden werden. Ein Brauch, der heute eher zum Schmunzeln einlädt, aber einst als Abwehrzauber gegen böse Geister gedacht war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders charmant ist der Pfingstlotter: Eine Puppe aus Stroh, Holz und alten Kleidungsstücken, die junge Männer möglichst unbemerkt vor die Tür oder aufs Dach einer jungen Dame stellen – als Signal, dass sie langsam ans Heiraten denken sollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es noch die kulinarische Seite: In manchen Regionen Österreichs werden zu Pfingsten Krapfen in Taubenform gebacken, sogenannte Heiliggeistkrapfen. Die Form des Vogels soll die sieben Gaben des Heiligen Geistes symbolisieren. Eine der schönsten Verbindungen zwischen Volksbrauch und Theologie, die es gibt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Schweiz – der Pfingstblüttler</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schweiz gibt es den sogenannten Pfingstblüttler: Junge Männer ziehen in Pflanzenteile gekleidet zum Dorfbrunnen und nehmen dort ein Bad – wobei sie die umstehenden Zuschauer kräftig bespritzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das klingt nach einem harmlosen Frühlingsspaß – und das ist es auch. Aber dahinter steckt eine alte Idee: der Mensch als Teil der Natur, eingehüllt in Grün, gewaschen im Quellwasser. Dieselbe Symbolik, die in der Taufe steckt, nur in volkskundlichem Gewand.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Deutschland – viele Bräuche, wenig Bedeutung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In <strong>Deutschland </strong>gibt es überraschend viele Pfingstbräuche – aber kaum jemand weiß noch, was sie bedeuten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pfingstochse: In Bayern und anderen Regionen wurde früher das kräftigste Tier der Herde mit Blumen geschmückt und feierlich auf die Weide getrieben. Pfingsten war der erste große Weidetrieb des Jahres – ein landwirtschaftlicher Moment, der religiös überhöht wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Birkenstecken: Junge Männer stellten ihrer Liebsten in der Nacht zum Pfingstsonntag eine frische Birke vor die Tür – als Zeichen der Zuneigung. Wer verschmäht wurde, bekam manchmal ein kahles Geäst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Pfingstsingen: Im Bergischen Land ziehen junge Männer bis heute von Tür zu Tür und singen Pfingstlieder – eine der ältesten lebendigen Volksmusiktraditionen Deutschlands.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was auffällt: Die meisten deutschen Pfingstbräuche haben mehr mit Frühling, Fruchtbarkeit und Liebeswerben zu tun als mit dem Heiligen Geist. Das religiöse Fundament ist verblasst – die volkstümliche Schale blieb.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Armenien – wo ein Apostel Spuren hinterließ</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Armenien </strong>ist das erste Land der Welt, das das Christentum zur Staatsreligion erklärte – um das Jahr 301 n. Chr. Und die Verbindung zu den Aposteln ist dort bis heute lebendig: Bartholomäus und Thaddäus gelten als die Gründerapostel der armenischen Kirche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das armenische Wort für Pfingsten lautet „Hogegalust&#8221; – zusammengesetzt aus „Surb Hogi&#8221; (Heiliger Geist) und „Galust&#8221; (Ankunft). Der Name sagt alles: Es ist das Fest der Ankunft des Heiligen Geistes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Pfingsten gehört zu den fünf großen Hauptfesten der Armenischen Apostolischen Kirche. Am Vorabend jedes dieser Feste findet eine besondere Zeremonie statt – das sogenannte Vorfest – das bereits als Beginn des Festes gilt. Gläubige pilgern zu Wallfahrtsorten, manche verbringen die Nacht dort. Eine Tradition, die in manchen Regionen bis heute lebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was Armenien besonders macht: Die Armenische Kirche hat im Kirchenkalender sogar einen eigenen Gedenktag für die Apostel Thaddäus und Bartholomäus als erste Erleuchter Armeniens. Pfingsten und die Apostelgeschichte sind in Armenien keine abstrakte Vergangenheit – sie sind Teil der nationalen Identität.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Äthiopien – eines der ältesten christlichen Länder der Welt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche gilt als eine der ältesten christlichen Kirchen der Welt – und ihr Glaube ist tief im Alltag verwurzelt. Pfingsten heißt dort „Paracletos&#8221; – benannt nach dem Parakletos, dem Beistand, den Jesus seinen Jüngern versprach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was Pfingsten in <strong>Äthiopien </strong>von westlichen Feiern unterscheidet, ist die sinnliche Wucht der Gottesdienste. Priester tragen die Tabot – eine Nachbildung der Bundeslade – in feierlichen Prozessionen unter Gesang, Tanz und den Klängen von Trommeln und Leiern durch die Gemeinde. Weiße Kleidung, Kerzen, mehrstündige Gottesdienste – Pfingsten ist dort kein Randfeiertag, sondern ein Fest, das man körperlich spürt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist auch die Verbindung zur Apostelgeschichte: In der äthiopischen Tradition wird auf die Stelle in Apostelgeschichte 8 verwiesen, in der Philippus einem äthiopischen Kämmerer begegnet und ihn tauft. Äthiopien sieht sich also selbst als Teil der allerersten Ausbreitung des Glaubens – direkt verbunden mit den Aposteln.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Osteuropa – Birken, Wasser und Grün</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei sind Pfingstbräuche lebendig, die sich deutlich von den deutschen unterscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In <strong>Polen </strong>werden bis heute etliche Häuser mit grünen Zweigen verziert – ein Symbol für Fruchtbarkeit und die Kraft der Natur. Dazu gehört ein weiterer, besonders bei der Jugend beliebter Brauch: Am Pfingstmontag wird man mit Wasserpistolen oder Eimern voll kaltem Wasser bespritzt. Die nass Gespritzten sollen damit Gesundheit und Schönheit für das kommende Jahr empfangen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Woher dieser Wasserbrauch stammt, ist nicht ganz geklärt – aber er erinnert von ferne an die Taufe und die reinigende Kraft des Wassers, die in der christlichen Tradition seit jeher mit Pfingsten verbunden ist. Ob das die ursprüngliche Absicht war oder ob sich hier vorchristliche Frühlingsbräuche mit dem Fest vermischt haben, lässt sich heute kaum mehr trennen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was verbindet all diese Pfingstbräuche?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">So unterschiedlich die Pfingstbräuche weltweit sind – Rosenblätter in Italien, Volksfeste in Griechenland, Birken in Niedersachsen, Gottesdienste in Kerala – sie haben alle einen gemeinsamen Ursprung. Den Morgen in Jerusalem, an dem Menschen aus Parthien, Ägypten, Rom und allen Himmelsrichtungen in ihrer eigenen Sprache hörten, was geschehen war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Apostel trugen das weiter. Nicht als abstrakte Botschaft, sondern als gelebte Überzeugung – bis in die entlegensten Winkel der damals bekannten Welt. Und überall, wo sie hinkamen, hinterließen sie etwas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist vielleicht das Bemerkenswerteste an Pfingsten: Es ist kein Fest, das an ein vergangenes Ereignis erinnert. Es ist das Fest einer Kraft, die sich von Jerusalem aus in alle Welt verbreitet hat – und die bis heute, in sehr verschiedenen Formen, lebendig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Das war der letzte Artikel in unserer Pfingstreihe. Kennst du eine dieser Traditionen – oder hast du vielleicht sogar selbst an einem Pfingstbrauch teilgenommen? Wir würden gerne deine Gedanken in den Kommentaren lesen. </em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Die anderen Artikel zu Pfingsten findest du hier:</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://mehrglaube.de/was-bedeutet-pfingsten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Was bedeutet Pfingsten – und warum veränderte es alles</a></li>



<li><a href="https://mehrglaube.de/leben-der-apostel-nach-pfingsten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Leben der Apostel nach Pfingsten – wohin gingen sie wirklich?</a></li>



<li><a href="https://mehrglaube.de/wie-starben-die-apostel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wie starben die Apostel – und warum schwiegen sie nicht?</a></li>
</ul>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/pfingstbraeuche-weltweit/">Pfingstbräuche weltweit – wie Menschen rund um den Globus feiern</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/pfingstbraeuche-weltweit/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie starben die Apostel – und warum schwiegen sie nicht?</title>
		<link>https://mehrglaube.de/wie-starben-die-apostel/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/wie-starben-die-apostel/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kristina]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 14:57:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Pfingsten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=29366</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie starben die Apostel? Ein ehrlicher Blick auf das, was historisch belegt ist, was Tradition ist – und was uns das heute noch sagen kann.</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/wie-starben-die-apostel/">Wie starben die Apostel – und warum schwiegen sie nicht?</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Dies ist der dritte Teil einer Artikelserie über Pfingsten und die ursprünglichen Apostel. Im ersten Artikel haben wir uns angeschaut, was Pfingsten bedeutet. Im zweiten, wohin die Apostel danach gingen. Jetzt kommen wir zum Ende ihrer Geschichten: Wie starben die Apostel – und zu einer Frage, die mich von Anfang an beschäftigt hat: Warum schwiegen sie nicht?</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gesicherte historische Quellen gibt es für die meisten Apostel kaum. Die Berichte über ihren Tod stammen aus Quellen, die Jahrzehnte oder Jahrhunderte nach den Ereignissen geschrieben wurden – frühe christliche Schreiber wie Clemens von Rom, Ignatius von Antiochien oder Eusebius von Caesarea, dazu Märtyrerakten und spätere Legenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt eine Ausnahme: Jakobus. Sein Tod ist der einzige, der direkt in der Bibel erwähnt wird. Bei allen anderen gilt: Wir erzählen, was überliefert ist – und kennzeichnen, woher es stammt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie starben die Apostel – die Überlieferungen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Jakobus (Sohn des Zebedäus) – der einzige biblisch belegte Tod</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jakobus war der Erste. König Herodes Agrippa I. ließ ihn um das Jahr 44 n. Chr. mit dem Schwert hinrichten – als ersten der Apostel. Das steht in der Apostelgeschichte (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte12%2C2">12,2</a>), verfasst von Lukas, einer der verlässlichsten frühchristlichen Quellen. Mehr wissen wir nicht. Kein letztes Wort, kein dramatischer Moment. Nur diese eine Zeile.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal ist das Schweigen der Quellen ehrlicher als jede ausgeschmückte Geschichte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Petrus – gekreuzigt in Rom</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über Petrus wissen wir am meisten. Frühchristliche Quellen – darunter Clemens von Rom und Ignatius von Antiochien, beide noch im 1. Jahrhundert – bezeugen, dass er in Rom starb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hintergrund: Kaiser Nero machte die Christen nach dem großen Brand Roms im Jahr 64 n. Chr. zum Sündenbock und ließ viele von ihnen hinrichten. Petrus, als führende Figur der Gemeinschaft in Rom, war ein naheliegendes Ziel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umstände seines Todes – Kreuzigung unter Nero, angeblich kopfüber auf eigenen Wunsch – stammen aus den Petrusakten, entstanden um 180–190 n. Chr. Dass er kopfüber gekreuzigt wurde, soll auf seine eigene Bitte zurückgehen: Er hielt sich nicht für würdig, so zu sterben wie Jesus. Das ist eine spätere Quelle – aber eine der bekanntesten der frühen Kirchengeschichte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausgrabungen unter dem Petersdom in den 1940er bis 60er Jahren fanden Knochen aus dem 1. Jahrhundert. Die frühe christliche Gemeinschaft in Rom begrub ihre Märtyrer sorgfältig – und oft heimlich – und markierte die Grabstätten. Papst Paul VI. erklärte 1968, die gefundenen Knochen seien mit Wahrscheinlichkeit die Überreste des Petrus. Historisch beweisen lässt sich das nicht – aber es zeigt, wie tief die Erinnerung an Petrus in Rom verwurzelt war.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Paulus – hingerichtet in Rom</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Paulus wurde nach seinen eigenen Briefen mehrfach inhaftiert, ausgepeitscht, mit Steinen beworfen und schiffbrüchig. Er beschreibt sein Leben selbst als eine Kette von Gefahren (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/2.Korinther11%2C23-27" target="_blank" rel="noreferrer noopener">2. Korinther 11,23–27</a>). Das Ende kam in Rom: Dorthin kam er als Gefangener. Er hatte sein Recht als römischer Bürger genutzt und Berufung beim Kaiser eingelegt – nachdem er in Jerusalem verhaftet und vor verschiedenen Statthaltern angeklagt worden war (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte25%2C10-11" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Apostelgeschichte 25</a>). Also kein freiwilliger Besuch, sondern eine erzwungene Reise, die ihn genau dorthin brachte, wo er dann starb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob er zur selben Zeit wie Petrus in Rom war, ist historisch nicht eindeutig geklärt. Die Tradition nennt beide als Märtyrer unter Nero – wahrscheinlich um dieselbe Zeit, 64–68 n. Chr. Ob sie sich in Rom begegneten, wissen wir nicht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Thomas – nach der Überlieferung in Indien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Überlieferung reiste Thomas weiter als jeder andere Apostel. Die Thomasakten aus dem 3. Jahrhundert erzählen, wie er zunächst zögerte – Indien als Missionsgebiet schien ihm zu weit, zu fremd. Dann brach er doch auf. Er zog durch Persien, gründete Gemeinden, und gelangte schließlich nach Indien, wo er später starb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von feindlich Gesinnten soll der Apostel am St. Thomas Mount, einer Erhebung in der Nähe von Chennai, mit Lanzen durchbohrt worden sein – warum genau, berichten die Quellen unterschiedlich. Die Thomasakten beschreiben Spannungen mit lokalen Herrschern, deren Frauen und Angehörige sich Thomas&#8217; Botschaft angeschlossen hatten. Das passt zum Muster, das wir bei fast allen Aposteln sehen: Nicht abstrakte Religionskritik führte zum Tod, sondern konkreter Einfluss auf Menschen – und damit auf Machtverhältnisse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was diese Geschichte so besonders macht, ist das, was sie hinterlassen hat. Im heutigen Bundesstaat Kerala in Südindien gibt es eine christliche Gemeinschaft, die ihre Geschichte auf eine Erstmission durch Thomas zurückführt und heute insgesamt etwa sieben Millionen Mitglieder zählt. Sie nennen sich Thomaschristen – und ihre Tradition reicht weit zurück, lange bevor europäische Missionare im 15. Jahrhundert nach Indien kamen. Als die Portugiesen 1498 nach Indien kamen, fanden sie zu ihrer Überraschung dort bereits christliche Gemeinden vor.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Andreas – das Andreaskreuz</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas führten seine Missionsreisen ans Schwarze Meer und nach Griechenland, bis er sich schließlich in Patras niederließ, wo er erfolgreich als Glaubensbote wirkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ihm dort zum Verhängnis wurde, ist in den Andreasakten überliefert: Als sich auch Maximilla bekehrte, die Frau des Statthalters Aegeas, ließ dieser ihn gefangen nehmen, geißeln und an ein X-förmiges Kreuz nageln. Der Statthalter, der seinen eigenen Einfluss schwinden sah, wollte das Christentum aus seiner Region verdrängen – Andreas weigerte sich, zu schweigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganze zwei Tage soll Andreas&#8217; Todeskampf gedauert haben, während er noch den Umstehenden predigte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Bartholomäus – in Armenien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bartholomäus, wahrscheinlich identisch mit Nathanael aus dem Johannesevangelium – jenem Mann, den Jesus beim ersten Treffen als „einen wahren Israeliten, in dem keine Täuschung ist&#8221; bezeichnet – soll in Armenien missioniert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er soll die Tochter des armenischen Königs Polymios von der Besessenheit geheilt haben, worauf sich die ganze Königsfamilie zum Christentum bekehrte. Wütende Götzenpriester hetzten daraufhin den heidnischen Bruder des Königs gegen Bartholomäus auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bartholomäus wurde gefangengenommen und zur sogenannten Persischen Todesstrafe verurteilt: Bei lebendigem Leib zog man ihm die Haut vom Körper ab, danach kreuzigte man ihn. Die Quellen dazu sind spät und legendenhaft – historisch gesichert ist nichts davon. Aber die tiefe Verwurzelung des Christentums in Armenien, das 301 n. Chr. als erstes Land der Welt das Christentum zur Staatsreligion erklärte, deutet darauf hin, dass frühe Missionare tatsächlich dort wirkten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Philippus – in Kleinasien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Philippus soll in Hierapolis, in der heutigen Türkei, gestorben sein. Die Überlieferung ist ähnlich wie bei Andreas: Er heilte dort Menschen, gewann Anhänger – darunter die Frau eines lokalen Würdenträgers – und wurde dafür hingerichtet. Gekreuzigt oder gesteinigt, je nach Quelle. 2011 fanden italienische Archäologen in Hierapolis ein Grab, das möglicherweise das seine ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Matthäus – ungeklärt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über Matthäus wissen wir nach Pfingsten am wenigsten. Verschiedene Traditionen schicken ihn nach Äthiopien, Persien oder andere Regionen. Ob er eines natürlichen oder gewaltsamen Todes starb, ist in den Quellen nicht einheitlich überliefert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt, ist das Evangelium, das seinen Namen trägt – das erste der vier, das am ausführlichsten die Erfüllung alttestamentlicher Prophetien in Jesus beschreibt. Ob Matthäus es selbst verfasste, ist historisch umstritten. Aber dass sein Name damit verbunden blieb, sagt etwas über seinen Platz in der frühen Gemeinschaft.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Simon der Zelot und Judas Thaddäus – zusammen bis zum Ende</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Diese beiden werden in der Überlieferung fast immer gemeinsam genannt. Sie sollen zusammen durch Syrien und Persien gezogen sein – und dort zusammen gestorben sein. Die Quellen dazu sind spät und wenig verlässlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bleibt, ist das Bild zweier Männer, die nicht allein unterwegs waren. Und ein Detail, das man leicht übersieht: Simon, der mit dem Beinamen „der Zelot&#8221; – der Eiferer – in die Geschichte einging und wohl einer politisch radikalen Bewegung angehört hatte, die die Römer gewaltsam aus Israel vertreiben wollte, zog am Ende seines Lebens durch fremde Länder – und predigte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Johannes – eine Geschichte für sich</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Johannes ist der einzige Apostel, der allem Anschein nach keines gewaltsamen Todes starb. Spätere Quellen, darunter Eusebius im 4. Jahrhundert, berichten, dass er in Ephesus im hohen Alter starb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wir als Mitglieder der Kirche Jesu Christi sehen das anders. In <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Johannes21%2C20-23" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Johannes 21</a> spricht Jesus selbst darüber, dass Johannes bleiben soll, bis er wiederkommt. In <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/7?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lehre und Bündnisse 7</a> erfahren wir, dass Johannes darum bat, auf der Erde zu wirken und Menschen zum Evangelium zu führen – und dass ihm dieser Wunsch gewährt wurde. Wir glauben, dass er verwandelt wurde und bis heute seiner Arbeit nachgeht.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum so brutal?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist die Frage, die bleibt. Wie starben die Apostel &#8211; und warum enden so viele dieser Geschichten so gewaltsam?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Teil der Antwort ist schlicht historisch: Kreuzigung, Steinigung, Enthauptung waren keine außergewöhnlichen Grausamkeiten. Das war die normale Justiz der Antike. Was uns heute extrem erscheint, war damals Alltag für jeden Verurteilten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderer Teil der Antwort liegt in dem, was diese Männer taten: Sie hörten nicht auf. Sie reisten in fremde Länder, predigten vor feindseligen Menschenmengen, weigerten sich zu schweigen. Aus Sicht der Behörden war das Provokation. Hinrichtungen waren das übliche Mittel, um Unruhestifter zum Schweigen zu bringen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es noch einen dritten Punkt, den man ehrlich ansprechen muss: Viele der drastischsten Details – gehäutet werden, kopfüber gekreuzigt, mit Pfeilen erschossen – stammen aus Quellen, die Jahrhunderte nach den Ereignissen geschrieben wurden. Solche Texte hatten ein klares Ziel: die Apostel als Märtyrer darzustellen, Gläubige zu stärken, den Wert des Glaubens zu unterstreichen. Je dramatischer der Tod, desto kraftvoller die Botschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das macht die Geschichten nicht falsch. Aber es bedeutet, dass wir sie mit Bedacht lesen sollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine kurze Bemerkung zu Reliquien</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In vielen katholischen Kirchen werden bis heute Reliquien der Apostel verehrt – Knochen, Fragmente, Gegenstände. Santiago de Compostela beansprucht die Gebeine des Jakobus, der Petersdom die des Petrus, Kirchen in Italien und Griechenland die der anderen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für uns als Mitglieder der Kirche Jesu Christi spielen Reliquien keine theologische Rolle. Kulturhistorisch sind sie dennoch faszinierend – und manchmal, wie im Fall der Ausgrabungen unter dem Petersdom, liefern sie sogar archäologische Hinweise.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum schwiegen sie nicht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist die Frage, die mich von Anfang an beschäftigt hat – und auf die ich keine einfache Antwort habe. Wie starben die Apostel, wissen wir nun ungefähr. Aber warum sie nicht schwiegen – das ist die eigentlich interessante Frage.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Männer wussten, was ihnen drohte. Jakobus war tot. Verfolgung war kein abstraktes Risiko, sondern Alltag. Und trotzdem reisten sie weiter, predigten weiter, fingen immer wieder von vorne an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Niemand stirbt für etwas, von dem er weiß, dass es eine Lüge ist. Das ist kein Beweis für irgendetwas – aber es ist ein Gedanke, der bleibt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was trieb sie an? Die Antwort, die sie selbst gegeben hätten, kennen wir aus Artikel 1: Sie waren nicht allein. Der Heilige Geist, den Jesus versprochen hatte, war bei ihnen. Nicht als Gefühl – sondern als Kraft, die sie weitermachte, wenn eigentlich kein Weitermachen mehr möglich schien.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob das eine befriedigende Antwort ist, muss jeder selbst entscheiden. Aber die Frage lohnt sich: Wofür würde ich eintreten – auch wenn es unbequem wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dies war der dritte Teil der Serie. Im letzten Teil schauen wir uns an, was von den Aposteln bis heute geblieben ist – und was ihre Geschichte für unser Leben bedeuten kann.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Teile</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://mehrglaube.de/was-bedeutet-pfingsten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Was bedeutet Pfingsten – und warum veränderte es alles</a></li>



<li><a href="https://mehrglaube.de/leben-der-apostel-nach-pfingsten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Leben der Apostel nach Pfingsten – wohin gingen sie wirklich?</a></li>



<li>Pfingstbräuche weltweit – wie Menschen rund um den Globus feiern</li>
</ul>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/wie-starben-die-apostel/">Wie starben die Apostel – und warum schwiegen sie nicht?</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/wie-starben-die-apostel/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Leben der Apostel nach Pfingsten – wohin gingen sie wirklich?</title>
		<link>https://mehrglaube.de/leben-der-apostel-nach-pfingsten/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/leben-der-apostel-nach-pfingsten/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kristina]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2026 20:50:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Pfingsten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=29347</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Leben der Apostel nach Pfingsten führte sie von Jerusalem bis nach Indien. Was wissen wir wirklich – und was ist Legende?</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/leben-der-apostel-nach-pfingsten/">Das Leben der Apostel nach Pfingsten – wohin gingen sie wirklich?</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em>Dies ist der zweite Teil einer Artikelserie über Pfingsten und die ursprünglichen Apostel. Im ersten Artikel haben wir uns angeschaut, was Pfingsten bedeutete – und warum dieser Tag alles veränderte. Hier schauen wir uns an, was danach passierte. Was wurde aus diesen Männern? Wohin gingen sie?</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Erst Jerusalem, dann die Welt</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Direkt nach Pfingsten blieben die Apostel zunächst in Jerusalem. Jerusalem war das Zentrum des jüdischen Lebens, der Ort des Tempels, der Ort, an dem alles begonnen hatte. Die Apostelgeschichte beschreibt eine wachsende Gemeinschaft: Menschen, die zusammenkamen, miteinander aßen, beteten, ihre Güter teilten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber es dauerte nicht lange, bis der Druck von außen kam. Verfolgung durch die jüdischen Autoritäten, später durch die römische Verwaltung, zwang die Gemeinschaft auseinander – und verbreitete sie dabei gleichzeitig in alle Richtungen. Was als Bedrohung gedacht war, wurde zum Antrieb.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leben der Apostel nach Pfingsten war kein ruhiges Leben. Es war das Leben von Menschen, die ständig unterwegs waren, die wenig besaßen, die immer wieder von vorne anfingen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was wissen wir – und was nicht?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Zeit direkt nach Pfingsten haben wir mit der Apostelgeschichte eine relativ verlässliche Quelle – verfasst von Lukas, wahrscheinlich in den 60er Jahren n. Chr., also noch innerhalb der Lebenszeit von Augenzeugen. Sie konzentriert sich jedoch stark auf Petrus und Paulus. Die anderen Apostel tauchen nur am Rand auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was danach kommt – wohin die einzelnen Apostel reisten, wie sie lebten, wo sie starben – stammt größtenteils aus späteren Quellen: frühchristlichen Schriften, Kirchenvätern wie Eusebius (4. Jh.), und noch späteren Legenden. Manches ist gut belegt, manches ist Tradition, manches ist Legende. Das werden wir bei jedem Apostel entsprechend kennzeichnen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Apostel – wohin sie gingen</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Petrus – von Jerusalem nach Rom</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Petrus ist der am besten dokumentierte unter den Aposteln. Wir sehen ihn als erstes Kirchenoberhaupt, von Jesus als Führer eingesetzt. Die Apostelgeschichte zeigt ihn als die treibende Kraft der frühen Gemeinschaft in Jerusalem. Er reist, predigt, heilt – und gerät dabei mehrfach ins Gefängnis.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Schlüsselmoment: die Begegnung mit dem römischen Hauptmann Kornelius (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/nt/acts/10?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Apostelgeschichte 10</a>). Für Petrus, den frommen Juden, war das ein radikaler Schritt: die Botschaft Jesu gehörte nicht nur Israel, sondern allen. Dieser Moment markiert eine Wende in seinem Denken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Später verlässt Petrus Jerusalem. Paulus erwähnt ihn in Antiochien (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/nt/gal/2?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Galater 2</a>). Frühchristliche Quellen – darunter Clemens von Rom und Ignatius von Antiochien, beide noch im 1. Jahrhundert – bezeugen, dass Petrus nach Rom kam und dort starb. Das ist historisch so gut belegt, wie es für diese Zeit möglich ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Paulus – der Apostel, der keiner sein sollte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Paulus gehörte nicht zum ursprünglichen Zwölferkreis. Er hatte Jesus nicht während seines irdischen Wirkens gekannt – im Gegenteil, er hatte die frühen Christen aktiv verfolgt. Dann, auf dem Weg nach Damaskus, begegnete ihm der auferstandene Jesus – eine Erfahrung, die sein Leben vollständig umkehrte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was folgte, ist außergewöhnlich gut dokumentiert – zum Teil durch seine eigenen Briefe, die zu den frühesten christlichen Schriften überhaupt gehören. Drei große Missionsreisen führten ihn durch die heutige Türkei, Griechenland, nach Malta und schließlich nach Rom. Er gründete Gemeinden, schrieb Briefe, stritt, versöhnte, und hörte nie auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Paulus ist ein faszinierendes Beispiel dafür, wie das Leben der Apostel nach Pfingsten aussah: ständig unterwegs, oft in Gefahr, mehrfach inhaftiert, und trotzdem produktiver als die meisten Menschen in gesicherten Verhältnissen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Johannes – der Apostel, der blieb</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Johannes, der Bruder des Jakobus, nimmt eine besondere Stellung ein. Er ist einer der engsten Vertrauten Jesu – zusammen mit Petrus und seinem Bruder gehörte er zu dem kleinen Kreis, der bei der Verklärung dabei war, der im Garten Gethsemane wartete.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach Pfingsten bleibt er zunächst in Jerusalem. Später, so die frühchristliche Überlieferung, zog er nach Ephesus – in die heutige Türkei – wo er lehrte und eine der bedeutendsten Gemeinden der frühen Kirche begleitete. Unter Kaiser Domitian wurde er verbannt, auf die Insel Patmos, wo er nach der Überlieferung die Offenbarung schrieb.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Thomas – bis nach Indien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Thomas kennen die meisten als den Zweifler. Aber das ist nur ein Moment in seinem Leben – und vielleicht nicht einmal der wichtigste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die frühchristliche Überlieferung – darunter die Thomasakten, entstanden wohl im 3. Jahrhundert – berichtet, dass Thomas bis nach Indien reiste und dort Gemeinden gründete. In Südindien gibt es bis heute eine christliche Gemeinschaft, die sich „Thomaschristen&#8221; nennt und ihre Geschichte auf Thomas zurückführt. Diese Tradition ist alt und verwurzelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Handelsrouten zwischen dem Nahen Osten und Indien existierten bereits im 1. Jahrhundert. Menschen reisten weiter, als wir oft denken.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Andreas – Griechenland und darüber hinaus</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Andreas, der Bruder des Petrus, taucht in den Evangelien immer wieder als Brückenbauer auf – er bringt Menschen zu Jesus. Nach Pfingsten, so die Überlieferung, zog er in Richtung Norden und Osten: durch die heutige Türkei, nach Griechenland, möglicherweise bis in das Gebiet der heutigen Ukraine.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Patras, im Westen Griechenlands, soll er gestorben sein. Die schottische Flagge – das Andreaskreuz – erinnert bis heute an ihn, auch wenn die Verbindung zu Schottland legendären Ursprungs ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Jakobus (Sohn des Zebedäus) – der Erste</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jakobus, der Bruder des Johannes, gehörte zum innersten Kreis um Jesus – und nach Pfingsten zu dem, was Paulus in <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/nt/gal/2?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Galater 2</a> die „Säulen&#8221; der frühen Gemeinschaft in Jerusalem nennt. Er hatte also Gewicht und Verantwortung. Was genau sein Wirken in diesen Jahren umfasste, überliefern die Quellen kaum. Sein Leben endete früh und gewaltsam – aber davon mehr im nächsten Teil der Serie.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die anderen – Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Simon, Thaddäus, Jakobus (Sohn des Alphäus)</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Philippus </strong>stammte aus Betsaida und war bereits ein Jünger Johannes des Täufers, bevor er Jesus folgte. Er taucht im Johannesevangelium mehrfach auf – immer als jemand, der andere zu Jesus bringt. Nach Pfingsten, so die Überlieferung, zog er durch Kleinasien, wirkte unter den Skythen und Parthern. Er war neben Andreas der einzige Apostel mit einem griechischen Namen – was erklären könnte, warum sich Griechen, die Zugang zu Jesus suchten, ausgerechnet an ihn wandten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bartholomäus </strong>wird oft mit Nathanael gleichgesetzt – jenem Mann, den Jesus beim ersten Treffen als „einen wahren Israeliten, in dem keine Täuschung ist&#8221; bezeichnete. Die Überlieferung verbindet ihn mit Armenien, wo er missionierte. Zusammen mit Judas Thaddäus gilt er als Schutzpatron der Armenischen Apostolischen Kirche – ein Hinweis darauf, dass sein Wirken dort tiefe Wurzeln hinterließ.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Simon der Zelot</strong> trägt seinen Beinamen nicht zufällig. Er gehörte wohl ursprünglich der politisch radikalen Bewegung der Zeloten an, die gewaltsam die römischen Fremdherrscher aus Israel vertreiben wollte. Dass ausgerechnet er Jesus folgte – und damit einem Weg der Verkündigung statt der Gewalt – ist eine der stillen, aber bemerkenswerten Geschichten unter den Aposteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Judas Thaddäus </strong>und Simon werden in der Überlieferung oft zusammen genannt. Sie sollen gemeinsam im vorderasiatischen Raum als Missionare aktiv gewesen sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Über <strong>Matthäus </strong>und <strong>Jakobus </strong>(Sohn des Alphäus) wissen wir nach Pfingsten fast nichts. Matthäus wird traditionell als Verfasser des ersten Evangeliums gesehen – historisch nicht gesichert, aber ein Zeichen dafür, wie sein Name in der frühen Gemeinschaft verankert war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was diese Männer verbindet: Sie verschwanden aus dem Blickfeld der Geschichtsschreibung – nicht weil sie aufgehört hatten, sondern weil sie in Regionen unterwegs waren, aus denen kaum schriftliche Quellen überliefert sind. Das Schweigen der Geschichte ist kein Beweis für Untätigkeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Frauen – dabei, aber kaum überliefert</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Apostel waren nicht allein unterwegs. Von Anfang an gehörten Frauen zur Gemeinschaft um Jesus – und das blieb nach Pfingsten so. Nur wissen wir über sie noch weniger als über die Männer, weil die antike Geschichtsschreibung sie systematisch übergangen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Maria Magdalena</strong> ist die am besten belegte Jüngerin. Alle vier Evangelien nennen sie als erste Zeugin der Auferstehung – das ist historisch bemerkenswert. In einer Gesellschaft, in der Frauen vor Gericht nicht als Zeuginnen galten, wäre sie als erste Zeugin eine seltsame Erfindung gewesen. Was nach Pfingsten aus ihr wurde, sagt die Bibel nicht. Spätere Traditionen schicken sie nach Südfrankreich – aber das ist Legende.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Maria, die Mutter Jesu</strong>, war laut <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/nt/acts/1?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Apostelgeschichte 1</a> beim Warten im Obergemach dabei – also auch an Pfingsten. Was danach aus ihr wurde, ist biblisch nicht überliefert. Die frühchristliche Tradition verbindet sie mit Ephesus, wo auch Johannes wirkte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Johanna und Susanna</strong> werden im <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/nt/luke/8?lang=deu&amp;id=3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lukasevangelium (8,3)</a> namentlich erwähnt als Frauen, die Jesus und die Zwölf auf ihren Reisen begleiteten und sie aus eigenen Mitteln unterstützten. Nach Pfingsten verlieren wir ihre Spur vollständig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dann gibt es noch einen kurzen, aber bedeutsamen Hinweis in der <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/nt/acts/21?lang=deu&amp;id=9" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Apostelgeschichte (21,9)</a>: Die <strong>vier Töchter des Philippus</strong> werden als Prophetinnen genannt. Ein einzelner Satz – aber er zeigt, dass Frauen in der frühen Gemeinschaft aktive Rollen hatten, nicht nur stille Zuschauerinnen waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehrliche Antwort auf die Frage, was aus den Jüngerinnen wurde, lautet: Wir wissen es kaum.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was verbindet sie alle?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man das Leben der Apostel nach Pfingsten als Ganzes betrachtet, fällt eines auf: Keiner von ihnen führte ein bequemes Leben. Keiner zog sich zurück. Keiner wartete darauf, dass die Welt zu ihm kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie reisten mit wenig. Sie lebten von der Gastfreundschaft anderer. Sie wurden verfolgt, verhaftet, vertrieben. Und sie fingen immer wieder neu an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was trieb sie an? Die Antwort, die sie selbst gegeben hätten, ist einfach: Sie waren nicht allein. Der Heilige Geist, den Jesus versprochen hatte, war bei ihnen – nicht als Gefühl, sondern als Kraft, die sie weitermachte, wenn eigentlich kein Weitermachen mehr möglich schien und sie hatten eine Botschaft zu verkünden: ihr Herr und Meister war auferstanden. Er lebte. Das sollte die ganze Welt erfahren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was können wir daraus lernen?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Konsequenz ist kein dramatisches Wort. Es bedeutet meistens nur: weitermachen, wenn es unbequem wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Apostel hatten keine Garantien. Sie wussten nicht, wie es ausgehen würde. Sie hatten Versprechen – und sie vertrauten darauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was das konkret für unser eigenes Leben bedeutet, muss jeder selbst entscheiden. Aber die Frage lohnt sich: Wo höre ich auf, wo ich eigentlich weitermachen sollte?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Im nächsten Teil dieser Serie schauen wir uns an, wie die Apostel starben – was historisch belegt ist, was Tradition ist, und was uns das über den Wert von Überzeugung sagt.</em></p>



<h2 class="wp-block-heading">Weitere Teile</h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://mehrglaube.de/was-bedeutet-pfingsten/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Was bedeutet Pfingsten – und warum veränderte es alles</a></li>



<li><a href="https://mehrglaube.de/wie-starben-die-apostel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wie starben die Apostel – und warum schwiegen sie nicht?</a></li>



<li>Pfingstbräuche weltweit – wie Menschen rund um den Globus feiern</li>
</ul>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/leben-der-apostel-nach-pfingsten/">Das Leben der Apostel nach Pfingsten – wohin gingen sie wirklich?</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/leben-der-apostel-nach-pfingsten/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Polygamie bei den &#8220;Mormonen&#8221; &#8211; Was ist dran?</title>
		<link>https://mehrglaube.de/polygamie-bei-den-mormonen/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/polygamie-bei-den-mormonen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 07:20:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Ehe & Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Smith]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrehe]]></category>
		<category><![CDATA[Polygamie]]></category>
		<category><![CDATA[Vielehe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=13466</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier erfährst du, was es mit der Polygamie bei den "Mormonen" auf sich hat und wie man diesen Abschnitt der Geschichte der Kirche besser verstehen kann.</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/polygamie-bei-den-mormonen/">Polygamie bei den &#8220;Mormonen&#8221; &#8211; Was ist dran?</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">&#8220;Mormonen praktizieren Polygamie!&#8221;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gerücht hält sich bemerkenswert hartnäckig – egal, wie häufig es dementiert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Sache ein wahrer Kern zugrunde liegt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Spannend (und verwirrend) dabei ist: Der Satz &#8220;Mormonen praktizieren Polygamie&#8221; ist wahr und falsch zugleich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kann das sein?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gleichsetzung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit den Mormonen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn im Volksmund über &#8220;Mormonen&#8221; gesprochen wird, geht es eigentlich immer um die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und ihre Mitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gilt der Begriff „Mormonen“ in theologischen Kreisen als Oberbegriff für eine kleine Anzahl von Glaubensgemeinschaften, die neben der Bibel auch an das Buch Mormon glauben. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://files.treuimglauben.de/2016/05/BibelBuchMormon.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="640" height="360" src="https://files.treuimglauben.de/2016/05/BibelBuchMormon.jpg" alt="Mormonen glauben an die Bibel und das Buch Mormon" class="wp-image-1724" srcset="https://files.treuimglauben.de/2016/05/BibelBuchMormon.jpg 640w, https://files.treuimglauben.de/2016/05/BibelBuchMormon-300x169.jpg 300w" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption><em>Die Bibel und das Buch Mormon geben beide Zeugnis von Jesus Christus</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die größte und bekannteste dieser Glaubensgemeinschaften ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – aber sie ist nicht die einzige. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Glaubensgemeinschaften, die zwar zu den Mormonen zählen, aber <strong><em>nicht</em> </strong>zu der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, praktizieren die Vielehe in der Tat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Aussage „Mormonen praktizieren Polygamie“ ist daher nicht prinzipiell falsch – wird aber oft falsch verwendet. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage praktizieren nämlich <strong>keine </strong>Polygamie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht zuletzt um solche Missverständnisse zu vermeiden, möchten Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit ihrem richtigen Namen angesprochen werden. Die Bezeichnung als &#8220;Mormonen&#8221; ist <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/liahona/2018/12/eur-deu-local-pages/local-news-011?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">offiziell inkorrekt</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb werde ich im Folgenden die korrekten Bezeichnungen benutzen: „Heilige der Letzten Tage&#8221; und „Mitglieder der Kirche Jesu Christi&#8221;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Informationen zum Namen der Kirche und dessen Bedeutung findest du <a href="https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Ein Funken Wahrheit</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Mythos von der Polygamie unter den Heiligen der Letzten Tage enthält – wie so viele – einen Funken Wahrheit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während eines Zeitraums von ungefähr 50 Jahren (von 1840 bis 1890) lebte eine bedeutende Anzahl von Mitgliedern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage tatsächlich polygam. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://files.treuimglauben.de/2017/08/Joseph-F.-Smith-Family.jpg"><img decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/08/Joseph-F.-Smith-Family.jpg" alt="Joseph F. Smith (ein &quot;Mormone&quot;) mit seinen Frauen und Kindern." class="wp-image-4809" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/08/Joseph-F.-Smith-Family.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/08/Joseph-F.-Smith-Family-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/08/Joseph-F.-Smith-Family-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></a><figcaption><em>Der sechste Prophet der Kirche (Joseph F. Smith) mit seinen Frauen und Kindern</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 1890 ist die einzig zulässige Form der Ehe innerhalb der Kirche jedoch die Monogamie: Die Ehe zwischen <em>einem</em> Mann und <em>einer</em> Frau. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehrehen sind strikt untersagt. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Mythos wird sprachlich leicht zu einer historischen Tatsache, wenn aus „praktizieren“ „praktizierten“ wird. Richtig ist: „Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage praktizierten (für einen kurzen Zeitraum) die Polygamie“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die genauen Umstände dieses kurzen polygamen Abschnittes in der Geschichte der Kirche Jesu Christi wurden in mehreren ausführlichen Artikeln von Kirchenhistorikern aufgearbeitet. Ich werde sie an dieser Stelle daher nicht wiederholen. Hier sind einige davon aufgelistet:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/topics/plural-marriage-in-the-church-of-jesus-christ-of-latter-day-saints?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Mehrehe in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage</a></li><li><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/history/topics/joseph-smith-and-plural-marriage?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Joseph Smith und die Mehrehe</a></li><li><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/topics/plural-marriage-in-kirtland-and-nauvoo?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Mehrehe in Kirtland und in Nauvoo</a></li><li><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/manual/gospel-topics-essays/plural-marriage-and-families-in-early-utah?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Die Mehrehe und die Familie im Utah des 19. Jahrhunderts</a></li><li><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/topics/the-manifesto-and-the-end-of-plural-marriage?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Das Manifest und das Ende der Mehrehe</a></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Heilige der Letzten Tage empfinden diese Vergangenheit ihrer Kirche als unangenehm und problematisch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich möchte im Folgenden versuchen zu erklären, wieso dieses Empfinden besteht – und wieso es eigentlich ungerechtfertigt ist. <strong>In Wahrheit ist die Polygamie nämlich weder ein Grund zur Scham, noch ist sie aus christlicher Sicht ein Problem.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kulturelle Prägung</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschichte des sogenannten <em>Abendlandes</em>, zu dem traditionell auch Deutschland zählt, ist eng mit der Geschichte des Christentums verbunden. Für Jahrhunderte bestimmte das Christentum (genauer gesagt: die katholische und später auch die evangelische Kirche) das Weltbild und die moralischen Grundfeste dieses Erdteils. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wir für gut oder böse, richtig oder falsch, akzeptabel oder inakzeptabel halten, basiert maßgeblich auf unserer kulturellen Prägung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Da unsere Kultur von der römisch-katholischen und evangelischen Kirche geprägt ist, haben wir die Werte dieser beiden Konfessionen als Gesellschaft tief verinnerlicht – und beide Kirchen lehnen polygame Beziehungen ab.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität.jpg"><img decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität.jpg" alt="Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau (Monogamie) ist der Standard in westlichen Gesellschaften." class="wp-image-9371" srcset="https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></a><figcaption><em>Die Monogamie ist der Standard in westlichen Gesellschaften</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder also, dass wir (ich eingeschlossen) die Mehrehe intuitiv für falsch halten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wann genau die Monogamie ihren Einzug ins Christentum hielt, ist nicht bekannt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die frühe katholische Kirche das römisch-hellenistische Verständnis einer monogamen ehelichen Beziehung übernahm. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Folge wurden polygame Beziehungen innerhalb der katholischen Kirche und ihren Herrschaftsgebieten verboten – alle großen christlichen Absplitterungen hielten seither an diesem Verbot fest. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Und bis heute ist die Vielehe in christlich geprägten Ländern rechtlich verboten. Aber abgesehen von dieser langen Tradition der Monogamie im Christentum, lässt sich die Polygamie nur schwer als unchristlich charakterisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nirgends wird sie in der Bibel – dem doktrinären Fundament des Christentums – als unmoralisch verworfen oder gar verboten. Im Gegenteil: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Die Ehe als fundamentale gesellschaftliche Institution wird sogar in Bezug auf das Verhalten eines Ehemannes zu mehreren Ehefrauen […] im Alten Testament eingehend geregelt.“ (1)</p></blockquote>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Polygamie in der Bibel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Alte Testament ist voll von Geschichten über die Vielehe.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Große Propheten wie Abraham, Isaak und Jakob lebten polygam. </strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://files.treuimglauben.de/2022/04/Jakob-gibt-Josef-einen-Segen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/04/Jakob-gibt-Josef-einen-Segen.jpg" alt="Jakob praktizierte Polygamie. Er zeugte seine zwölf Söhne mit vier verschiedenen Frauen." class="wp-image-13526" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/04/Jakob-gibt-Josef-einen-Segen.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/04/Jakob-gibt-Josef-einen-Segen-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/04/Jakob-gibt-Josef-einen-Segen-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></a><figcaption><em>Jakob zeugte seine zwölf Söhne mit vier verschiedenen Frauen</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die Polygamie als grundsätzlich falsch verdammt, bezeichnet damit gleichzeitig das Verhalten dieser Männer Gottes als unmoralisch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar sind Propheten der menschlichen Fehler- und Sündhaftigkeit genauso unterworfen wie wir, aber hätte Gott sie nicht zurechtgewiesen, wenn sie sich damit einer (schwerwiegenden) Sünde schuldig gemacht hätten?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke schon. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können deswegen davon ausgehen, dass Gott ihre polygamen Beziehungen toleriert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: Polygamie ist anscheinend nicht <em>grundsätzlich </em>falsch.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Polygamie ist frauenfeindlich … oder?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abgesehen von unserer kulturellen Prägung gibt es noch moralische Bedenken gegen die Vielehe: Im Laufe der Geschichte ging die Polygamie in patriarchalischen Gesellschaften immer wieder eng mit der Unterdrückung, Ausbeutung und Misshandlung von Frauen einher. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die Vielehe – wie die Bibel zeigt – nicht <em>grundsätzlich</em> falsch sein kann, sind diese Begleiterscheinungen sehr wohl <em>falsch</em>, <em>verwerflich</em> und <em>unentschuldbar</em>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist das nicht ein Grund dafür, die Polygamie insgesamt zu verwerfen? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Zusammenhang zwischen Polygamie und Unterdrückung ist kein notwendiger. Der polygam lebende Mann ist durch kein Naturgesetz dazu gezwungen, seine Frauen schändlich zu behandeln. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frau wiederrum muss nicht zwangsläufig gegen die Vielehe sein. Es ist durchaus denkbar, dass eine glückliche Beziehung zwischen einem Mann und mehreren Frauen existieren kann – und genau so eine Beziehung ist unter den richtigen Umständen nicht grundsätzlich falsch.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was sind die richtigen Umstände</strong>?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wissen <strong>durch das Buch Mormon</strong>, dass der <em>göttliche Standard </em>für menschliche Beziehungen die monogame Ehe zwischen <em>einem</em> Mann und <em>einer</em> Frau ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett-.jpg" alt="&quot;Mormonen&quot; glauben, dass Adam und Eva den Standard menschlicher Beziehungen repräsentieren: Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau." class="wp-image-12770" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett-.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett--300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett--768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></a><figcaption><em>Adam und Eva verkörpern den Standard menschlicher Beziehungen: Die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Prophet Jakob tadelte das Volk der Nephiten mit diesen eindrücklichen Worten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Dieses Volk fängt an, im Übeltun zuzunehmen; es versteht die Schriften nicht, denn wenn es Hurerei begeht, so versucht es, sich mit dem zu entschuldigen, was über David und seinen Sohn Salomo geschrieben worden ist.</p><p>Siehe, David und Salomo hatten wahrhaftig viele Frauen und Nebenfrauen, und das war ein Gräuel vor mir, spricht der Herr. […]</p><p>Darum werde ich, Gott, der Herr, nicht zulassen, dass dieses Volk es denen vor alters gleichtut.</p><p>Darum, meine Brüder, vernehmt mich und hört auf das Wort des Herrn: <em>Denn es soll kein Mann unter euch mehr als nur eine Frau haben</em>, und Nebenfrauen soll er keine haben; […]</p><p>Darum soll dieses Volk meine Gebote halten, spricht der Herr der Heerscharen, sonst sei das Land verflucht um seinetwillen.</p><p>Denn wenn ich, spricht der Herr der Heerscharen, mir Nachkommen erwecken will, so <em>werde ich es meinem Volk gebieten</em>; <em>sonst aber soll es auf dies alles hören</em>.“</p><cite><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm/jacob/2.23-30?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jakob 2: 23-30</a>, Hervorhebungen vom Autor</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Versen im Buch Mormon geht klar hervor:<strong> Unrechtmäßig praktizierte Polygamie ist für Gott nichts anderes als Hurerei.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Passage zeigt aber auch, dass auf sein Geheiß eine <em>Ausnahme</em> von diesem Normalzustand (der Monogamie) gemacht werden kann – zum Beispiel dann, wenn der Herr möchte, dass mehr Kinder in Familien aufwachsen, in denen sein Evangelium gelehrt wird. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nur dann, wenn Gott polygame Beziehungen explizit gebietet, sind diese auch erlaubt. Liegt ein solches Gebot nicht vor, gilt: „Denn es soll kein Mann unter euch mehr als nur eine Frau haben“.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesem Wissen lässt sich auch die Bibel besser verstehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können davon ausgehen, dass Abraham, Isaak und Jakob darin gerechtfertigt waren, mehrere Frauen zu haben, weil der Herr es ihnen geboten hat. </p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://files.treuimglauben.de/2016/12/Abraham-Gebet.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2016/12/Abraham-Gebet.jpg" alt="Abraham betet zu Gott" class="wp-image-3328" srcset="https://files.treuimglauben.de/2016/12/Abraham-Gebet.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2016/12/Abraham-Gebet-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2016/12/Abraham-Gebet-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></a><figcaption><em>Abraham gilt als besonderes Beispiel göttlichen Gehorsams</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">David und Salomo hingegen bekamen diesen Auftrag nicht und versündigten sich durch ihr polygames Leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund erstrahlt auch die Geschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in neuem Licht: </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den 1830er Jahren erging das Gebot des Herrn an Joseph Smith, die Vielehe langsam unter den Mitgliedern der Kirche einzuführen. Den Menschen war die Polygamie damals noch befremdlicher als uns heute. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war ein harter Test des Glaubens für die Mitglieder, diesem Gebot des Herrn zu gehorchen, denn es ging für viele mit Verfolgung und sozialer Ächtung einher.</p>



<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://files.treuimglauben.de/2022/04/Handkarrenkompanie.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://files.treuimglauben.de/2022/04/Handkarrenkompanie.jpg" alt="Die ersten &quot;Mormonen&quot; wurden immer wieder aufgrund ihres Glaubens verfolgt und vertrieben." class="wp-image-13528" width="840" height="480" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/04/Handkarrenkompanie.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/04/Handkarrenkompanie-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/04/Handkarrenkompanie-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><figcaption><em>Die Heiligen der Letzten Tage wurden wegen ihres Glaubens immer wieder vertrieben.</em></figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Das (vorläufige) Ende der Vielehe</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die göttliche ‚Ausnahmegenehmigung‘ zur Polygamie erlosch im Jahre 1890. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Seither gilt wieder der eheliche Standard: die Monogamie. Vielehen sind in der Kirche Jesu Christi seitdem strikt verboten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was lernen wir daraus?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Vielehe lässt sich nicht pauschal beantworten. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Polygamie ist weder (immer) falsch, noch ist sie (immer) richtig. </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hängt immer vom Willen Gottes zu einem gegebenen Zeitpunkt ab, welche Beziehungen zwischen Mann und Frau erlaubt sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit sieht der Wille Gottes keine polygamen Beziehungen vor – die Vielehe ist heute also falsch und verboten. Aber der Herr hat jederzeit das Recht und die Kraft, dieses Gebot zu ändern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Moral von der Geschicht&#8217;</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">So befremdlich die Polygamie heute auch erscheint – so wenig ist sie doch ein Grund zur Scham oder ein Beweis für die Falschheit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Befremden ist vorrangig kultureller Natur. Wir können unsere Abneigung nicht mit guten Gründen erklären. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Polygamie ist auch nicht unchristlich, denn sie erscheint in der Bibel als legitim. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aus dem Buch Mormon lernen wir, dass die Monogamie der eheliche Standard für die Menschen ist.</strong> Gott kann jedoch Ausnahmen von der Regel machen, wenn er das für richtig hält. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage glauben also sehr wohl an die Ehe zwischen <em>einem </em>Mann und <em>einer </em>Frau, aber sie gestehen Gott auch das Recht zu, polygame Beziehungen zu erlauben, um seine weisen Absichten zu erfüllen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">&nbsp;<strong>Anmerkungen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">(1)&nbsp; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Polygamie#Polygamie_im_Christentum" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&nbsp;https://de.wikipedia.org/wiki/Polygamie#Polygamie_im_Christentum</a> (2.1 Polygamie und die Bibel); siehe z. B.: Deutoronomium 25:5-10</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Informiere dich weiter:</strong></h2>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de wp-block-embed-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/was-glauben-heilige-der-letzten-tage/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de wp-block-embed-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de wp-block-embed-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/
</div></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Über den Autor:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Urs Wrenger machte seinen Abschluss in Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er versucht, die Philosophie als konstruktive Disziplin in der Gesellschaft zu reetablieren und auch für religiöse Themen produktiv zu machen. Wenn Urs nicht gerade liest, geht er wandern, fährt Fahrrad oder genießt Rock ‘n’ Roll aus den 60er- bis 90er-Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel über Polygamie wurde von Urs Wrenger verfasst und am 12.04.2022 auf</em><a rel="noreferrer noopener" href="https://mehrglaube.de/" target="_blank"><em> treuimglauben.de</em></a><em> veröffentlicht</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche:</em><a href="https://www.kommzuchristus.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em> kommzuchristus.org</em></a><em> und</em><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/?lang=eng" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em> kirche-jesu-christi.org</em></a><em>.</em></p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/polygamie-bei-den-mormonen/">Polygamie bei den &#8220;Mormonen&#8221; &#8211; Was ist dran?</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/polygamie-bei-den-mormonen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Der Name der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einfach erklärt</title>
		<link>https://mehrglaube.de/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2022 15:52:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensgrundsätze]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Heilige]]></category>
		<category><![CDATA[Name der Kirche]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=13366</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier findest du alle Informationen zur Bedeutung und Geschichte des Namens der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einfach erklärt.</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/">Der Name der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einfach erklärt</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Name der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage ist lang – sehr lang.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das hat seinen Grund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er enthält eine ganze Menge an wichtigen Informationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche? Das erfährst du hier (und vieles mehr).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Kirche und ihre Spitznamen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für Leute innerhalb und außerhalb dieser Kirche ist der offizielle Name häufig <em>zu</em> lang. Deswegen verwenden sie im Alltag alle möglichen Spitznamen und Kurzformen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die wohl bekanntesten Abkürzungen für die Kirche und ihre Mitglieder sind die folgenden:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mormonen, LDS, HLT(-Kirche), Heilige der Letzten Tage, Mormonenkirche, Kirche Jesu Christi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige davon sind richtig (das heißt: <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/liahona/2018/12/eur-deu-local-pages/local-news-011?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="offiziell anerkannt (öffnet in neuem Tab)">offiziell anerkannt</a>) und andere falsch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die richtigen Kurzformen sind <em>Kirche Jesu Christi</em> (für die Organisation) und <em>Heilige der Letzten Tage</em> (für ihre Mitglieder).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Mormonen sind Heilige der Letzten Tage</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade der Spitzname <em>Mormonen</em> ist im Volksmund weit verbreitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ist er der wahrscheinlich unpassendste von allen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erfunden wurde der Begriff im 19. Jahrhundert von Gegnern der Kirche. Er war (und ist) abwertend und beleidigend.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum ist der Begriff „Mormonen“ so unpassend?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mormon war ein Prophet auf dem amerikanischen Kontinent, der seine eigenen Schriften und Prophezeiungen und die anderer Propheten gesammelt und in ein Buch gebunden hat: das Buch Mormon.</p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio">
<div class="wp-block-embed__wrapper">https://www.youtube.com/watch?v=41FCdJ6wPRg</div>
</figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Name „Mormonen“ impliziert, dass Heilige der Letzten Tage Nachfolger Mormons und Mitglieder seiner Kirche sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist jedoch nicht der Fall.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Heilige der Letzten Tage sind Christen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi glauben, dass Mormon ein Prophet war – mehr aber auch nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sind Nachfolger Jesu Christi; Mitglieder seiner Kirche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum des Glaubens der vermeintlichen „Mormonen“ steht nicht Mormon, sondern Jesus Christus.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" class="wp-image-13374" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Der-auferstandene-Christus-mit-Engeln.jpg" alt="Der auferstandene Christus mit einer Schar von Engeln." srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Der-auferstandene-Christus-mit-Engeln.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Der-auferstandene-Christus-mit-Engeln-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Der-auferstandene-Christus-mit-Engeln-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Damit es da keine Missverständnisse gibt und damit sie als Christen (an)erkannt werden, wollen Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auch als <em>Mitglieder der Kirche Jesu Christi</em> bezeichnet werden – oder als <em>Heilige der Letzten Tage</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens: „HLT“ ist nichts weiter als eine Abkürzung für „<strong>H</strong>eilige der <strong>L</strong>etzten <strong>T</strong>age“ und „LDS“ ist das englische Pendant (<strong>L</strong>atter-<strong>D</strong>ay <strong>S</strong>aints) dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wieso nennen sich die Mitglieder „Heilige“?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es klingt komisch und irgendwie auch arrogant, wenn man sich selbst als „Heilige(n)“ bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir an Heilige denken, fallen uns meist Märtyrer oder Menschen ein, die Wunder vollbracht haben und auf Gemälden mit Heiligenschein porträtiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit hat das hier aber nichts zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Glaub mir: Kein Heiliger (der Letzten Tage) würde sich selbst als heilig (im Sinne von „fehlerlos“ oder „vollkommen“) bezeichnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielmehr war die Bezeichnung der Mitglieder der Kirche Christi als Heilige schon im Neuen Testament üblich (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Philipper4%2C21-22" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Philipper 4:21,22</a>, <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Apostelgeschichte9%2C32" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Apostelgeschichte 9:32</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie soll andeuten, dass die Mitglieder Nachfolger Christi sind, die durch Glauben an seinen Namen und Umkehr von ihren Sünden durch sein Sühnopfer geheiligt werden können.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" class="wp-image-8299" src="https://files.treuimglauben.de/2019/07/Jesus-begegnen-alt.jpg" alt="Jesus umarmt einen Mann, der auf dem Boden sitzt." srcset="https://files.treuimglauben.de/2019/07/Jesus-begegnen-alt.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2019/07/Jesus-begegnen-alt-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2019/07/Jesus-begegnen-alt-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Anders ausgedrückt: Mitglieder der Kirche Jesu Christi werden <em>durch Christus heilig gemacht</em>, wenn sie von ihren Fehlern umkehren. Jesus Christus macht seine Nachfolger zu Heiligen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Wer hat sich den Namen der Kirche ausgedacht?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als viele meinen, hat sich Joseph Smith den Namen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage nicht ausgesucht – auch nicht der Prophet Mormon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus selbst hat ihn am 26. April 1838 offenbart:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„denn so soll meine Kirche in den letzten Tagen genannt werden, nämlich: Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.“</p>
<cite> <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/115.4?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 115:4</a> </cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und schon viele Jahrhunderte zuvor machte er auf die Wichtigkeit des Namens der Kirche aufmerksam:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Darum: Was auch immer ihr tut, das sollt ihr in meinem Namen tun; darum sollt ihr die Kirche nach meinem Namen benennen; und ihr sollt den Vater in meinem Namen anrufen, dass er die Kirche segne um meinetwillen.</p>
<p>Und wie soll es meine Kirche sein, wenn sie nicht nach meinem Namen benannt wird? Denn wenn eine Kirche nach dem Namen des Mose benannt wird, dann ist sie die Kirche des Mose, oder wenn sie nach dem Namen eines Menschen benannt wird, dann ist sie die Kirche eines Menschen; wenn sie aber nach meinem Namen benannt wird, dann ist sie meine Kirche, wenn es so ist, dass sie auf mein Evangelium gebaut ist.“</p>
<cite> <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm/3-ne/27.7-8?lang=deu&amp;clang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">3 Nephi 27:7,8</a> </cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Diese klaren Worte des Erretters machen es verständlich, wieso Mitglieder der Kirche einen so großen Wert auf ihren wahren Namen legen und Spitznamen wie „Mormonenkirche“ oder „Mormonen“ nur ungern hören:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist nicht die Kirche des Mormon. Und ihre Mitglieder sind nicht Jünger des Mormon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist die Kirche Jesu Christi. Ihre Mitglieder folgen ihm nach.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was bedeutet der Name der Kirche?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dröseln wir den Namen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einmal zusammen auf:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Kirche…</strong> ist eine organisierte Institution, die aus einer Gruppe von Menschen besteht, die dasselbe glauben und gemeinsam Gott verehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jesu Christi… </strong>ist der Genitiv von Jesus Christus. Die Grammatikliebhaber unter uns wissen: Der Genitiv zeigt ein Besitzverhältnis an und antwortet auf die Frage „Wessen?“. Wessen Kirche ist es? Die von Jesus Christus. Sie gehört ihm; sie ist sein „Eigentum“. Er hat sie gegründet und er leitet sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>der Heiligen… </strong>Die Mitglieder der Kirche werden durch das Sühnopfer Christi zu Heiligen gemacht, insofern sie umkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>der Letzten Tage  </strong>Mit den „letzten Tagen“ ist die Zeit vor dem zweiten Kommen Christi gemeint. Es deutet darauf hin, dass dies die Kirche ist, die Christus in der heutigen Zeit (wieder) aufgerichtet hat und nicht die, die er zu Lebzeiten gegründet hat.</p>


<hr class="wp-block-separator is-style-dots" />


<p class="wp-block-paragraph">Jetzt weißt du alles über den Namen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, er ist lang. Aber das hat seinen Grund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und manchmal lohnt sich die Mühe, ihn vollständig auszusprechen.</p>


<hr class="wp-block-separator is-style-dots" />


<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das könnte dich auch interessieren:</strong></p>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de">
<div class="wp-block-embed__wrapper">https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/was-glauben-heilige-der-letzten-tage/</div>
</figure>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de">
<div class="wp-block-embed__wrapper">https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/</div>
</figure>



<h2 class="wp-block-heading"> <strong>Über den Autor:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Urs Wrenger ist ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Er machte seinen Abschluss in Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er versucht, die Philosophie als konstruktive Disziplin in der Gesellschaft zu reetablieren und auch für religiöse Themen produktiv zu machen. Wenn Urs nicht gerade liest, geht er wandern, fährt Fahrrad oder genießt Rock ‘n’ Roll aus den 60er- bis 90er-Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel über den Glauben der Heiligen der Letzten Tage wurde von Urs Wrenger verfasst und am 22.03.2022 auf</em><a href="https://mehrglaube.de/"> <em>treuimglauben.de</em></a><em> veröffentlicht</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche:<a href="https://www.kommzuchristus.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"> kommzuchristus.org</a> und<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/?lang=eng" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"> kirche-jesu-christi.org</a>.</em></p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/">Der Name der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage einfach erklärt</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>7</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was glauben Heilige der Letzten Tage (Mormonen)?</title>
		<link>https://mehrglaube.de/was-glauben-heilige-der-letzten-tage/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/was-glauben-heilige-der-letzten-tage/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Mar 2022 07:34:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Buch Mormon]]></category>
		<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Glaubensgrundsätze]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Joseph Smith]]></category>
		<category><![CDATA[Buch Mormon]]></category>
		<category><![CDATA[Gebote]]></category>
		<category><![CDATA[Tempel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=13224</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier findest du die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem Glauben der Heiligen der Letzten Tage und dem anderer Christen aufgelistet und erklärt.</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/was-glauben-heilige-der-letzten-tage/">Was glauben Heilige der Letzten Tage (Mormonen)?</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Du möchtest wissen, was Mormonen glauben?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann nimm dir jetzt genau 23 Minuten Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Ende dieses Artikels kennst du garantiert alle wichtigen Überzeugungen der Mormonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zunächst musst du Folgendes wissen: <strong>Der Begriff „Mormonen“ ist ein abwertender Spitzname für die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb verwende ich hier die <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/liahona/2018/12/eur-deu-local-pages/local-news-011?lang=deu" target="_blank">korrekten Bezeichnungen</a>: „Heilige der Letzten Tage“ und „Mitglieder der Kirche Jesu Christi“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Bedeutung hinter dem Namen der Kirche steckt und weshalb sich ihre Mitglieder als &#8220;Heilige&#8221; bezeichnen, erfährst du <a href="https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Inhaltsverzeichnis:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li><a href="#anchor1">Unterschiede</a>
<ul>
<li><a href="#anchor2">Lebende Apostel und Propheten</a></li>
<li><a href="#anchor3">Größerer Kanon an heiligen Schriften</a></li>
<li><a href="#anchor4">Gottheit statt Trinität</a></li>
<li><a href="#anchor5">Priestertumsvollmacht</a></li>
<li><a href="#anchor6">Ewige Ehe</a></li>
<li><a href="#anchor7">Tempel</a></li>
<li><a href="#anchor8">Reiche der Herrlichkeit</a></li>
<li><a href="#anchor9">Taufe für die Verstorbenen</a></li>
<li><a href="#anchor10">Taufe mit 8+</a></li>
<li><a href="#anchor11">Göttliches Potential der Menschen</a></li>
</ul>
</li><li><a href="#anchor12">Gemeinsamkeiten</a>
<ul>
<li><a href="#anchor13">Glaube an Jesus Christus</a></li>
<li><a href="#anchor14">Glaube an die Bibel</a></li>
<li><a href="#anchor15">Das Streben nach Gutem</a></li>
<li><a href="#anchor16">Gebote</a></li>
</ul>
</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage sind Christen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und sie selbst würden immer zuerst die Gemeinsamkeiten zwischen ihrem Glauben und dem anderer Christen betonen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber du interessierst dich wahrscheinlich mehr für die Unterschiede. Du möchtest wissen, was die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage von allen anderen (christlichen) Kirchen unterscheidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also fange ich mit den Unterschieden an und komme später zu den Gemeinsamkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Los geht’s:</p>



<h2 class="has-text-align-left has-black-color has-text-color has-x-large-font-size wp-block-heading" id="anchor1"><strong>Unterschiede</strong>:</h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor2"><strong>1.</strong> <strong>Lebende Apostel und Propheten</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><p>Heilige der Letzten Tage glauben an lebende Apostel und Propheten.</p></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Propheten der Mormonen" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/3-ZCozrxBbg?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Richtig gehört: Mose, Abraham, Petrus – aber in lebendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott hat seit der Erschaffung der Menschen durch Propheten zu ihnen gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Propheten sind gewissermaßen das Sprachrohr Gottes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie lehren das Evangelium, tun Gottes Willen kund und ermahnen die Menschen, seine Gebote zu befolgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im gesamten Alten Testament kann man davon lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Neuen Testament steht, wie Jesus Christus zwölf Apostel berufen hat (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Lukas6%2C13" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lukas 6:13</a>).</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Jesus beruft zwölf Apostel, anderen Menschen zu predigen und sie zu segnen." width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/T_7pis7gqN0?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sollten Zeugnis von ihm geben, sein Evangelium verkünden und die Gemeinden der noch jungen Kirche stärken. (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Markus16%2C15" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Markus 16:15</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider sind alle Apostel innerhalb kurzer Zeit gestorben oder wurden getötet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Den verstreuten christlichen Gemeinden fehlte es nun an Führung. Sie fingen an, wichtige Lehren des Evangeliums unterschiedlich zu interpretieren oder zu vergessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Jahrhunderte ohne die einende Führung von gottberufenen Aposteln und Propheten führte zur Bildung der heute unzähligen christlichen Glaubensgemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser große “Abfall vom Glauben” wurde bereits im Alten (<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bibleserver.com/EU/Amos8%2C11-12" target="_blank">Amos 8:11-12</a>) und Neuen Testament (<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us24%2C9-11" target="_blank">Matthäus 24:9-11</a>, <a href="https://www.bibleserver.com/EU/2.Thessalonicher2%2C1-4" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">2. Thessalonicher 2:1-4</a>) vorhergesagt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Joseph Smith</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">An dieser Stelle kommt Joseph Smith ins Spiel. Du hast wahrscheinlich schon von ihm gehört.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2015/06/Joseph-Smith2.jpg" alt="Ein Bild des Propheten Joseph Smith" class="wp-image-4160" srcset="https://files.treuimglauben.de/2015/06/Joseph-Smith2.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2015/06/Joseph-Smith2-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2015/06/Joseph-Smith2-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Joseph Smith</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage glauben, dass Joseph Smith der erste Prophet ist, der nach dem Tod der Apostel wieder von Gott berufen wurde. Nicht mehr und nicht weniger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joseph Smith hat unter der Führung Gottes dieselbe Kirche wiederhergestellt, die Jesus während seiner Zeit auf der Erde aufgerichtet hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu dieser Kirche gehören auch Apostel und Propheten (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Epheser2%2C20" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Epheser 2:20</a>), die von Christus Zeugnis geben, sein Evangelium lehren und die vielen Gemeinden auf der ganzen Welt einen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird heute von lebenden Propheten und Aposteln geführt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/08/Das-Kollegium-der-Zwölf-Apostel.jpg" alt="Ein Gruppenfoto des Kollegiums der Zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage." class="wp-image-4810" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/08/Das-Kollegium-der-Zwölf-Apostel.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/08/Das-Kollegium-der-Zwölf-Apostel-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/08/Das-Kollegium-der-Zwölf-Apostel-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Die aktuellen zwölf Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor3"><strong>2.</strong> <strong>Größerer Kanon an heiligen Schriften</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage glauben an die Bibel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie glauben aber auch noch an weitere heilige Schriften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Spitzname „Mormonen“ wurde im 19. Jahrhundert erfunden, weil Heilige der Letzten Tage an das Buch Mormon glauben.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das Buch Mormon</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das<a href="https://findechristus.org/buch-mormon/?utm_source=google&amp;utm_medium=cpc&amp;utm_term=BuchMormon&amp;utm_content=FrankfurtBuchMormonCampaign&amp;utm_campaign=geistig&amp;gclid=Cj0KCQiAmpyRBhC-ARIsABs2EApeNboYUKgZ5cWuFniYlxHGNNBhmSFZyK5bD5Ute9DWHhLW2fgkL8waAov6EALw_wcB" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"> Buch Mormon</a> ist ein weiterer Zeuge für Jesus Christus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist der Bibel sehr ähnlich. Sowohl inhaltlich als auch strukturell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Bibel ist auch das Buch Mormon eine Zusammenstellung vieler verschiedener Bücher. Die einzelnen Bücher wurden vor langer Zeit von Propheten geschrieben und meist nach ihren Verfassern benannt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/10/Das-Buch-Mormon.jpg" alt="Eine Abbildung der gebundenen Metallplatten, auf die das Buch Mormon vor vielen hundert Jahren von Propheten eingraviert wurde." class="wp-image-5235" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/10/Das-Buch-Mormon.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/10/Das-Buch-Mormon-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/10/Das-Buch-Mormon-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Das Buch Mormon ist ein historischer Bericht, der auf Metallplatten eingraviert wurde</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sie beinhalten ihre Prophezeiungen und die Lehren Gottes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied zwischen der Bibel und dem Buch Mormon liegt im Ort des Geschehens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bibel handelt von Propheten im alten Israel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch Mormon handelt von Propheten im alten Amerika.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Was ist das Buch Mormon?" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/41FCdJ6wPRg?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Bücher sagen im Kern dasselbe aus: Jesus Christus ist der Sohn Gottes. Er ist der Erlöser der Welt. Durch Glauben, Umkehr und Taufe können wir dank seines Sühnopfers in die Gegenwart Gottes zurückkehren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du fragst dich jetzt vielleicht:</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wenn in beiden Büchern dasselbe steht, wieso reicht dann nicht eins?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort zeigt sich in der Geschichte des Christentums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle 1001 christlichen Glaubensgemeinschaften berufen sich auf die Bibel. Alle legen sie die Bibel unterschiedlich aus. Sie alle lesen dieselben Worte und interpretieren sie doch anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch Mormon und die Bibel unterstützen, ergänzen und verdeutlichen einander.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2018/08/Das-Buch-Mormon.jpg" alt="Die Bibel und das Buch Mormon liegen nebeneinander. Das Buch Mormon gab Mitgliedern der Kirche Jesu Christi den Spitznamen &quot;Mormonen&quot;." class="wp-image-6898" srcset="https://files.treuimglauben.de/2018/08/Das-Buch-Mormon.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2018/08/Das-Buch-Mormon-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2018/08/Das-Buch-Mormon-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folge: Die Lehren des Evangeliums werden klarer und es treten weniger Meinungsverschiedenheiten auf.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hintergrundinformation</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch Mormon wurde von Joseph Smith innerhalb von drei Monaten übersetzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurde nach dem Propheten Mormon benannt, der die Schriften vorheriger Propheten gesammelt und gebunden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht kommt dir der Gedanke an Propheten auf dem amerikanischen Kontinent etwas komisch vor. Aber wieso eigentlich?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott liebt alle seine Kinder. Wieso würde er zu den einen durch Propheten sprechen und zu den anderen nicht. Und wieso würde er auf einmal damit aufhören? Aber da wären wir wieder beim Thema „Lebende Propheten“…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Beste daran ist: Du musst diese Geschichte nicht einfach glauben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst für dich selbst herausfinden, ob das Buch Mormon wahr ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie?</p>



<p><p>Lesen und Gott fragen.<span style="font-size: inherit"> </span></p><figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Zeugnis vom Buch Mormon" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/DVcci9vE8ec?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption> Jeffrey R. Holland (einer der lebenden Apostel) gibt Zeugnis von der Wahrheit des Buches Mormon </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz am Ende des Buches Mormon lädt der Prophet Moroni uns (die Leser) ein:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn ihr [das Buch Mormon] empfangt, so fragt Gott, den ewigen Vater, im Namen Christi, ob es wahr ist; und wenn ihr mit aufrichtigem Herzen, mit wirklichem Vorsatz fragt und Glauben an Christus habt, wird er euch durch die Macht des Heiligen Geistes kundtun, dass es wahr ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und durch die Macht des Heiligen Geistes könnt ihr von allem wissen, ob es wahr ist.“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm/moro/10.4-5?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Moroni 10:4,5</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einfach mal ausprobieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du kannst das Buch Mormon <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm?lang=deu" target="_blank">online</a> lesen oder dir kostenlos eine <a href="https://findechristus.org/bmbestellen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Print-Version</a> zuschicken lassen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2019/04/Snoop-Dogg-bekommt-ein-Buch-Mormonjpg.jpg" alt="Ein Foto zweier Missionare, die dem Rapper Snoop Dogg ein Buch Mormon überreichen." class="wp-image-7974" srcset="https://files.treuimglauben.de/2019/04/Snoop-Dogg-bekommt-ein-Buch-Mormonjpg.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2019/04/Snoop-Dogg-bekommt-ein-Buch-Mormonjpg-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2019/04/Snoop-Dogg-bekommt-ein-Buch-Mormonjpg-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Selbst der Rapper Snoop Dogg besitzt inzwischen eine Kopie des Buches Mormon <br><a href="http://www.LDSMissionaries.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">(photo credit</a>)</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Lehre und Bündnisse</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Neben der Bibel und dem Buch Mormon glauben Heilige der Letzten Tage noch an zwei weitere heilige Schriften:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch „Lehre und Bündnisse“ ist eine Sammlung der Offenbarungen des Propheten Joseph Smith und seiner Amtsnachfolger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es enthält auch wichtige Lehren des Evangeliums Jesu Christi und Anweisungen für die Mitglieder seiner Kirche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch Lehre und Bündnisse kannst du ebenfalls <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">online</a> lesen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Köstliche Perle</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kanon an heiliger Schrift für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wird durch „Die Köstliche Perle“ vervollständigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugegebenermaßen ein komischer Name.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Inhalt hat nämlich nichts mit leckeren Rezepten oder Schmuck zu tun.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist die Köstliche Perle?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Köstliche Perle ist eine Auswahl von erlesenem Schriftmaterial, das viele wichtige Belange des Glaubens und der Lehre der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage betrifft. Die einzelnen Teile wurden vom Propheten Joseph Smith übersetzt und verfasst und größtenteils seinerzeit in den Zeitschriften der Kirche veröffentlicht.“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/pgp/introduction?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Köstliche Perle, Einleitung</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie alle (heiligen) Schriften der Kirche Jesu Christi ist auch die Köstliche Perle <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/pgp?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="online (öffnet in neuem Tab)">online</a> frei zugänglich.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Warum hört man immer nur vom Buch Mormon?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Chancen stehen gut, dass du im Zusammenhang mit den „Mormonen“ schon einmal vom Buch Mormon gehört hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die anderen heiligen Schriften der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind weit weniger bekannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Woran liegt das?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch Mormon wurde in göttlicher Voraussicht vor Jahrhunderten <strong>für die heutige Zeit</strong> geschrieben, um unseren Glauben an Christus zu stärken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es enthält alle fundamentalen Wahrheiten des Evangeliums.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem ist es ein Beweis für die Wahrheit der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage – vielleicht sogar der einzige.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir das Buch Mormon lesen und Gott fragen, ob es wahr ist und dann von ihm bestätigt bekommen, dass es wahr ist, wissen wir auch, dass Joseph Smith ein Prophet gewesen sein musste, der von Gott berufen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sonst hätte er als ungebildeter Bauernjunge unmöglich einen historischen Bericht in einer unbekannten Sprache übersetzen können.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2018/10/Buch-Mormon-Beweise-Kolophone.jpg" alt="Eine Nachbildung der ursprünglichen Seiten und Sprache des Buches Mormon." class="wp-image-7034" srcset="https://files.treuimglauben.de/2018/10/Buch-Mormon-Beweise-Kolophone.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2018/10/Buch-Mormon-Beweise-Kolophone-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2018/10/Buch-Mormon-Beweise-Kolophone-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Die Sprache, in der das Buch Mormon verfasst wurde, ist eine Mischung aus Ägyptisch und Hebräisch</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir wissen, dass Joseph Smith ein Prophet war, wissen wir auch, dass die Kirche, die von ihm wiederhergestellt wurde, Gottes wahre Kirche sein muss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du merkst: <strong>Alles hängt vom Buch Mormon ab.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen laden Heilige der Letzten Tage andere Menschen so häufig ein, das Buch Mormon zu lesen – und nicht etwa das Buch Lehre und Bündnisse oder die Köstliche Perle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Buch Lehre und Bündnisse und die Köstliche Perle enthalten viel Organisatorisches über die Struktur der Kirche und tiefere Einsichten in die Lehren des Evangeliums, denen man sich zuwenden kann, wenn man die „Basics“ kennt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor4"><strong>3.</strong> <strong>Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist sind drei selbstständige Personen (Gottheit statt Trinität)</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage glauben nicht an die Trinität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Versteh das nicht falsch:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi glauben an Gott Vater, an seinen Sohn Jesus Christus und an den Heiligen Geist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber anders als andere christliche Glaubensgemeinschaften glauben sie <strong>nicht</strong> an die Trinitätslehre (auch Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit genannt).</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist die Trinitätslehre?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist die Lehre, dass Gott Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist drei Manifestationen eines Gottes sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage lehrt hingegen, dass es sich dabei um drei eigenständige und voneinander getrennte Personen handelt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2016/11/die-erste-Vision.jpg" alt="Ein Gemälde von Gott Vater und Jesus Christus als sie Joseph Smith erschienen." class="wp-image-3051" /><figcaption>Gott Vater und Jesus Christus erschienen Joseph Smith als zwei getrennte Personen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese sind sich jedoch in ihrer Absicht und Lehre vollkommen einig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammen bilden sie die Gottheit.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Mitglieder der Gottheit und ihre Funktionen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics/god-the-father?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Gott Vater</a> ist unser Schöpfer. Er ist der Vater unseres Geistes. Wir sind seine Kinder. Er ist unser Gott. Heilige der Letzten Tage beten nur zu ihm.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/topics/jesus-christ?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Jesus Christus</a> ist der Erstgeborene Gottes im Geist und der Einziggezeugte im Fleisch. Er ist buchstäblich der Sohn Gottes. Er ist unser Erlöser und Fürsprecher beim Vater. Nur durch sein Sühnopfer ist es uns möglich, Sünde und Tod zu überwinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><p><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/topics/holy-ghost?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Der Heilige Geist</a> ist das dritte Mitglied der Gottheit. Er gibt Zeugnis vom Vater und vom Sohn. Er bezeugt und offenbart Wahrheit. Gott kommuniziert mit seinen Kindern durch den Heiligen Geist.</p></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Wie sich die Mormonen die Gottheit vorstellen" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/VHtMereRyAY?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso die Kirche Jesu Christi die Trinitätslehre ablehnt, findest du <a href="https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/mormonen-und-die-dreieinigkeit/">hier</a> ausführlich beschrieben.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor5"><strong>4.</strong> <strong>Priestertumsvollmacht</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage glauben, dass heilige Handlungen (Taufe, Konfirmation, etc.) und wichtige Ämter in der Kirche (Bischof, Priester, etc.) nur mit göttlicher Vollmacht ausgeführt werden dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich eine Selbstverständlichkeit…</p>



<p class="wp-block-paragraph">… würde man meinen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/03/Jesus-Johannes-Taufe-Bündnis.jpg" alt="Ein Gemälde von der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer." class="wp-image-3646" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/03/Jesus-Johannes-Taufe-Bündnis.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/03/Jesus-Johannes-Taufe-Bündnis-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/03/Jesus-Johannes-Taufe-Bündnis-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Jesus lässt sich von Johannes taufen, weil dieser die göttliche Vollmacht dazu hat</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Man lässt sich ja auch von keinem Postboten einen Strafzettel verpassen. Sondern nur vom Ordnungsamt oder der Polizei – weil sie die Vollmacht dazu haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist das Priestertum?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Priestertum ist die Macht und Vollmacht, im Namen Gottes zu handeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist (sinnbildlich) der Schlüssel, um heilige Handlungen vollziehen zu können, die auch im Himmel gültig sein werden (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us16%2C19" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Matthäus 16:19</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Priestertum war schon immer ein essenzieller Teil des Evangeliums und der wahren Kirche Christi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus gab seinen Aposteln diese Vollmacht, um seine Kirche zu leiten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Christus-ordiniert-die-Apostel.jpg" alt="Jesus ordiniert die Apostel im Priestertum." class="wp-image-13346" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Christus-ordiniert-die-Apostel.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Christus-ordiniert-die-Apostel-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Christus-ordiniert-die-Apostel-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Jesus überträgt den Aposteln das Priestertum</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nach ihrem Tod hatte für viele hundert Jahre niemand auf der Erde mehr das Priestertum.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Wiederherstellung des Priestertums</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als Teil des Prozesses der Wiederherstellung der ursprünglichen Kirche Christi musste auch das Priestertum wiederhergestellt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joseph Smith und sein Bekannter Oliver Cowdery empfingen das Priestertum im Mai 1829 von den Menschen, die es als letztes hatten: die Apostel.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Wiederherstellung-des-Priestertums.jpg" alt="Zu sehen ist eine Illustration der Wiederherstellung des Melchisedekischen Priestertums." class="wp-image-13350" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Wiederherstellung-des-Priestertums.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Wiederherstellung-des-Priestertums-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Wiederherstellung-des-Priestertums-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Petrus, Jakobus und Johannes übertragen Joseph Smith das Priestertum</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Macht ja auch Sinn: Wer sonst könnte es ihnen übertragen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist aber gleichzeitig schwer zu glauben – wie so vieles im Christentum:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man denke nur an die Teilung des Roten Meeres, die vielen Wunder und – nicht zuletzt – die Auferstehung Christi von den Toten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All das und vieles mehr ist schwer zu glauben, wenn man versucht, es nur mit dem Verstand zu verstehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Glück wissen wir bereits, wie wir herausfinden können, ob diese Dinge wahr sind:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lesen und beten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du herausfinden möchtest, ob Christus von den Toten auferstanden ist, musst du das Neue Testament lesen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du herausfinden möchtest, ob Joseph Smith ein Prophet Gottes war und seine Kirche wiederhergestellt hat, musst du das Buch Mormon lesen – und dann beten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Zurück zum Thema: Priestertum</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem Joseph Smith und Oliver Cowdery das Priestertum empfangen haben, gaben sie es weiter. Es wird innerhalb der Kirche an jedes würdige männliche Mitglied weitergegeben.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2018/05/Joseph-Smith-Priestertum.jpg" alt="Joseph Smith überträgt Parley P. Pratt das Priestertum durch das Auflegen seiner Hände." class="wp-image-6525" srcset="https://files.treuimglauben.de/2018/05/Joseph-Smith-Priestertum.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2018/05/Joseph-Smith-Priestertum-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2018/05/Joseph-Smith-Priestertum-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Das Priestertum wird durch das Auflegen der Hände gespendet</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Priestertumsträger in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage kann seine Priestertumsvollmacht in einer ungebrochenen Linie auf entweder Joseph Smith oder Oliver Cowdery zurückführen – und damit auf die Apostel und Jesus Christus selbst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur mit dieser Vollmacht kann beispielsweise eine gültige Taufe vollzogen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen werden Menschen, die der Kirche Jesu Christi beitreten wollen, immer getauft. Auch dann, wenn sie schon vorher (z.B. als Kind) in einer anderen Glaubensgemeinschaft getauft wurden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage findet sich die Priestertumsvollmacht, um heilige Handlungen wie die Taufe vollziehen zu können.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor6"><strong>5.</strong> <strong>Ewige Ehe</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">„Bis dass der Tod euch scheidet!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">So lautet traditionell das wenig romantische Ende einer Hochzeitszeremonie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Für Zeit und alle Ewigkeit!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">… lautet es hingegen in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage glauben, dass die Ehe mit ihrem Partner <strong>nicht</strong> mit dem Tod endet. Selbst der Tod kann sie nicht scheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zumindest dann nicht, wenn diese Ehe mithilfe des Priestertums in einem Tempel geschlossen wurde.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/07/Keuschheit3.jpg" alt="Ein Hochzeitsfoto vor einem Tempel der &quot;Mormonen&quot;." class="wp-image-4189" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/07/Keuschheit3.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/07/Keuschheit3-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/07/Keuschheit3-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine „Tempelehe“ ermöglicht es einem Paar, auch nach diesem Leben zusammen zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">(Zum Thema „Tempel“ kommen wir gleich noch ausführlich)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du merkst: Das Priestertum ist für viele Dinge wichtig.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor7"><strong>6.</strong> <strong>Tempel</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage baut Tempel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und benutzt sie natürlich auch…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Momentan sind es 162 auf der ganzen Welt. 95 weitere sind in Planung oder befinden sich bereits im Bau.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2016/10/Salt-Lake-Tempel.jpg" alt="Ein Bild des Salt-Lake-City-Tempels der Kirche Jesu Christi (Mormonen)" class="wp-image-2900" srcset="https://files.treuimglauben.de/2016/10/Salt-Lake-Tempel.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2016/10/Salt-Lake-Tempel-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2016/10/Salt-Lake-Tempel-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Der Salt-Lake-Tempel in Utah (USA)</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist ein Tempel?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tempel ist im wahrsten Sinne des Wortes das Haus des Herrn. Es ist ein heiliger Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im alten Israel war der Tempel das Zentrum der Gottesverehrung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Prominente Beispiele sind der Tempel Salomos und der Tempel zu Jerusalem.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Tempel-in-alter-Zeit.jpg" alt="Eine Rekonstruktion des Tempels Salomos." class="wp-image-13335" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Tempel-in-alter-Zeit.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Tempel-in-alter-Zeit-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Tempel-in-alter-Zeit-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Der Tempel Salomos</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Heutzutage sind Tempel aus dem Christentum verschwunden – außer bei der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist der Unterschied zwischen einer Kirche und einem Tempel?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als bei „normalen“ Kirchengebäuden (= Gemeindehäuser) ist der Zugang zum Tempel nicht uneingeschränkt möglich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gemeindehäuser stehen der Öffentlichkeit offen. Jeder ist dazu eingeladen, sonntags den Gottesdienst mit den Heiligen der Letzten Tagen in ihren Gemeinden zu feiern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland (150), Österreich (17) und der Schweiz (35) sind insgesamt 202 Gemeinden quer über die Länder verteilt.</p>



<div class="wp-block-button aligncenter"><a class="wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background" href="https://www.churchofjesuschrist.org/maps/meetinghouses/" style="color:#ffffff">Finde ein Gemeindehaus in deiner Nähe</a></div>



<p class="wp-block-paragraph">Der Tempel hingegen darf nur von würdigen Mitgliedern der Kirche Jesu Christi betreten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wieso?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weil er heilig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er ist das Haus Gottes.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch den beschränkten Zugang wird unangemessenes Verhalten und eine Entehrung des Tempels (so gut wie möglich) verhindert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass nicht einfach jeder in den Tempel spazieren kann, ist keine Erfindung der „Mormonen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Tempel im alten Israel waren der Öffentlichkeit weitestgehend verschlossen. Nur eine kleine Gruppe von Menschen durfte das Innere betreten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der Tempel ist nicht geheim</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird oft berichtet, dass die Kirche Jesu Christi Geheimnisse hegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das stimmt nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel der weltweit 54 000 Missionare und der Bemühungen der Mitglieder, ihren Glauben zu teilen, besteht ja gerade darin, so vielen Menschen wie möglich den Zugang zum Tempel zu ermöglichen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2019/05/Rom-Tempel.jpg" alt="Zu sehen ist der Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in Rom, um dessen wunderschöne Glasmalereien es in diesem Beitrag geht." class="wp-image-8133" srcset="https://files.treuimglauben.de/2019/05/Rom-Tempel.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2019/05/Rom-Tempel-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2019/05/Rom-Tempel-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Der Rom-Tempel (Italien)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage möchten, dass <strong>jeder </strong>Mensch in den Tempel gehen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">… aber zuerst müssen sie die von Gott bestimmten Voraussetzungen erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und übrigens: Nach dem Bau oder Umbau eines Tempels finden Tage der offenen Tür statt, in denen jeder den Tempel besichtigen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst nachdem der Tempel durch einen Apostel offiziell dem Herrn geweiht wurde, gilt er als heilig und steht nur noch Mitgliedern offen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Kirchen und Tempeln ist das, was darin geschieht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was geschieht im Tempel?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die sonntäglichen Gottesdienste und Abendmahlsversammlungen finden in den Gemeindehäusern statt – nicht im Tempel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Tempel werden heilige Bündnisse mit Gott geschlossen (z.B. die ewige Ehe).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Informationen dazu findest du <a href="https://mehrglaube.de/tempel/was-heilige-der-letzten-tage-in-jedem-raum-ihrer-tempel-tun-mit-bildern-und-beschreibungen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">hier</a>.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Frankfurt-Tempel.jpg" alt="Zu sehen ist der Frankfurt Tempel der Kirche Jesu Christi in Friedrichsdorf." class="wp-image-13334" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Frankfurt-Tempel.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Frankfurt-Tempel-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Frankfurt-Tempel-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Der Frankfurt-Tempel (Deutschland)</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor8"><strong>7.</strong> <strong>Reiche der Herrlichkeit (statt Himmel und Hölle)</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage glauben nicht an Himmel und Hölle im klassischen Sinne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sehen das Leben nach dem Tod etwas differenzierter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schließlich sind die Menschen auf der Welt nicht nur gut oder nur böse. Die meisten sind beides.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, sondern auch alle Schattierungen dazwischen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kirche Jesu Christi lehrt, dass diesem Umstand beim letzten Gericht Rechnung getragen wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Indem es viele verschiedene Reiche (bzw. Grade) der Herrlichkeit gibt, die ein Mensch nach diesem Leben erlangen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau genommen, gibt es <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/true-to-the-faith/kingdoms-of-glory?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="drei große Reiche der Herrlichkeit (öffnet in neuem Tab)">drei große Reiche der Herrlichkeit</a> (jeweils mit Zwischenstufen), die man eigentlich alle als Himmel bezeichnen könnte und nur einen Ort, der den Titel „Hölle“ tatsächlich verdient.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du möchtest mehr wissen? Gerne… <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Wie stellen sich die Mormonen das Leben nach dem Tod vor?" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/1vYsR6Zhuzw?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das celestiale Reich</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das celestiale Reich ist das höchste Reich der Herrlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein Ort der Freude und des ewigen Fortschritts.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist der Ort, an dem Gott und Jesus Christus leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diesen Grad der Herrlichkeit zu erreichen, muss ein Mensch kraft des Priestertums getauft und konfirmiert worden sein und sein Taufbündnis gehalten haben (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/76.50-53?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 76:50-53</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was passiert mit den Menschen, die nicht getauft wurden? Dazu gleich mehr…</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das terrestriale Reich</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das terrestriale Reich ist das zweithöchste Reich der Herrlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Grad der Herrlichkeit erreichen gute und ehrenhafte Menschen, die sich jedoch bewusst gegen die Taufe entschieden haben. Aber auch Mitglieder der Kirche Christi, die getauft wurden, ihren Bündnissen jedoch nicht treu waren, erlangen dieses Reich (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/76.71-75?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 76:71-75</a>).</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Das telestiale Reich</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das telestiale Reich ist das niedrigste der drei Reiche der Herrlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist für „Lügner, […] Zauberer und Ehebrecher und Unzüchtige und wer auch immer Lüge liebt und tut“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/76.103?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 76:103</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl es das niedrigste Reich ist, ist selbst dort die Herrlichkeit so groß, dass es „alles Verständnis übersteigt“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/76.89?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 76:89</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herrlichkeit dieser drei Reiche wird häufig mit den Himmelskörpern verglichen: Die Herrlichkeit des celestialen Reiches wird mit der Herrlichkeit der Sonne verglichen, die des terrestrialen mit der des Mondes und die des telestialen mit der der Sterne (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther15%2C40-42" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">1. Korinther 15:40-42</a>).</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Äußere Finsternis</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn 99 Prozent der Menschen sich in einem der drei Reiche der Herrlichkeit wiederfinden werden, gibt es ein paar wenige, die keinem davon würdig sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Menschen werden als Söhne des Verderbens bezeichnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sind diejenigen, „die [Gottes] Macht kennen und ihrer teilhaftig gemacht worden sind und zugelassen haben, dass sie durch die Macht des Teufels überwunden werden und die Wahrheit leugnen und [Gottes] Macht trotzen“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/76.31?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 76:31</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu diesem Ort werden auch der Teufel und seine Anhänger geschickt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-dots" />



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke (und hoffe), selbst die Anspruchslosen unter uns würden gerne ins celestiale Reich kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber eine Grundvoraussetzung dafür ist die Taufe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da stellt sich eine zentrale Frage:</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was ist mit den Menschen, die gestorben sind, ohne getauft worden zu sein?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Millionen von Menschen haben gelebt und sind gestorben, ohne auch nur von Jesus Christus gehört zu haben – geschweige denn von seiner wiederhergestellten Kirche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre ungerecht und würde der Barmherzigkeit Gottes widersprechen, wenn diese Menschen in der „Hölle“ landen würden. Oder wenn ihnen die Möglichkeit, in der Gegenwart Gottes zu leben, vorenthalten bliebe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Glück ist Gott sowohl gerecht als auch barmherzig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Gerechtigkeit gehört, dass jeder Mensch getauft werden muss, wenn er das Himmelreich erlangen möchte (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Johannes3%2C5" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Johannes 3:5</a>).<span style="font-size: inherit"> </span></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Jesus erklärt, dass der Mensch von neuem geboren werden muss" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/Z5s1m_kKjL4?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und in seiner Barmherzigkeit ermöglicht Gott genau das jedem einzelnen von uns – auch den Verstorbenen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die in der Bibel erwähnte Taufe für die Verstorbenen (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther15%2C29" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">1. Korinther 15:29</a>) ist ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor9"><strong>8.</strong> <strong>Taufe für die Verstorbenen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage lassen sich <strong>stellvertretend</strong> für Verstorbene taufen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/01/Taufbecken-Sized.jpg" alt="Das Foto eines Taufbeckens in einem Tempel der &quot;Mormonen&quot;." class="wp-image-3393" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/01/Taufbecken-Sized.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/01/Taufbecken-Sized-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/01/Taufbecken-Sized-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Das Taufbecken in einem Tempel: Hier wird die &#8220;Taufe für die Verstorbenen&#8221; vollzogen.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese heilige Handlung wird in Tempeln vollzogen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Für welche Verstorbenen lassen sich Heilige der Letzten Tage taufen?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle, die sich zeitlebens nicht kraft des Priestertums haben taufen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder anders ausgedrückt: Für alle, die kein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage waren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Namen der Verstorbenen werden durch Ahnenforschung (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/true-to-the-faith/family-history-work-and-genealogy?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Genealogie</a>) gefunden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wird also jeder irgendwann „Mormone“?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, natürlich nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Taufe ist nur ein Angebot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verstorbenen können sich (genauso wie die Lebenden) frei entscheiden, ob sie die Taufe annehmen wollen – oder nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Evangelium Jesu Christi beruht auf Entscheidungsfreiheit. Niemand wird jemals zu irgendetwas gezwungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wenn wir nach dem Tod sowieso getauft werden, wieso sollten wir uns dann zeitlebens dazu entscheiden?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Taufe gehen nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten einher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man muss als Nachfolger Jesu Christi und Mitglied seiner Kirche zum Beispiel eine ganze Reihe von Geboten befolgen (hier findest du eine <a href="https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Liste der wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie schön und leicht wäre es also, wenn man in diesem Leben tun und lassen könnte, was man wollte und sich dann entspannt nachher auf den „richtigen Weg“ begeben könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz so leicht ist es leider nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Taufe für die Verstorbenen ist nur für solche Menschen gedacht, die zeitlebens nicht die Möglichkeit hatten, sich taufen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer die Möglichkeit hatte, sie aber nicht genutzt oder sich bewusst dagegen entschieden hat, wird die Taufe nach dem Tod nicht annehmen können.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Woher wissen Heilige der Letzten Tage, wer die Möglichkeit zur Taufe bereits hatte und wer nicht?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wissen sie nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen lassen sie sich ja für <strong>alle</strong> Verstorbenen taufen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott entscheidet dann darüber, ob eine Person die Möglichkeit bekommt, die Taufe anzunehmen – oder sie bereits hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ergebnis:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>“Alle, die gestorben sind, ohne von diesem Evangelium zu wissen, die es aber angenommen hätten, wenn sie hätten verweilen dürfen, werden Erben des celestialen Reiches Gottes sein; auch alle, die von nun an sterben, ohne davon zu wissen, die es aber von ganzem Herzen angenommen hätten, werden Erben dieses Reiches sein; denn ich, der Herr, werde alle Menschen gemäß ihren Werken richten, gemäß den Wünschen ihres Herzens.”</p><cite> <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/137.7-9?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 137:7-9</a> </cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Klingt gerecht UND barmherzig.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor10"><strong>9.</strong> <strong>Taufe mit 8+</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Apropos Taufe…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage werden nicht als Baby getauft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Taufe ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Mensch in diesem Leben treffen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein kleines Kind kann sich aber nicht eigenständig entscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen darf man sich in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage <strong>frühestens</strong> mit acht Jahren taufen lassen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Taufe-in-Madagaskar.jpg" alt="Ein junger Mann wird in einem Taufbecken in Madagaskar getauft." class="wp-image-13333" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Taufe-in-Madagaskar.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Taufe-in-Madagaskar-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Taufe-in-Madagaskar-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">… und das auch erst nachdem der Bischof in einem Gespräch festgestellt hat, dass man versteht, wofür man sich bei der Taufe entscheidet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine solch gewichtige Entscheidung muss eigenständig und freiwillig getroffen werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was passiert mit Kindern, die vor ihrer Taufe sterben?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als einige große christliche Kirchen glauben Heilige der Letzten Tage nicht, dass ungetaufte Kinder in die Hölle kommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das wäre auch ziemlich ungerecht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie hatten ja überhaupt nicht die Chance, sich taufen zu lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf die Frage, was mit solchen Kindern geschieht, gibt der Prophet Mormon die tröstende Antwort:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„[K]leine Kinder […] sind nicht fähig, Sünde zu begehen; [darum brauchen kleine Kinder] keine Umkehr und keine Taufe. Siehe, die Taufe ist für die Umkehr, um die Gebote zu erfüllen, die der Sündenvergebung dienen. Doch die kleinen Kinder sind in Christus lebendig, ja, von der Grundlegung der Welt an; wäre es nicht so, dann wäre Gott ein parteiischer Gott und auch ein veränderlicher Gott und würde auf die Person sehen, denn wie viele kleine Kinder sind doch ohne Taufe gestorben!“</p><cite> <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm/moro/8.8-12?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Moroni 8:8-12</a> </cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Kleine (ungetaufte) Kinder kommen nach ihrem Tod nicht in die Hölle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenteil: Sie kehren in die Gegenwart Gottes zurück. Sie kommen in das celestiale Reich (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/137.10?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 137:10</a>).</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2016/11/Jesus-Kinder.jpg" alt="Jesus hält einen kleinen Jungen auf dem Arm." class="wp-image-3029" srcset="https://files.treuimglauben.de/2016/11/Jesus-Kinder.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2016/11/Jesus-Kinder-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2016/11/Jesus-Kinder-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Jesus lehrt, dass wir wie die Kinder werden müssen, um in das Himmelreich zu kommen (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us18%2C3" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Matthäus 18:3</a>)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Keinem</strong> Menschen bleibt die Errettung aufgrund von äußerlichen Umständen verwehrt.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor11"><strong>10.</strong> <strong>Göttliches Potential der Menschen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage glauben, dass wir Menschen als Kinder Gottes ein göttliches Potential haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gott ist unser Vater.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind seine Kinder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist ein grundlegendes Prinzip der Natur, dass Nachkommen wie ihre Eltern werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Babys werden zu erwachsenden Menschen, Fohlen werden zu stattlichen Pferden und kleine Setzlinge werden zu großen Bäumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage glauben, dass wir als Kinder Gottes alle Eigenschaften entwickeln können, die Gott zu dem machen, was er ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder anders ausgedrückt: <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics-essays/becoming-like-god?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Wir können wie Gott werden</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, du hast richtig gehört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klingt zunächst komisch, macht aber Sinn.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christus selbst fordert uns dazu auf: „Seid also vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!“ (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us5%2C48" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Matthäus 5:48</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und aus dem Buch Mormon lernen wir: „[D]er Herr gibt den Menschenkindern keine Gebote, ohne ihnen einen Weg zu bereiten, damit sie das vollbringen können, was er ihnen gebietet.“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm/1-ne/3.7?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">1. Nephi 3:7</a>)</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wie können wir vollkommen werden?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Durch das Sühnopfer Christi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch Glauben, Umkehr, das Halten der Gebote und das Eingehen heiliger Bündnisse.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-dots" />



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben jetzt ziemlich ausführlich über die Unterschiede zwischen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage und anderen christlichen Konfessionen gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird Zeit für die Gemeinsamkeiten.</p>



<h2 class="has-text-align-left has-x-large-font-size wp-block-heading" id="anchor12"><strong>Gemeinsamkeiten</strong>:</h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage werden von manchen nicht als Christen anerkannt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das liegt zum einen an ihrem Spitznamen: Mormonen (der suggeriert, dass sie an Mormon glauben – und nicht an Jesus Christus) …</p>



<p class="wp-block-paragraph">… und zum anderen daran, dass man sich zu stark auf die Unterschiede zu anderen christlichen Glaubensgemeinschaften fokussiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei steht im Zentrum der Kirche Jesu Christi dasselbe wie auch bei der katholischen oder der evangelischen Kirche:</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor13"><strong>Glaube an Jesus Christus</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist der Glaube an Jesus Christus, der Christen zu Christen macht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/07/Kreuzigung-Jesus.jpg" alt="Ein Gemälde des gekreuzigten Christus." class="wp-image-4252" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/07/Kreuzigung-Jesus.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/07/Kreuzigung-Jesus-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/07/Kreuzigung-Jesus-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Genauer gesagt: der Glaube an Jesus Christus als Sohn Gottes und Erlöser der Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau das glauben Heilige der Letzten Tage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und deswegen sind sie Christen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Spitzname „Mormonen“ ist deshalb so unpassend, weil „Mormonen“ nicht an Mormon glauben. Sie sind <strong>nicht</strong> Mitglieder der Kirche des Mormon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie sind Mitglieder der Kirche Jesu Christi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus Christus steht im Mittelpunkt ihres Glaubens. Sie sind Mitglieder seiner Kirche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mormon ist (lediglich) ein Prophet, dem wir das Buch Mormon zu verdanken haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer jetzt immer noch daran zweifelt, ob Heilige der Letzten Tage an Christus glauben, muss sich nur dieses <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/the-living-christ-the-testimony-of-the-apostles/the-living-christ-the-testimony-of-the-apostles?lang=deu">Zeugnis der (modernen) Apostel von Jesus Christus</a> durchlesen.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor14"><strong>Glaube an die Bibel</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, Heilige der Letzten Tage glauben an das Buch Mormon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie glauben aber nicht minder an die Bibel.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2020/04/Heilige-Schriften.jpg" alt="Eine junge Frau studiert in der Bibel." class="wp-image-9050" srcset="https://files.treuimglauben.de/2020/04/Heilige-Schriften.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2020/04/Heilige-Schriften-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2020/04/Heilige-Schriften-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Fun Fact: Die lebenden Apostel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage haben ihre Mitglieder aufgefordert, dieses Jahr die Bibel zu studieren.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Welche Bibel benutzen Heilige der Letzten Tage?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage haben keine eigene Bibelübersetzung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie benutzen die <strong>Einheitsübersetzung</strong>.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor15"><strong>Das Streben nach Gutem</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wahre Nachfolger Christi glauben nicht nur an seinen Namen, sondern folgen auch seinem Beispiel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Christ versucht auf seine Weise Gutes zu tun und ein besserer Mensch zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Heiligen der Letzten Tage ist das nicht anders.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie bemühen sich darum, ihren Nächsten zu lieben wie sich selbst. Sie kämpfen gegen Leid und Armut und beten beständig für Frieden.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="958" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2016/04/Mormonen-humanitäre-hilfe.png" alt="Mitglieder der Kirche Jesu Christi (Mormonen) helfen nach einer Naturkatastrophe bei Aufräumarbeiten." class="wp-image-1526" srcset="https://files.treuimglauben.de/2016/04/Mormonen-humanitäre-hilfe.png 958w, https://files.treuimglauben.de/2016/04/Mormonen-humanitäre-hilfe-300x170.png 300w, https://files.treuimglauben.de/2016/04/Mormonen-humanitäre-hilfe-768x435.png 768w" sizes="(max-width: 958px) 100vw, 958px" /><figcaption>Heilige der Letzten Tage leisten humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zusammen mit anderen Christen auf der ganzen Welt sind Heilige der Letzten Tage ein Motor des Guten.</p>



<h3 class="wp-block-heading" id="anchor16"><strong>Moralischer Kodex (Gebote)</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wie alle anderen Christen halten sich auch die Mitglieder der Kirche Jesu Christi an einen (mehr oder weniger) strikten moralischen Verhaltenskodex.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders formuliert: Christen halten sich an bestimmte Regeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">

Zu den Klassikern zählen die Zehn Gebote und das höhere Gesetz, das Christus in seiner Bergpredigt gelehrt hat.

</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Die Bergpredigt: Das höhere Gesetz" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/nIM8cUXzyws?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Du weißt schon: Du sollst nicht töten. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Halte die andere Wange hin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Liste der wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage findest du <a href="https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">hier</a>.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-dots" />



<p class="wp-block-paragraph">GESCHAFFT!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt weißt du endlich, was Heilige der Letzten Tage glauben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du weißt, dass Mormonen nicht Mormonen heißen und du kennst die wichtigsten Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu anderen Christen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich sind auch die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (wie die aller Religionen) keine homogene Masse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht alle glauben dasselbe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Details können sich ihre Überzeugungen durchaus unterscheiden, aber den hier aufgelisteten (zentralen) Punkten könnte wahrscheinlich jeder von ihnen zustimmen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-dots" />



<p class="wp-block-paragraph">Mir ist beim Schreiben dieses Artikels eine Sache bewusst geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und dir beim Lesen vielleicht auch:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine ganze Religion lässt sich nicht auf wenigen (oder vielen) Seiten erklären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erfahren möchtest, dann ist der beste Weg das persönliche Gespräch mit einem der vielen Vollzeitmissionaren.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/06/Sister-Missionaries.jpg" alt="Ein Foto zweier weiblicher Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" class="wp-image-4060" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/06/Sister-Missionaries.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/06/Sister-Missionaries-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/06/Sister-Missionaries-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Missionare der Kirche Jesu Christi sind gut an ihrem Namensschild zu erkennen</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Missionare sind nette junge Frauen und Männer, die dir alle deine Fragen gerne und ausführlich beantworten. Sie dienen dem Herrn auf diese Weise Vollzeit und unentgeltlich für 1,5 &#8211; 2 Jahre. Ich habe schon viele von ihnen persönlich kennengelernt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier kannst du mit Missionaren Kontakt aufnehmen:</p>



<div class="wp-block-button aligncenter"><a class="wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background" href="https://www.kommzuchristus.org/formulare/termin-mit-missionaren" style="color:#f9fbfc" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Missionare kennenlernen</a></div>



<p class="wp-block-paragraph">Habe ich einen wichtigen Bestandteil des Glaubens der Heiligen der Letzten Tage vergessen? Sag mir gerne in den Kommentaren Bescheid! Ich werde die Liste dann ggf. ergänzen.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity is-style-dots" />



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das könnte dich auch interessieren:</strong></p>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Joseph Smith: The Prophet of the Restoration" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/1xVw6PsSinI?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div><figcaption>Ein Spielfilm über das Leben des Propheten Joseph Smiths (in englischer Sprache)</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Über den Autor:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Urs Wrenger ist ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Er machte seinen Abschluss in Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er versucht, die Philosophie als konstruktive Disziplin in der Gesellschaft zu reetablieren und auch für religiöse Themen produktiv zu machen. Wenn Urs nicht gerade liest, geht er wandern, fährt Fahrrad oder genießt Rock ‘n’ Roll aus den 60er- bis 90er-Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel über den Glauben der Heiligen der Letzten Tage wurde von Urs Wrenger verfasst und am 31.03.2022 auf</em><a href="https://mehrglaube.de/"> <em>treuimglauben.de</em></a><em> veröffentlicht</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche:<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.kommzuchristus.org/" target="_blank"> kommzuchristus.org</a> und<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/?lang=eng" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"> kirche-jesu-christi.org</a>.</em></p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/was-glauben-heilige-der-letzten-tage/">Was glauben Heilige der Letzten Tage (Mormonen)?</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/was-glauben-heilige-der-letzten-tage/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>16</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>180 Jahre Frauenhilfsvereinigung der Kirche Jesu Christi</title>
		<link>https://mehrglaube.de/180-jahre-frauenhilfsvereinigung/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/180-jahre-frauenhilfsvereinigung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sören]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Mar 2022 09:28:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Glaube & Beziehung zu Gott]]></category>
		<category><![CDATA[FHV]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen im Fokus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen in der Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenhilfsvereinigung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=13103</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zum 180. Jubiläum der Frauenhilfsvereinigung haben wir ein paar Frauen der Kirche Jesu Christi gefragt, wie sie ihre „Rolle" als Frau in der Kirche erleben.</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/180-jahre-frauenhilfsvereinigung/">180 Jahre Frauenhilfsvereinigung der Kirche Jesu Christi</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading">180 Jahre FHV &#8211; 17. März 1842 bis 17. März 2022</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über die Gründung der Frauenhilfsvereinigung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage im Jahr 1842 sagte Joseph Smith: „Die Kirche war nicht vollständig organisiert, bis die Frauen auf diese Weise organisiert wurden.“ (<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics/relief-society?lang=deu" target="_blank">Quelle</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Jahr feiert die FHV, die Frauenhilfsvereinigung der Kirche Jesu Christi, ihr 180-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass haben wir ein paar Frauen in der Kirche Jesu Christi gefragt, wie sie ihre „Rolle&#8221; als Frau in der Kirche erleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht habt ihr ja auch Lust, uns an euren Erfahrungen als Frauen in der Kirche Jesu Christi teilhaben zu lassen. Wir würden uns freuen, wenn ihr dafür die Kommentarfunktion unter dem Artikel nutzt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An den Antworten, die wir bekommen haben, möchten wir euch natürlich gerne teilhaben lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für einen großen Teil der Frauen, die geantwortet haben, haben vor allem die Erfahrungen in der Frauenhilfsvereinigung viel mit ihrer Rolle als Frauen in der Kirche Jesu Christi zu tun, wie ihr in den Antworten sehen werdet.<br></p>



<h3 class="wp-block-heading">„Ich weiß, dass ich eine wichtige Rolle in der Kirche spiele.”</h3>



<p style="background-color:#f5dfe4" class="has-background wp-block-paragraph">„Ich habe nie wirklich negative Gedanken über meine Rolle in der Kirche gehabt, im Gegenteil. Ich hatte immer das Gefühl, wertgeschätzt zu werden. Ich weiß, dass ich eine wichtige Rolle in der Kirche spiele. Wenn ich an die Worte denke, die bei den Generalkonferenzen an uns gerichtet werden &#8211; das sind Worte der Dankbarkeit und erheben uns&#8230; Meine Erfahrung ist positiv, herrlich und schön. Ich habe mit Brüdern in der Kirche gearbeitet, die mir das Gefühl gegeben haben, dass meine Meinung auch wichtig ist. Ich erinnere mich an eine Situation als ich Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung war und der Gemeindepräsident eine Entscheidung über etwas Wichtiges treffen musste, aber zuerst wollte er von mir wissen, was ich dachte; und je nachdem wie meine Meinung aussah, wollte er die Entscheidung treffen. Es mag arrogant klingen, aber ich betrachte mich als Frau als Verteidigerin von Christus. Und es gibt viele Dinge in der Kirche, die mich glauben lassen, dass die wichtige Rolle der Frau bei der Wiederherstellung fortbesteht. Ich habe verstanden, dass ich meine Rolle innerhalb der Kirche gefunde habe, indem ich mich auf die Reise mit meinem gütigen himmlischen Vater begab, der mich großzügig belehrt. Ich bin glücklich, eine Frau zu sein &#8211; und noch viel glücklicher bin ich, eine Frau in der Kirche zu sein, weil ich so geschätzt werde und ich liebe es.&#8221; (Yanet)</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Der Himmlische Vater möchte, dass wir glücklich sind in unserem Leben.”</h3>



<p style="background-color:#bbf4df" class="has-background wp-block-paragraph">„Die Frauenhilfsvereinigung ist für mich etwas Besonderes. Und auch wenn ich einige „Junge Damen” kenne (<em>„Junge Damen” oder JD ist die Organisation für die 12 &#8211; 18-jährigen Mädchen in der Kirche Jesu Christi</em>), denen es, wenn sie 18 werden, davor graut, aus der JD in die FHV „aufzusteigen”, ging es mir eigentlich nie so. Generell fühle ich mich in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wohl. Auch wenn ich schon mit dem ein oder anderen Priestertumsträger in meinem Leben angeeckt bin &#8211; und mich auch schon vom Bischof und seinen Ratgebern übergangen gefühlt habe &#8211; bietet mir die Kirche Jesu Christi als Frau viele Möglichkeiten. Und für die bin ich dankbar. Ich denke dabei zum Beispiel daran, wie ich bereits als junger Teenager in unserem kleinen Zweig jeden Monat vor Männern, Frauen, Kindern und Jugendlichen jeden Alters eine Ansprache gab, oder mit 18/ 19 Jahren regelmäßig eine Gruppe „Junger Damen” unterrichtete. Ich leitete und unterrichtete mit Anfang zwanzig Woche für Woche die Sonntagsschule für die 18- bis 30- jährigen Männer und Frauen in der Gemeinde, in die ich zu diesem Zeitpunkt gezogen war. Ich unterrichtete in den folgenden Jahren die Jugendlichen im Seminar über die Heilige Schrift. Ich war Mitglied der FHV &#8211; Leitung und für mehrere dutzend Frauen zuständig und nahm regelmäßig am Gemeinderat mit der Bischofschaft und anderen Kirchenführern teil, bei dem ich regelmäßig meine Ideen einbrachte. Und ich hatte noch viele weitere Berufungen, die mir viele weitere Möglichkeiten boten. Und das alles, bevor ich 30 war. Im Laufe der Jahre bekam ich durch immer neue und sich verändernde Aufgaben die Möglichkeit, mich selbst besser kennenzulernen, meine Fähigkeiten zu erweitern und Führung zu übernehmen. Und für mich war das immer normal. Für mich stellte sich nie die Frage, ob ich der Aufgabe gewachsen wäre. Ich tat sie einfach (zugegeben, manchmal auch mit einigem Murren und Klagen). Ich lernte, zuverlässig zu sein und auch große Aufgaben zu übernehmen. Feste zu planen, für dutzende Menschen zu kochen, Aufgaben zu delegieren und Events selbst zu organisieren. Erst als ich irgendwann im Berufsleben stand, merkte ich, dass dies gar nicht selbstverständlich war und viele Altersgenossen keine ähnlichen Erfahrungen gemacht hatten und sich oft vor ähnlichen Aufgaben drückten. Trotz der oft vielen Arbeit, sehe ich diese Möglichkeiten zu wachsen als großen Segen in meinem Leben an. Für mich gibt es auch nicht die eine Rolle der Frau in der Kirche. Natürlich weiß ich auch, dass es in der Kirche viel um Familie geht. Ums Heiraten. Ums Kinderkriegen. Ich kenne Aussagen von „früher&#8221;, in denen die Kirchenführer gesagt haben, dass eine Frau so viele Kinder wie möglich bekommen soll, dass der Priestertumsträger das Oberhaupt der Familie sein soll. Dass frau sich fügen soll. Manchmal begegne ich solchen Einstellungen und „Vorurteilen&#8221; auch in der Kirche noch. Nicht offiziell. Nicht durch den Bischof oder Pfahlpräsidenten. Meist sind das dann einzelne (und oft ältere) Mitglieder, die diese Meinungen vertreten und das Gefühl haben, sie mir kundtun zu müssen.  Ich bin aber dankbar dafür, dass ich einen deutlichen Unterschied zwischen offizieller Kirchenlehre und den persönlichen Meinungen &#8211; und Taten &#8211; der Mitglieder erkennen kann. Ich weiß, dass mein Himmlischer Vater wirklich möchte, dass mein Mann und ich eine gleichberechtigte Partnerschaft führen und Lösungen für uns finden, wie sie richtig sind. Und wenn das beispielsweise bedeutet, dass mein Mann Vollzeit unsere Kinder betreut, oder wir beide Vollzeit arbeiten und Karriere machen, dann dürfen wir diese Entscheidungen treffen. Der Himmlische Vater möchte, dass wir glücklich sind in unserem Leben.” (Lara) </p>



<h3 class="wp-block-heading">„Wir lernen voneinander und miteinander&#8221;</h3>



<p style="background-color:#cedeff" class="has-background wp-block-paragraph">„Wenn ich an die Frauenhilfsvereinigung denke, wird mein Herz ganz weit und warm. Ich liebe diese Gemeinschaft der Schwestern und bin sehr dankbar, ein Teil von ihr zu sein. Wir haben alle ein gemeinsames Ziel, das wir erreichen möchten, und wir können einander auf wunderbare Weise dabei unterstützen. Wir lernen voneinander und miteinander.&nbsp;Es macht keinen Unterschied, woher wir kommen, ob wir dieselbe Sprache sprechen, ob wir alt oder jung sind, verheiratet, unverheiratet, geschieden, verwitwet. Ich lerne in der FHV meine (Vor)Urteile mehr und mehr abzulegen und stärkere Liebe für die einzelnen Schwestern zu entwickeln, so wie Jesus Christus uns geliebt hat.” (Monika)</p>



<h2 class="wp-block-heading">In unserem Video zum 179. Jahrestag berichteten weitere Frauen, was ihnen die FHV bedeutet:</h2>



<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=542&#038;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FTreuimGlauben.de%2Fvideos%2F120122913351033%2F&#038;show_text=false&#038;width=948&#038;t=0" width="948" height="542" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe>



<h3 class="wp-block-heading">„Ich habe gelernt, dass wir uns alle wünschen in Zion zu leben, aber dass es noch so viel Menschliches gibt, was uns hindert, uns als Frauen und Mütter wertvoll zu fühlen.”</h3>



<p style="background-color:#fef9df" class="has-background wp-block-paragraph">„In den 1970er Jahren wurde die Rolle der Frau in Frage gestellt. Emanzipation und Antiautoritäre Erziehung veränderten das Leben. Das alles verunsicherte mich und da es mir an Weisheit fehlte, zwischen falsch und richtig zu unterscheiden, betete ich um eine Antwort. Die schickte mir der Herr durch 2 Missionarinnen, denen ich meine Tür und mein Herz öffnete. Sie belehrten mich über die göttliche Perspektive der Frau im ewigen Plan Gottes. So wurde in mir der Wunsch geweckt, Frauen kennenzulernen, die diesen Plan kannten und danach lebten.&nbsp;Die Missionarinnen luden mich auch ein, die Frauenhilfsvereinigung zu besuchen. Hier traf ich diese Frauen, die eine andere Emanzipation lebten, als die Welt sie verstand. Sie strahlten Offenheit, Freude, Zufriedenheit und Selbstbewusstsein aus. Ihr Glaube und ihre Treue zu Gott und Jesus Christus, ihr aktives Christsein, ihr Bestreben nach den Geboten Gottes zu leben, ihr Dienst am Nächsten und in der Kirche, ihre Gebete und Lektionen, weckten in mir den Wunsch, genauso leben zu wollen &#8211; als eine geliebte Tochter Gottes und als eine Frau und Mutter.&nbsp;Mit meiner Taufe erfüllte sich dieser Wunsch.&nbsp;Inzwischen sind viele Jahre vergangen, und wenn ich zurückschaue, bin ich erfüllt von Dankbarkeit. Denn ich habe so viel lernen dürfen. Ich fühle mich von Jesus Christus geliebt und gebraucht in meiner Rolle als Frau und Mutter, in meiner Familie und in seiner Kirche &#8211; durch das Besuchslehren, durch Belehrungen von wunderbaren Schwestern, Führern und Propheten, durch Aufgaben und Berufungen, durch meinen Patriarchalischen Segen und den Dienst im Tempel, aber auch durch das Lernen mit den Unvollkommenheiten Anderer und mit meinen eigenen umgehen zu können. Ich habe gelernt, dass wir uns alle wünschen in Zion zu leben, aber dass es noch so viel Menschliches gibt, was uns hindert, uns als Frauen und Mütter wertvoll zu fühlen.&nbsp;Alle Dinge in der Kirche, in unseren Familien und in unserem Lebensumfeld, die verletzen, traurig machen und den Selbstwert in Frage stellen und das Gefühl vermitteln, nicht gut genug zu sein und nicht dazuzugehören, sind nicht vom Herrn.&nbsp;Deshalb ist es wichtig, uns selbst und unser Handeln zu überprüfen. Keinen Anstoß zu nehmen, wenn wir uns verletzt fühlen. Loslassen und vergeben zu lernen. Nahe beim Herrn zu bleiben, damit wir uns durch die Umkehr und durch sein Sühnopfer geheiligt, gereinigt und in unserer Rolle als Frau wertvoll fühlen.&nbsp;Als ich im Jahr 1992, zur 150. Jahrfeier der Frauenhilfsvereinigung nach Salt Lake City eingeladen wurde, um stellvertretend für die Schwestern Europas eine Botschaft an die Schwestern der Welt senden zu dürfen, waren dies meine Worte: „In <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Moroni 7: 44 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm/moro/7.44?lang=deu" target="_blank">Moroni 7: 44</a> lesen wir, dass nur die Sanftmütigen und Demütigen vor Gott angenehm sind. Diese Aufforderung ist gerade in dieser Zeit für uns so wichtig, denn die Liebe beginnt zu erkalten. Wir alle spüren es. Viele verlieren auf dem Weg des Evangeliums die Orientierung, viele bleiben stehen oder laufen zurück. Wie wichtig ist dann jemand, der seine Hand ausstreckt, um durch Sanftmut und Nächstenliebe den Weg wieder neu zu finden.&nbsp;Es ist wichtig, einander an der Hand zu nehmen, aufeinander zu achten und zueinander zu sagen: „Du bist mir wichtig. Du bist ein Kind Gottes. Wir haben den gleichen Weg, lass ihn uns gemeinsam gehen.“ Der Herr möchte, dass wir einander dienen &#8211; nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Liebe, damit seine Liebe für uns alle, innerhalb und außerhalb der Kirche spürbar und lebendig wird und wir in einer großen Schwesternschaft stark sein können.” (Doris)</p>



<h3 class="wp-block-heading">Hier ein paar Eindrücke von Doris&#8217; Erlebnis zum 150. Jubiläum der Frauenhilfsvereinigung:</h3>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Doris-zum-150.-Jubiläum.jpg" alt="Zu sehen ist - auf der linken Seite -  ein original Dankesschreiben der Präsidentschaft der Frauenhilfsvereinigung (von 1992) an eine der eingeladenen Schwestern, die den europäischen Kontinent vertrat. Auf der rechten Seite ist eine Fotoaufnahme zu sehen, auf welcher 5 Frauen - jede stellvertretend für ihren Kontinent - gemeinsam mit Thomas S. Monson, zu der zeit ein Apostel, später Präsident der Kirche Jesu Christi." class="wp-image-13163" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Doris-zum-150.-Jubiläum.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Doris-zum-150.-Jubiläum-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Doris-zum-150.-Jubiläum-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Doris-zum-150.-Jubiläum-2.jpg" alt="Zu sehen sind Eindrücke einer Veranstaltung zum 150. Jubiläum der Frauenhilfsvereinigung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage." class="wp-image-13164" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Doris-zum-150.-Jubiläum-2.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Doris-zum-150.-Jubiläum-2-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Doris-zum-150.-Jubiläum-2-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading">„[I]ch [wurde] stets voller Achtung und Wertschätzung von den Brüdern im Priestertum unterstützt.”</h3>



<p style="background-color:#b6f6ff" class="has-background wp-block-paragraph">„Als Frauen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage sind wir in unserem Miteinander denselben Herausforderungen unterworfen, wie die Frauen außerhalb unserer Frauenorganisation. Doch was uns motiviert, an unseren Fehlern und Schwächen zu arbeiten, und was uns somit eint, ist unsere Liebe zu unserem Erlöser Jesus Christus und seinem Evangelium. Dies ist die Antriebsfeder liebevoll, gütig und vergebungsbereit zu sein &#8211; innerhalb und außerhalb unserer Gemeinschaft. Ich selbst bin seit 43 Jahren Mitglied der Kirche Jesu Christi. In dieser Zeit habe ich&nbsp; Wertschätzung, Liebe und Unterstützung erfahren, wie nirgendwo sonst.&nbsp;So konnte ich als junge Frau von 21 Jahren ohne jegliches Selbstwertgefühl mit Hilfe wunderbarer und herzensguter Frauen, die mich zum Teil immer noch begleiten, zu einer starken, selbstbewussten Frau heranreifen. Inzwischen habe ich in den verschiedensten Organisationen der Kirche gedient. Doch ruft mich unser Himmlischer Vater immer wieder zu den Frauen, um ihnen zu dienen. In diesen Zeiten als FHV-Präsidentin ist es mein höchstes Anliegen, den Schwestern zu dienen, und ihnen Zeugnis zu geben von unserem Erlöser Jesus Christus und seinem Evangelium, welches ich so sehr liebe. Dabei wurde ich stets voller Achtung und Wertschätzung von den Brüdern im Priestertum unterstützt.” (Heike)</p>



<h3 class="wp-block-heading">„[Die Frauenhilfsvereinigung] ist wirklich ein großes Liebeswerk.”</h3>



<p style="background-color:#fdc196" class="has-background wp-block-paragraph">„Wenn ich an die Frauenhilfsvereinigung denke, kommt mir sofort der Leitgedanke in den Sinn: „Die Liebe höret niemals auf&#8221;. Diese Organisation ist wirklich ein großes Liebeswerk. Der himmlische Vater hat sie durch den Propheten Joseph Smith offenbart. Für all seine „Töchter in seinem Reich&#8221;. Es ist ein Geben und Nehmen in geistigen wie in materiellen Angelegenheiten. Wir stärken uns geistig, können uns austauschen und gegenseitig helfen. Dies ist möglich durch die sonntäglichen Themen, gemeinsamen Aktivitäten und dem Betreuen unserer uns anvertrauten lieben Schwestern. Wir bauen unsere Freundschaften aus und umsorgen unsere Schwestern und vertiefen unsere Bereitschaft, die heiligen Bündnisse für alle Menschen zu ermöglichen. Das ist wunderbar. Wir haben nämlich ein gemeinsames Ziel: Dem Beispiel des Herrn Jesus Christus zu folgen und seine Hände auf dieser Erde zu sein. Dies führt uns zur schwesterlichen Liebe, stärkt unsere Familien und vor allem auch die eigene Freude, eine Frau zu sein.” (Heike S.)</p>



<h3 class="wp-block-heading">In diesem Video geben ein paar Jüngerinnen der heutigen Zeit Zeugnis vom Erlöser, Jesus Christus, und seinem Evangelium:</h3>



<iframe src="https://www.facebook.com/plugins/video.php?height=542&#038;href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FTreuimGlauben.de%2Fvideos%2F279040720373985%2F&#038;show_text=false&#038;width=948&#038;t=0" width="948" height="542" style="border:none;overflow:hidden" scrolling="no" frameborder="0" allowfullscreen="true" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; picture-in-picture; web-share" allowFullScreen="true"></iframe>



<h3 class="wp-block-heading">„FHV ist kein Platz, der fehlerfrei ist, sondern eine Wiese auf der wir lernen dürfen &#8211; miteinander lernen dürfen.”</h3>



<p style="background-color:#ebdefd" class="has-background wp-block-paragraph">„Ich bin ein Mitglied der Frauenhilfsvereinigung &#8211; einer die Welt umspannenden Organisation. Einer Frauenorganisation, die aufgerichtet ist auf dem Priestertum. Was bedeutet für mich FHV? Das bedeutet, mich mit Schwestern zu verbinden, Schwestern zu stärken, mich mit Schwestern am Sonntag zu treffen, sie zu lieben und sie zu umsorgen &#8211; das habe ich heute wieder erlebt. Ich bin in die Gemeinde gekommen und ich konnte viel geben. Ganz vielen Schwestern hat das, was ich geben konnte, etwas gebracht. Manche Sachen sind für mich schwer, die ich gebe und trotzdem sind sie ausreichend &#8211; sie beglücken ein Herz, sie helfen.&nbsp;Es ist in dieser Woche Krieg ausgebrochen und eine Schwester, die aus der Ukraine kommt, die hat eine Liste in unsere FHV &#8211; WhatsApp &#8211; Gruppe geschickt, mit Dingen, die dort benötigt werden. Jetzt gibt es die Möglichkeit, das in die Gemeinde zu bringen. Und eine Schwester, die überhaupt gar nicht viel hat, die ist mit einem Auto gekommen und hat viele Dinge gebracht &#8211; und das ist für mich Frauenhilfsvereinigung. Frauenhilfsvereinigung heißt aber auch, dass wir vielleicht diese Liste weiterschicken an andere und dadurch unsere Kraft vergrößern und der Vater im Himmel so Leid durch uns lindern kann und Gebete beantworten kann.&nbsp;FHV ist aber nicht nur Harmonie&#8230; Ich habe aber festgestellt, wenn ich mit Schwestern zum Tempel fahre, dass danach die Schwestern immer einig sind. Danach ist ein Band der Liebe und eine Verbindung zu verspüren, die sich nur an diesem Ort knüpfen lässt. FHV ist kein Platz, der fehlerfrei ist, sondern eine Wiese auf der wir lernen dürfen &#8211; miteinander lernen dürfen. Was ich als Herausforderung in der FHV empfinde, ist, die jungen Schwestern mit einzubeziehen &#8211; dass sie sich wohlfühlen, dass sie sich geliebt fühlen, dass sie sich angenommen fühlen, dass sie sich gesehen fühlen und dass sie sich auch abgeholt fühlen. Ich habe in der Zeit, in der ich in der Frauenhilfsvereinigung sein darf &#8211; das sind jetzt schon 31 Jahre &#8211; immer wieder festgestellt, dass in den Augen der jungen Schwestern die FHV eher etwas für ältere ist. Und die älteren sehen das nicht so. Und trotzdem ist es schwer für die jungen Schwestern, in der FHV anzukommen. Was kann man tun, in der FHV, um den jungen Schwestern noch mehr Liebe entgegenzubringen, noch mehr Verbindung zu ihnen aufzubauen? Ich glaube, dass das auch ganz wichtig ist.” (Martina)</p>



<h3 class="wp-block-heading">„Ich persönlich liebe es, eine Frau zu sein…wir sind als Kirche auf einem guten Weg, allen …vermitteln zu können, dass ihre Rolle in der Kirche einzigartig ist.”</h3>



<p style="background-color:#ffa6a6" class="has-background wp-block-paragraph">„Ich persönlich liebe es, eine Frau zu sein. Ich mag den weiblichen Körper und mag die Qualitäten, weich und hingebungsvoll zu sein, sanft und strahlend. Das sind für mich so ein bisschen typisch weibliche Qualitäten. Als typisch männliche Qualitäten sehe ich Energie und Kraft und Tatendrang, Stärke und Mut. Natürlich haben Männer und Frauen immer alle dieser Qualitäten, aber unterschiedlich ausgeprägt und es ist wunderbar zu sehen, wenn Männer und Frauen liebevoll und vergebungsbereit miteinander umgehen und Spaß und Freude miteinander haben und gemeinsam ihre Ideen verwirklichen. Ich bin sehr erstaunt über das Wunder, ein Kind auszutragen, es zu gebären und ihm danach durch bedingungslose Liebe ein Urvertrauen zu vermitteln. In diesen Bereichen kann man Gott so nahe sein. Ich finde, Männer und Frauen haben verschiedene Ausstrahlungen, und ich spüre bei Männern und Frauen ein unterschiedliches göttliches Wesen.&nbsp;Das kann in der Kirche gefördert werden, weil dieses Wissen um die unterschiedlichen Wesensqualitäten vorhanden ist. Aus den Lehren des Evangeliums kann ich entnehmen, dass Mann und Frau sich ergänzen dürfen. Im Celestialen Reich werde ich leben können, wenn ich eins bin mit meinem Seelenpartner. Auf dem Weg dorthin darf ich meine Weiblichkeit und meine geistigen Fähigkeiten weiter entwickeln. Dazu gehört, zu lernen, auf den Heiligen Geist zu hören, und da gehört es dazu, zu lernen, wie er sich anfühlt in meinen Gefühlen und Gedanken.&nbsp;Das wird einem oft nicht leicht gemacht. Viele Mitglieder betonen den Punkt „Gehorsam&#8221; und „Gebote halten&#8221; so übermäßig, dass man eher geneigt ist, kopfig an die Beziehung zu Gott ranzugehen anstatt offenen Herzens und Sinnes. Und ich sehe vermehrt Frauen darauf hinweisen, dass es im Evangelium um mehr geht als puren Gehorsam. Ich sehe, dass viele Frauen bewusst oder unbewusst immer wieder in die Richtung steuern, dass wir auf unser Gefühl und unsere Eingebungen hören sollen. Bei manchen sieht es so aus, dass sie überlastet sind mit allen Anforderungen und Berufungen in der Kirche und nicht mehr können. Dadurch wird eine Veränderung bewirkt im System. Aber es gibt auch bewusste Schwestern, die mit beständiger Liebe und Geduld andere Mitglieder, vor allem auch die Brüder in den leitenden Priestertumsberufungen, darauf aufmerksam machen, dass es in der Gemeinschaft der Kirche darum geht, zu lernen, auf den Heiligen Geist zu hören und sich als Gleichgestellte vor Gott zu lieben. Das soll natürlich nicht heißen, dass Männer das nicht auch können.&nbsp;Aber ich sehe unsere Brüder meist so, dass sie alles Angebotene leichter annehmen, ohne dass es sie belastet, aber auch ohne dass sie da sehr innige Erfahrungen machen. Das ist sehr klischeehaft gesprochen, aber ich denke eben, es ist durch viel Einfluß der Schwestern, dass Bewegung in der Gemeinschaft der Kirche stattfindet.&nbsp;Dann möchte ich noch einen Punkt ansprechen, der mir oft aufgefallen ist in meinen 43 Jahren Mitgliedschaft in der Kirche. Das Priestertum des Herrn Jesus Christus ist lebendig bei uns in der Kirche. Es ist die Kraft und Macht, in seinem Namen zu handeln, und in unserem Aufgabenbereich in der Kirche und im Leben Inspiration zu empfangen. Brüder haben Berufungen in den Ämtern des Priestertums inne. Wir Schwestern haben die Berufung, Mutter zu sein und tragen Berufungen in der Kirche, innerhalb derer wir Zugang zum Priestertum haben. Trotzdem habe ich oft erlebt, dass Brüder einem das Gefühl geben, man ist als Frau weniger wert, weil man das Priestertum nicht hat und „nur&#8221; eine Frau ist. Und ich beobachte andererseits viele Schwestern, die sich selbst genau in diese Rolle begeben, nämlich weniger wert zu sein, weil sie ja „nur&#8221; Frauen sind und das Priestertum nicht tragen und immer auf ihren Mann und die Führer der Kirche hören sollen. Und Führer der Kirche sind für sie nur die Brüder. Das ist traurig zu sehen. Aber ich denke, wir sind als Kirche auf einem guten Weg, allen Geschwistern, vor allem den Kindern und Jugendlichen, vermitteln zu können, dass ihre Rolle in der Kirche einzigartig ist und sie ihre Entscheidungsfreiheit nutzen sollen und dürfen, ihr Wesen zu leben und durch all ihre Eingebungen und Fähigkeiten die Gemeinschaft der Kirche zu stärken und dem göttlichen Zusammenleben immer ähnlicher zu machen. Dazu braucht man nicht emanzipiert werden und alles alleine machen wollen als Frau, sondern es geht als Bruder und Schwester nur darum, ihr ganz persönliches Wesen zu entfalten und sich auf diese Weise zu ergänzen, als Mann und Frau und als Geschwister der Gemeinde.&#8221; (Alexandra)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was für schöne Antworten. Wie mit allem im Evangelium Jesu Christi ist es mit der Frauenhilfsvereinigung und mit der Rolle, mit der wir uns als weibliche Mitglieder der Kirche Jesu Christi identifizieren, eine persönliche Erfahrung. Es gibt nicht den einen richtigen Weg für alle Frauen in der Kirche, nicht eine Rolle oder ein Bild, dem alle Frauen entsprechen. Auch in der Kirche müssen wir uns finden. Manchmal eckt man an, manchmal ist man mit geäußerten Meinungen uneinig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Himmlische Vater möchte, dass wir dieses Leben als Vorbereitungszeit nutzen, dass wir lernen, wachsen, dazulernen. Dafür benötigt es Menschen, die nicht perfekt sind; Gemeinschaft, die einen auch einmal herausfordert. Ohne wäre das Leben mir persönlich zu langweilig. Gerade in den vergangenen zwei Jahren, in denen es durch die Corona-Maßnahmen so viele Einschränkungen auch in der Kirche gab, habe ich oft gemerkt, wie mir die Frauenhilfsvereinigung, aber auch die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen fehlt. Umso dankbarer bin ich dafür, irgendwann zu völliger Normalität zurückkehren, an FHV-Unterrichten und FHV-Aktivitäten teilnehmen und mich in der Gemeinschaft von Frauen wohl fühlen zu können. Die Kirche wäre ohne die Frauenhilfsvereinigung wahrlich „nicht vollständig organisiert”.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du gerne mehr über die Frauenhilfsvereinigung oder die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erfahren möchtest, schreib uns gerne direkt im „Chat“ an. Wir freuen uns!</p>



<div class="wp-block-button aligncenter"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-vivid-cyan-blue-background-color" href="https://www.messenger.com/t/TreuimGlauben.de" style="color:#ffffff">CHAT</a></div>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Eliza-R.-Snow-und-Bathsheba-W.-Smith.jpg" alt="Zu sehen sind Eliza R. Snow, die zweite Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung und Bathsheba W. Smith, die vierte Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung." class="wp-image-13150" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Eliza-R.-Snow-und-Bathsheba-W.-Smith.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Eliza-R.-Snow-und-Bathsheba-W.-Smith-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Eliza-R.-Snow-und-Bathsheba-W.-Smith-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Zu sehen sind Eliza R. Snow (links), die zweite Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung und Bathsheba W. Smith (rechts), die vierte Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung.</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Das könnte dich auch interessieren:</h3>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/himmlische-mutter/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/sonstiges/tierwohl-klimaschutz-und-soziale-verantwortung/
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel zum 180. Geburtstag der Frauenhilfsvereinigung wurde von Kristina Vogt verfasst und am 17.03.2022 auf<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://mehrglaube.de/" target="_blank"> treuimglauben.de</a> veröffentlicht</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche:<a href="https://www.kommzuchristus.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"> kommzuchristus.org</a> und<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.churchofjesuschrist.org/?lang=eng" target="_blank"> kirche-jesu-christi.org</a>.</em></p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/180-jahre-frauenhilfsvereinigung/">180 Jahre Frauenhilfsvereinigung der Kirche Jesu Christi</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/180-jahre-frauenhilfsvereinigung/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die 16 wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage (Mormonen)</title>
		<link>https://mehrglaube.de/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2022 07:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Gottes Gebote]]></category>
		<category><![CDATA[Gebote]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=12838</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier findest du eine Liste der wichtigsten Regeln, an die sich Heilige der Letzten Tage halten sollen. Jede Regel wird ausführlich erklärt.</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/">Die 16 wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage (Mormonen)</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (<a href="https://www.spiegel.de/panorama/mormonen-wollen-nicht-mehr-mormonen-heissen-a-1224104.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">oft fälschlicherweise „Mormonen“ genannt</a>) befolgen eine ganze Menge an Regeln. Wahrscheinlich deutlich mehr als die Anhänger anderer Glaubensgemeinschaften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier findest du eine <strong>Liste der wichtigsten Regeln</strong>, an die sich „Mormonen“ halten sollen:</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>1. Kaffee, Tee, Tabak und Drogen sind verboten (das Wort der Weisheit)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das „Wort der Weisheit“ ist das Gesundheitsgesetz Gottes für die Mitglieder seiner Kirche. Es wurde dem Propheten <a href="https://mehrglaube.de/mythen-und-fakten/wer-ist-joseph-smith/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Joseph Smith</a> am 27. Februar 1833 offenbart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darin werden ein paar klare Verbote ausgesprochen: Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Tabak und Drogen aller Art sind tabu.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darüber hinaus werden die Heiligen der Letzten Tage dazu eingeladen, sich pflanzlich zu ernähren. Fleisch soll sparsam und nur in Zeiten der Not verzehrt werden. Hierbei handelt es sich jedoch um <strong>kein Gebot</strong>. Jedes Mitglied kann sich frei entscheiden, ob es dieser Einladung Gottes folgen möchte, oder nicht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/06/Mormonendiät.jpg" alt="Eine Vielzahl von Gemüsesorten liegt auf einem Tisch." class="wp-image-4135" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/06/Mormonendiät.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/06/Mormonendiät-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/06/Mormonendiät-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenzug verspricht Gott denjenigen, die das Wort der Weisheit halten, Gesundheit, Weisheit und „große Schätze der Erkenntnis“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/dc-testament/dc/89.18-21?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Lehre und Bündnisse 89: 18-21</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Unglaubliche daran:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wissenschaft hat erst knapp 150 Jahre nachdem das Wort der Weisheit offenbart wurde herausgefunden, dass die darin verbotenen Substanzen für den Menschen schädlich sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder anders ausgedrückt: Joseph Smith war seiner Zeit weit voraus.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Woher hätte er wissen können, dass Rauchen und übermäßiger Fleischkonsum für den Menschen schädlich sind?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die <a href="https://mehrglaube.de/sonstiges/tierwohl-klimaschutz-und-soziale-verantwortung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ökologischen und klimatischen Katastrophen</a>, denen sich die Menschheit nun infolge der industriellen Massentierhaltung gegenübersieht, hätten durch die globale Einhaltung dieser Regel verhindert werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich cool.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>2.</strong> <strong>Kein Sex vor der Ehe (Gesetz der Keuschheit)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Es scheint etwas aus der Zeit gefallen: <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/chastity/what-is-the-law-of-chastity?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Das Gesetz der Keuschheit</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine sexuellen Beziehungen vor der Ehe und völlige Treue zum Partner in der Ehe. Für viele Jahrhunderte war Keuschheit die moralische Norm. Mittlerweile ist sie die Ausnahme.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität.jpg" alt="Auf diesem Bild ist ein junges Paar zu sehen, welches gerade geheiratet hat und sich aneinanderschmiegt." class="wp-image-9371" srcset="https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2020/06/Umgang-mit-Sexualität-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi sollen keusch leben. Dazu gehört nicht nur der Verzicht auf vorehelichen Geschlechtsverkehr. Auch Petting und Selbstbefriedigung sollten unterlassen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://findechristus.org/2021/05/09/keuschheit-ein-gebot-gottes/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Warum?</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben ganz praktischen Gründen wie dem Schutz vor gefährlichen Krankheiten kann sexuelle Reinheit die Liebe zwischen Partnern verstärken. Man wird mit höherer Selbstbeherrschung und Selbstachtung gesegnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig wird durch das Gesetz der Keuschheit einer größeren Zahl von Gottes Geistkindern ermöglicht, in eine intakte Familie geboren zu werden, in der sich sowohl ein Vater als auch eine Mutter liebevoll um ihre Kinder kümmern.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>3. 10 Prozent des Einkommens wird der Kirche gespendet (Gesetz des Zehnten)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Entrichten des Zehnten ist ein uraltes Gesetz. Bereits Abraham gab dem Hohepriester Melchizedek den Zehnten von allem, was er besaß (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose14%2C18-20" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Genesis 14:18-20</a>).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das gespendete Geld wird von der Kirche für den Bau von<a aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.churchofjesuschrist.org/maps/meetinghouses/@23.151814,-48.404668,2" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> Gemeindehäusern</a> und <a href="https://mehrglaube.de/category/tempel/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Tempeln</a>, aber auch für die Missionsarbeit, zahlreiche Dienstleistungen und humanitäre Hilfe verwendet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: Es dient dem Aufbau des Reiches Gottes auf Erden.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="958" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2016/04/Mormonen-humanitäre-hilfe.png" alt="Wohlfahrtsprogramm der HLT Kirche" class="wp-image-1526" srcset="https://files.treuimglauben.de/2016/04/Mormonen-humanitäre-hilfe.png 958w, https://files.treuimglauben.de/2016/04/Mormonen-humanitäre-hilfe-300x170.png 300w, https://files.treuimglauben.de/2016/04/Mormonen-humanitäre-hilfe-768x435.png 768w" sizes="(max-width: 958px) 100vw, 958px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die &#8220;Mormon Helping Hands&#8221; leisten humanitäre Hilfe auf der ganzen Welt.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Verzicht auf so viel Geld verlangt von den Mitgliedern einen starken Glauben. Er wird aber auch reichlich belohnt:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Bringt den ganzen Zehnten ins Vorratshaus, damit in meinem Haus Nahrung vorhanden ist! Ja, stellt mich auf die Probe damit, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch dann nicht <strong>die Schleusen des Himmels öffne</strong> und <strong>Segen im Übermaß</strong> auf euch herabschütte.“ (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Maleachi3%2C10" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Maleachi 3:10</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Heilige der Letzten Tage sprechen vom Zehnten nicht als Last, sondern als Segen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>4. Den Sabbat heilighalten</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Was ist der Sabbat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Wort „Sabbat“ kommt von einem hebräischen Wort und bedeutet „Ruhe“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sabbat erinnert an den siebten Tag der Schöpfung, an dem Gott von seinem Werk ruhte. Der Sabbat ist jeder siebte Tag (typischerweise: Sonntag). Er ist heilig und wurde <strong>von Gott für uns</strong> eingerichtet, damit wir von unserer täglichen Arbeit ruhen und ihn anbeten können (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Markus2%2C27" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Markus 2:27</a>). </p>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Sabbatheiligung gehört für Heilige der Letzten Tage aber mehr als nur der sonntägliche Gang in die Kirche. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist, dass sich der Sabbat von den anderen Wochentagen unterscheidet. Die alltäglichen Arbeiten sollen ruhen; die Beziehung zu Gott gestärkt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei bleibt die genaue Ausgestaltung jedem Mitglied selbst überlassen.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Der Sabbat ist eine Wonne" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/Bj6ZXR6MQIY?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Heilige der Letzten Tage gehen am Sonntag nicht einkaufen. Sie trainieren häufig nicht für ihren Sport. Das Staubsaugen und Waschen der Wäsche findet unterhalb der Woche statt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">So bleibt Zeit für die Familie und für Gott.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>5. „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage <a href="https://mehrglaube.de/mythen-und-fakten/ein-anderer-jesus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sind Christen</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt: Sie verehren <strong>einen </strong>Gott.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie glauben an Gott Vater, seinen Sohn Jesus Christus und an den Heiligen Geist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber anders als andere christliche Glaubensgemeinschaften glauben Heilige der Letzten Tage <strong>nicht </strong>an die Trinität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Trinitätslehre (auch Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit) besagt, dass Gott Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist drei Manifestationen eines Gottes sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kirche Jesu Christi hingegen lehrt, dass es sich um drei eigenständige und voneinander getrennte Personen handelt. In ihrer Absicht und Lehre sind sie jedoch völlig eins. Zusammen bilden sie die <a href="https://mehrglaube.de/mythen-und-fakten/wer-sind-gott-jesus-christus-und-der-heilige-geist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Gottheit</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics/god-the-father?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Gott Vater</a> ist unser Schöpfer. Er ist der Vater unseres Geistes. Wir sind seine Kinder. Er ist unser Gott. Heilige der Letzten Tage beten nur zu ihm.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://mehrglaube.de/category/jesus-christus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Jesus Chri</a><a href="https://mehrglaube.de/category/jesus-christus/">stus</a> ist der Erstgeborene Gottes im Geist und der Einziggezeugte im Fleisch. Er ist buchstäblich der Sohn Gottes. Er ist unser Erlöser und Fürsprecher beim Vater. Nur durch sein Sühnopfer ist es uns möglich, Sünde und Tod zu überwinden. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/11/Christus-schaut-dich-an.jpg" alt="Ein Bild von Jesus Christus, der den Betrachter ansieht." class="wp-image-12032" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/11/Christus-schaut-dich-an.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/11/Christus-schaut-dich-an-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/11/Christus-schaut-dich-an-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://mehrglaube.de/eigene-beitrage/wer-ist-der-heilige-geist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Heilige Geist</a> ist das dritte Mitglied der Gottheit. Er gibt Zeugnis vom Vater und vom Sohn. Er bezeugt und offenbart Wahrheit. Gott kommuniziert mit seinen Kindern durch den Heiligen Geist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zur Lehre der Dreieinigkeit steht, findest du <a href="https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/mormonen-und-die-dreieinigkeit/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">hier</a> ausführlich erklärt. </p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>6. Kein Götzendienst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Oder anders ausgedrückt: Gott soll an erster Stelle stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die 10 Gebote gelten natürlich auch für Mitglieder der Kirche Jesu Christi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zweite davon lautet: „Du sollst dir kein Kultbild machen und keine Gestalt von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde. Du sollst dich nicht vor ihnen niederwerfen und ihnen nicht dienen.“ (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/5.Mose5%2C8-9" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Deuteronomium 5:8-9</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gebot bedeutet für Heilige der Letzten Tage nicht nur, dass außer Gott nichts und niemand angebetet werden darf. Es räumt ihm vielmehr eine Priorität in ihrem Leben ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie vor tausenden von Jahren können auch heute Gegenstände zu Götzen werden – sei es das Handy, die Kleidung oder das Auto.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140539234.jpg" alt="Eine junge Frau starrt auf ihr Handy" class="wp-image-12319" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140539234.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140539234-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140539234-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch (gute) Tätigkeiten: Sport, Musik und Kunst können einen solch hohen Stellenwert in unserem Leben einnehmen, dass sie Gott daraus verdrängen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Objekt und keine Tätigkeit soll für uns wichtiger sein als Gott.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>7. Gotteslästerung und Schimpfwörter vermeiden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage bemühen sich um eine saubere Sprache.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehört einerseits, dass der Name Gottes nur in angemessenen Kontexten und mit Ehrfurcht benutzt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beispiel: „Mein Gott!“ oder „Herr im Himmel!“ als Ausdruck von Wut und Ärgernis werden vermieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und andererseits verzichten sie – so gut sie können – auf Schimpfwörter jeder Art.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die christliche Nächstenliebe soll nicht nur in ihren Handlungen, sondern auch in ihrer Sprache zum Ausdruck kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>8. Vater und Mutter ehren</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gebot stammt aus alter Zeit. Es ist aber immer noch gültig.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Mutter-und-Tochter.jpg" alt="" class="wp-image-12908" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Mutter-und-Tochter.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Mutter-und-Tochter-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Mutter-und-Tochter-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/topics/family-proclamation?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Die Familie</a> steht im Zentrum von Gottes großem Plan für seine Kinder. Sie soll ein Ort des Lernens, der Zuflucht und der Freude sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer idealen Welt sollten Kinder ihrem Vater und ihrer Mutter immer gehorsam sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wir leben nicht in einer idealen Welt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Eltern machen Fehler. Viele Kinder wachsen in zerrütteten Familienverhältnissen auf. Manchmal fehlt schlichtweg ein Vater oder eine Mutter, die man ehren könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie soll dieses Gebot befolgt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antworten auf diese Frage sind so verschieden wie die Menschen, die sie stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ehren“ ist nicht gleichbedeutend mit „gehorchen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gehorsam kann falsch sein, wenn er dich von Gott entfernen würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel: Wenn deine Eltern dich auffordern, an ihrem Geburtstag Alkohol zu trinken, wäre es falsch, ihnen zu gehorchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie <strong>du</strong> deine Eltern ehren kannst, musst du selbst herausfinden. Vielleicht bedeutet es, dass du sie im Alter pflegst, ihnen Gesellschaft leistest oder einfach nur für sie betest.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage kümmern sich jedoch nicht nur um ihre lebenden Angehörigen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/07/Erste-Schwester-Missionare.jpg" alt="Zu sehen ist eine alte schwarz-Weiß-Aufnahme zweier Frauen aus dem 19. Jahrhundert." class="wp-image-4204" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/07/Erste-Schwester-Missionare.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/07/Erste-Schwester-Missionare-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/07/Erste-Schwester-Missionare-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Sie betreiben auch fleißig <strong>Genealogie</strong>. Oder anders ausgedrückt: Sie forschen nach ihren (verstorbenen) Ahnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/true-to-the-faith/family-history-work-and-genealogy?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Wieso tun sie das?</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem ein Vorfahre gefunden wurde, der das Evangelium zeitlebens nicht angenommen hat, kann ein Mitglied ihm im Nachhinein dabei helfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Mitglied kann die errettenden heiligen Handlungen (Taufe, Konfirmation, etc.) im <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/temples/why-latter-day-saints-build-temples?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Tempel</a> stellvertretend für den Verstorbenen empfangen. Dieser kann sich dann frei entscheiden, ob er sie annimmt, oder nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur durch diese heiligen Handlungen kann ein Mensch in der Gegenwart Gottes wohnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch ihren Dienst im Tempel ehren Heilige der Letzten Tage ihre Vorfahren und helfen ihnen dabei, Gott und Jesus Christus näher zu kommen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>9. „Du sollst nicht töten“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Mord ist die schlimmste Sünde, die ein Mensch begehen kann. Heilige der Letzten Tage verabscheuen Gewalt. Das menschliche Leben ist ihnen heilig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jesus wies in seiner Bergpredigt darauf hin, dass jegliche Form von Gewalt (physisch und verbal) eine Sünde ist (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us5%2C21-22" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Matthäus 5:21-22</a>). Deswegen bemühen sich Mitglieder der Kirche Jesu Christi Friedensstifter zu sein.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Die Bergpredigt: Das höhere Gesetz" width="800" height="450" src="https://www.youtube.com/embed/nIM8cUXzyws?wmode=transparent&amp;rel=0&amp;list=PLcpE078zN_gUSyrjC7DrtrH12Dqkivnsj" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Der Militär- oder Polizeidienst wird durch dieses Gebot nicht ausgeschlossen. Und auch das Recht, sich selbst und seine Familie im Notfall zu verteidigen, bleibt bestehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>10. Keinen Ehebruch begehen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Gebot ist bereits im Gesetz der Keuschheit inbegriffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nochmal: Heilige der Letzten Tage sind ihrem Ehepartner zu völliger Treue verpflichtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu gehört nicht nur keusches Handeln. Auch unsere Sprache und Gedanken sollen rein sein (vgl. <a href="https://www.bibleserver.com/EU/Matth%C3%A4us5%2C27-28" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Matthäus 5:27-28</a>).</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>11. Keine Lügen und Falschaussagen tätigen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Völlige Ehrlichkeit ist eine notwendige Bedingung für die Erlösung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage wollen Christus nachfolgen und Gott ähnlicher werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Gott wissen wir: „[D]u bist ein Gott der Wahrheit und kannst nicht lügen“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm/ether/3.12?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Ether 3:12)</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist auch unser Ziel.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2016/11/die-erste-Vision.jpg" alt="Ein Gemälde von Gott Vater und seinem Sohn Jesus Christus." class="wp-image-3051"/></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage sollen in Wort und Tat ehrlich sein. Sie sollen nicht lügen, betrügen oder stehlen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>12. „Du sollst nicht stehlen“</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Ziemlich selbsterklärend. Es gehört zum Gebot der Ehrlichkeit dazu.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>13. Neid vermeiden</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neid zerfrisst die Seele. Er macht unglücklich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neid macht es schwerer Nächstenliebe zu entwickeln und erhöht die Gefahr, andere Gebote zu brechen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neid kann zu Diebstahl, Ehebruch und sogar zu Mord führen. Er ist nicht selten das Resultat von „modernem Götzendienst“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders formuliert: Wenn materieller Besitz (Autos, Häuser, etc.) zur Priorität in unserem Leben werden und Gott verdrängen, ist Neid häufig die Folge.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neid ist eine Wurzel von Sünde und sollte daher vermieden werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Heilige der Letzten Tage bemühen sich, mit ihren Umständen und dem, was sie haben, zufrieden zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>14. Einmal im Monat für ungefähr 24 Stunden auf Essen und Trinken verzichten (Fasten)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Genauer gesagt: Heilige der Letzten Tage halten an einem Sonntag im Monat einen Fasttag. Dabei werden zwei aufeinanderfolgende Mahlzeiten ausgelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beispiel</strong>: Wenn das Fasten nach dem Abendessen am Samstag startet, wird bis zum Abendessen am Sonntag weder gegessen noch getrunken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausnahme: Menschen, die aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht so lange fasten können. Diese Menschen können – abhängig von ihren Umständen – die Zeit des Fastens verkürzen oder anstatt auf Essen und Trinken auf etwas anderes verzichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ziel: Fasten ist mehr als nur der Verzicht auf Nahrung. Es geht nicht darum zu hungern oder sich selbst zu quälen. Richtiges Fasten dient immer einem Zweck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Welchem? Das ist ganz individuell.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Wir können fasten, um Gott näher zu kommen. Wir können für uns selbst oder andere fasten; für Erkenntnis oder Hilfe, für Gesundheit oder für Trost.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kurz gesagt: Man kann für alles fasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Gebet ist dabei ein notwendiger Teil. <strong>Beten und Fasten gehen Hand in Hand</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch das Fasten können wir Glauben zeigen, unseren Geist stärken und unseren Gebeten mehr Kraft verleihen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Geld, das Mitglieder der Kirche Jesu Christi durch den Verzicht auf die zwei Mahlzeiten einsparen, spenden sie in Form des <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/true-to-the-faith/fasting-and-fast-offerings?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Fastopfers</a> an die Gemeinde. Der Bischof verteilt dieses Geld dann in Rücksprache mit dem Herrn an die Bedürftigen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2020/07/Bettlerin.jpg" alt="Zu sehen ist eine Bettlerin, die auf der Straße sitzt." class="wp-image-9474" srcset="https://files.treuimglauben.de/2020/07/Bettlerin.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2020/07/Bettlerin-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2020/07/Bettlerin-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fasten ist weniger eine lästige Pflicht als ein Hilfsmittel, um Gottes Segen in unser Leben zu bringen. Die Teilnahme am monatlichen Fasten ist freiwillig.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>15.</strong><strong>&nbsp; </strong><strong>Ein Ehrenamt in der Kirche übernehmen (Berufung)</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Hierbei handelt es sich um <strong>kein</strong> Gebot im eigentlichen Sinne.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das örtliche „Führungspersonal“ der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Bischof, Priester, etc.) wird nicht bezahlt. Es erfüllt ihre Ämter (Berufungen) freiwillig, ehrenamtlich und unentgeltlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dementsprechend könnten die Gemeinden ohne die bereitwillige Mitarbeit ihrer Mitglieder nicht existieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast jedes Mitglied übernimmt eine Rolle im komplexen Gemeindeleben. Die einen sind das Haupt, andere die Hände, wieder andere die Füße (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/1.Korinther12%2C12-30" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">1. Korinther 12:12-30</a>). Jeder ist wichtig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berufungen werden infolge göttlicher Inspiration ausgesprochen und sind zeitlich begrenzt. So kommt es zu einem kontinuierlichen Wechsel in der Gemeindestruktur und für die Mitglieder zu immer neuen Gelegenheiten zu lernen.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>16. Missionsdienst</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Internet kursieren viele falsche Informationen zu diesem Thema.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Falsch ist</strong>: Jedes Mitglied muss für zwei Jahre auf eine Vollzeitmission in einem fremden Land. Das stimmt nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Richtig ist</strong>: Jeder junge Mann, der körperlich und geistig dazu in der Lage ist, hat die Pflicht, im Dialog mit Gott zu entscheiden, ob er eine Vollzeitmission erfüllen wird. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Missionare.jpg" alt="Zu sehen sind zwei Missionare der Kirche Jesu Christi. Sie begrüßen freundlich einen Mann." class="wp-image-12930" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/03/Missionare.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Missionare-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/03/Missionare-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Missionare der Kirche Jesu Christi sind an Kleidung und Namensschildern gut zu erkennen.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Männer müssen nicht auf Mission gehen. Niemand in der Kirche zwingt sie dazu. Aber insofern Gott ihnen nicht das Gegenteil mitteilt, ist es ihre Pflicht, ihm für zwei Jahre in dieser besonderen Weise zu dienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deswegen gibt es so viele “Elders”, die das Evangelium für zwei Jahre verkünden. Oft in anderen Länden &#8211; je nachdem, wohin sie entsandt werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten von ihnen erfüllen ihre Mission im Alter von 18 bis 20 Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Junge Frauen können sich – wieder in Absprache mit Gott – dazu entscheiden, eine Vollzeitmission zu erfüllen. Sie stehen jedoch nicht in der Pflicht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/06/Sister-Missionaries.jpg" alt="Zwei weibliche Missionarinnen der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage." class="wp-image-4060" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/06/Sister-Missionaries.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/06/Sister-Missionaries-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/06/Sister-Missionaries-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Junge Männer und Frauen, die (aus welchen Gründen auch immer) keine Verkündigungsmission antreten können, dem Herrn aber dennoch dienen wollen, haben die Möglichkeit, eine <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/service-missionary/a-service-mission?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Service-Mission</a> zu erfüllen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihren Auftrag beschreiben Service-Missionare wie folgt: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">“Unser Auftrag besteht darin, anderen zu helfen, zu Christus zu kommen, indem wir ihnen so dienen, wie es der Erretter tun würde. Wir übernehmen ehrenamtlich Aufgaben in karitativen Einrichtungen, in der Kirche und im Gemeinwesen. Im Namen des Herrn dienen wir dem Einzelnen genau so, wie er es tat &#8211; liebevoll und gütig.”</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nicht nur junge Mitglieder können einen Missionsdienst leisten: Zusätzlich zu den jungen Missionaren, gibt es auch Missionarsehepaare.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihre primäre Aufgabe ist es nicht, an Türen zu klopfen oder Leute in der Fußgängerzone anzusprechen. Sie stehen den zum Teil noch sehr jungen Missionaren mit Rat und Tat zur Seite, kümmern sich um ihr Wohl und übernehmen administrative Aufgaben. Diese Ehepaare erfüllen ihren Dienst aus zeitlichen Gründen meist erst nach ihrem Renteneintritt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleichzeitig ist jedes Mitglied ein Missionar – oder sollte es sein. Dafür müssen sie nicht extra auf Mission gehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach seiner Auferstehung forderte Jesus seine Jünger auf:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Geht hinaus in die ganze Welt und verkündigt das Evangelium der ganzen Schöpfung!“ (<a aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bibleserver.com/EU/Markus16%2C15" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Markus 16:15</a>)</p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Auftrag versuchen Heilige der Letzten Tage zu erfüllen &#8211; ob auf Vollzeitmission oder im Alltag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht, um anderen auf die Nerven zu gehen – sondern um die Freude zu teilen, die sie in ihrem Leben gefunden haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Mitglieder der Kirche Jesu Christi folgen treu dem Motto:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Predige das Evangelium jeder Zeit, und wenn nötig, mit Worten“ </p>
<cite>Franz von Assisi</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity is-style-wide"/>



<p class="wp-block-paragraph">Das waren die 16 wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie gelten sowohl für Männer, als auch für Frauen innerhalb der Kirche Jesu Christi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regeln in dieser Liste sind <strong>nicht</strong> nach ihrer Wichtigkeit sortiert!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wahrscheinlich könnte man noch weitere hinzufügen: Natürlich soll jeder Heilige der Letzten Tage seinen Nächsten lieben, ihm dienen und den Tempel regelmäßig besuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Nachfolger Jesu Christi gibt es unzählige Dinge zu beachten. Man ist ständig und in jedem Aspekt des Lebens um Fortschritt bemüht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Joseph Smith hat das Streben der Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage treffend zusammengefasst:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir glauben, dass es recht ist, ehrlich, treu, keusch, gütig und tugendhaft zu sein und allen Menschen Gutes zu tun; ja, wir können sagen, dass wir der Ermahnung des Paulus folgen – wir glauben alles, wir hoffen alles, wir haben viel ertragen und hoffen, alles ertragen zu können. Wenn es etwas Tugendhaftes oder Liebenswertes gibt, wenn etwas guten Klang hat oder lobenswert ist, so trachten wir danach.“ </p>
<cite><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/pgp/a-of-f/1.13?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">13. Glaubensartikel</a></cite></blockquote>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2015/08/Joseph-Smith-der-Prophet.jpg" alt="Ein Portrait des Propheten Joseph Smith." class="wp-image-4349" srcset="https://files.treuimglauben.de/2015/08/Joseph-Smith-der-Prophet.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2015/08/Joseph-Smith-der-Prophet-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2015/08/Joseph-Smith-der-Prophet-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption class="wp-element-caption">Joseph Smith</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Gottes Gebote machen frei</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich weiß: Die schiere Menge an Regeln und Geboten schüchtert ein. Sie wirkt beengend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch so schwer es auch zu glauben ist – die Gebote Gottes schränken nicht ein. Sie helfen dabei, unsere Freiheit zu schützen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Gebote dienen explizit dazu, uns vor einer Sucht zu bewahren (z.B. das Wort der Weisheit). Bei einer Sucht ist unsere Freiheit eingeschränkt, weil wir nicht anders können, als eine bestimmte Sache zu konsumieren oder zu tun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber alle Gebote schützen uns vor Sünde. Sünde hat zur Folge, dass wir nicht in die Gegenwart Gottes zurückkehren können. Sie führt dazu, dass uns spätestens nach dem Tod bestimmte Handlungsoptionen unzugänglich werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders ausgedrückt: Weil nichts Unreines in Gottes Gegenwart leben kann, nimmt Sünde uns die Option, in seinem Reich zu leben und dort auf ewig Fortschritt zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es lohnt sich also Gottes Gebote zu halten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2017/03/Rat-im-Himmel.jpg" alt="Ein Gemälde, das Gottes Geistkinder um seinen Thron stehend zeigt." class="wp-image-3665" srcset="https://files.treuimglauben.de/2017/03/Rat-im-Himmel.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2017/03/Rat-im-Himmel-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2017/03/Rat-im-Himmel-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Und trotzdem muss und kann sich jeder (auch jedes Mitglied der Kirche Jesu Christi) frei entscheiden, ob und welche Gebote er oder sie befolgen möchte. Wir müssen unsere persönliche Entscheidung irgendwann vor Gott verantworten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du wirst viele Heilige der Letzten Tage finden, die nicht jede dieser Regeln perfekt befolgen. Manche wollen nicht. Andere wollen, aber können nicht – noch nicht. Wir alle müssen diesem langen Weg folgen: Versuchen – Scheitern – Umkehren. Bis wir unser Ziel irgendwann erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hast du eine Frage zu den Regeln der „Mormonen“? Dann drück jetzt auf „Chat“ und stell sie mir persönlich. Ich freue mich!</p>



<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-background-color has-text-color has-background wp-element-button" href="https://www.messenger.com/t/TreuimGlauben.de" style="color:#ffffff">Chat</a></div>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Über den Autor:</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Urs Wrenger ist ein Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Er machte seinen Abschluss in Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er versucht, die Philosophie als konstruktive Disziplin in der Gesellschaft zu reetablieren und auch für religiöse Themen produktiv zu machen. Wenn Urs nicht gerade liest, geht er wandern, fährt Fahrrad oder genießt Rock ‘n’ Roll aus den 60er- bis 90er-Jahren.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das könnte dich auch interessieren:</h3>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mehrglaube-de wp-block-embed-mehrglaube-de is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/was-glauben-heilige-der-letzten-tage/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-mehrglaube-de wp-block-embed-mehrglaube-de is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/glaubensgrundsaetze/der-name-der-kirche-einfach-erklaert/
</div></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel über die wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage wurde von Urs Wrenger verfasst und am 02.03.2022 auf<a aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://mehrglaube.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> treuimglauben.de</a> veröffentlicht</em>.<br /></p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/">Die 16 wichtigsten Regeln für Heilige der Letzten Tage (Mormonen)</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/regeln-fuer-heilige-der-letzten-tage/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>14</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Haben wir eine himmlische Mutter? Eine klare Antwort</title>
		<link>https://mehrglaube.de/himmlische-mutter/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/himmlische-mutter/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Feb 2022 09:57:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Ewige Ehe & Familie]]></category>
		<category><![CDATA[göttliche mutter]]></category>
		<category><![CDATA[himmlische eltern]]></category>
		<category><![CDATA[himmlische mutter]]></category>
		<category><![CDATA[mutter im himmel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=12753</guid>

					<description><![CDATA[<p>Hier findest du heraus, ob wir eine himmlische Mutter haben und alles, was wir über sie wissen. Zitate von Propheten und aus der Bibel inklusive.</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/himmlische-mutter/">Haben wir eine himmlische Mutter? Eine klare Antwort</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Das wichtigste vorweg: <strong>Ja, wir haben eine himmlische Mutter</strong>. Und in diesem Beitrag möchte ich dir erklären, wieso ich das glaube…</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ich weiß: Wenn man zum ersten Mal hört, dass die Mitglieder der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (<a href="https://www.spiegel.de/panorama/mormonen-wollen-nicht-mehr-mormonen-heissen-a-1224104.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">fälschlicherweise bekannt als LDS-Kirche, HLT-Kirche oder Mormonen</a>) an eine Mutter im Himmel glauben, ist man zunächst ziemlich überrascht. Und das zurecht:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine andere christliche Kirche hat eine vergleichbare Lehre.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Glaube an eine göttliche Mutter widerspricht wahrscheinlich vielem von dem, was du bisher gehört oder geglaubt hast. Es ist daher vollkommen normal, wenn du dich damit schwertust, diese Lehre zu akzeptieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei gibt es gute Gründe, an ihre Existenz zu glauben.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Du möchtest wissen, welche? Dann bleib dran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was wissen wir eigentlich über unsere Mutter im Himmel? Und was wissen wir nicht?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Was wissen wir über unsere himmlische Mutter?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die ehrliche Antwort: nicht viel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen, dass es sie gibt. Und wir wissen, dass sie mit Gott Vater verheiratet ist. Das war’s eigentlich auch schon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was wissen wir nicht? Nun ja, alles andere. Wir wissen nicht, wie sie aussieht. Wir wissen nicht, welchen Einfluss sie auf unser Leben nimmt. Wir wissen noch nicht einmal, wieso wir so wenig über sie wissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich schade.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber jetzt fragst du dich bestimmt: Woher wissen wir die wenigen Dinge, die wir wissen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">1. &nbsp; &nbsp; Durch Propheten und Aposteln</p>



<p class="wp-block-paragraph">2. &nbsp; &nbsp; Durch logische Schlussfolgerungen</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Glaube an eine himmlische Mutter existiert in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage etwa seit 1840. Er geht auf Lehren des Propheten <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics/joseph-smith?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Joseph Smith</a> zurück.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2015/06/Joseph-Smith2.jpg" alt="Der Prophet Joseph Smith" class="wp-image-4160" srcset="https://files.treuimglauben.de/2015/06/Joseph-Smith2.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2015/06/Joseph-Smith2-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2015/06/Joseph-Smith2-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Joseph Smith</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Seither wurde unsere göttliche Mutter immer mal wieder in Predigten (wir würden sagen: Ansprachen) von nachfolgenden Propheten und Aposteln erwähnt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <strong>Liste der wichtigsten Zitate</strong> und weiteres <strong>Informationsmaterial</strong> findest du am Ende dieses Beitrags.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch zurück zum Thema:</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Warum die Lehre von einer Mutter im Himmel Sinn macht</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abgesehen von den Worten der Propheten – denen man glauben kann oder nicht – macht diese Lehre einfach Sinn. Sie ist eine natürliche Konsequenz fundamentaler Lehren des Evangeliums Jesu Christi.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder anders ausgedrückt: Wenn du an die Schöpfungsgeschichte, die Umkehr und das göttliche Potential der Menschen glaubst, wird es schwer, nicht auch an eine göttliche Schöpferin zu glauben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, es fühlt sich ungewohnt und ein bisschen komisch an, von einer weiblichen Göttin an der Seite unseres bereits bekannten (männlichen) Gottes zu sprechen. Und warum? Weil es kaum jemand macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber denk mal über Folgendes nach:</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Hinweise auf eine göttliche Mutter in der Bibel</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schöpfungsgeschichte steht: „Dann sprach Gott: Laßt uns Menschen machen als unser Abbild, uns ähnlich. […] Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie.“ (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/1.Mose1%2C26-27" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Genesis 1:26,27</a>)</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett-.jpg" alt="Adam und Eva wandeln Hand in Hand durch den Garten Eden" class="wp-image-12770" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett-.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett--300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Adam-and-Eve-Lowell-Bruce-Bennett--768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /><figcaption>Art: &#8220;Adam and Eve&#8221; by Lowell Bruce Bennett </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Frage stellt sich sofort: Zu wem spricht Gott hier?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das hebräische Wort <em>Elohim</em>, das in diesen Versen mit <em>Gott</em> übersetzt wird, steht eigentlich im Plural. Es sind mindestens zwei Götter, die den Menschen als ihr Abbild erschaffen. Das würde auch erklären, welche Gruppe hier mit „uns“ angeredet wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch was kommt wohl dabei heraus, wenn eine Gruppe von Männern den Menschen nach ihrem Abbild schafft? Richtig: ein Mann. Nach welchem Abbild wurde dann die Frau geschaffen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine plausible Antwort: Eine Frau war beim Schöpfungsakt beteiligt.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die Lehre von einer Mutter im Himmel folgt aus einfachen Glaubensgrundsätzen</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor es zu den Zitaten von Propheten geht, möchte ich noch kurz einen Gedanken ausführen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du von unserem Glauben an eine Mutter im Himmel gehört hast, musst du dich ziemlich intensiv mit den Lehren der <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Kirche Jesu Christi</a> auseinandergesetzt haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht informierst du dich gerade über unsere Kirche, weil viele andere ihrer Lehren deine eigenen Überzeugungen widerspiegeln. Vielleicht liest du gerade das <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/topics/book-of-mormon?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Buch Mormon</a>, um herauszufinden, ob es wahr ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder du bist bereits davon überzeugt, dass die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage Gottes wahre Kirche auf Erden ist und wurdest von der Lehre einer himmlischen Mutter einfach überrumpelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn dem so ist, dann wird dir folgender Gedanke wahrscheinlich helfen:</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alle</strong> Menschen (Mann und Frau) sind Kinder Gottes. Christus ist für uns alle gestorben. Durch sein Sühnopfer kann jeder Mensch in Gottes Gegenwart zurückkehren, wenn er umkehrt und die Gebote hält.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diesen Teil glaubst du bestimmt schon.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Jesus-Christus-am-Kreuz.jpg" alt="Jesus hängt am Kreuz und vollbringt das Sühnopfer" class="wp-image-12771" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Jesus-Christus-am-Kreuz.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Jesus-Christus-am-Kreuz-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Jesus-Christus-am-Kreuz-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aber hier ist das Beste daran: Das Sühnopfer ist ewig. Es kann uns auf ewig helfen, unsere Schwächen und Fehler zu überwinden – auch nach dem Tod.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch diesen endlosen Prozess der Verbesserung können wir irgendwann perfekt werden (wie Gott). Und wenn wir diesen Weg nicht allein beschreiten, sondern zusammen mit einem Ehepartner, dann ist für uns sogar noch mehr drin: Wir können buchstäblich wie unsere himmlischen Eltern werden (wir nennen das „Erhöhung“).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ja, ich weiß. Auch das klingt komisch. Aber die Chancen stehen gut, dass du davon bereits gehört hast.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Gott könnte ohne eine Frau nicht Gott sein</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wir glauben, dass die Gesetze der Erhöhung ewig sind. Sie gelten für jeden immer und überall.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das heißt: Auch Gott könnte ohne eine bessere Hälfte an seiner Seite nicht Gott sein. Er ist mit einer wunderbaren Frau verheiratet, die dieselben göttlichen Eigenschaften hat wie er. Zusammen haben sie uns als ihre (Geist-)Kinder erschaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie haben unserer Seele einen geistigen Körper gegeben. So wie unsere irdischen Eltern uns einen physischen Körper gegeben haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich finde den Gedanken, dass ich im Himmel nicht nur einen liebenden Vater, sondern auch eine liebevolle Mutter habe, sehr tröstend. Für mich macht es Sinn, dass die irdische Einheit zwischen Mann und Frau in der Ehe einem göttlichen Vorbild folgt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Mutter-hebt-Sohn-gen-Himmel.jpg" alt="Eine Mutter hält ihr Baby in die Luft" class="wp-image-12772" srcset="https://files.treuimglauben.de/2022/02/Mutter-hebt-Sohn-gen-Himmel.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Mutter-hebt-Sohn-gen-Himmel-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2022/02/Mutter-hebt-Sohn-gen-Himmel-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, auch dir ist die Lehre von einer himmlischen Mutter jetzt nicht mehr ganz so fremd.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schreib mir gleich in den Kommentaren, ob ich deine Fragen (und Einwände) beantworten konnte oder drücke jetzt auf &#8220;Chat mit mir&#8221; und schreibe mir persönlich. Ich bin gespannt!</p>



<div class="wp-block-button aligncenter"><a class="wp-block-button__link has-text-color has-background has-vivid-cyan-blue-background-color" href="https://www.messenger.com/t/TreuimGlauben.de" style="color:#ffffff">Chat mit mir</a></div>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zitate:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Erklärung der ersten Präsidentschaft der Kirche (1909): „Alle Männer und Frauen sind das Ebenbild des Vaters und der Mutter aller und buchstäblich die Söhne und Töchter dieser Gottheit.“ („The Origin of Man“, <em>Improvement Era</em> 13, Nr. 1, November 1909, Seite 78)</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Jeder Mensch ist ein geliebter Geistsohn oder eine geliebte Geisttochter himmlischer Eltern und hat dadurch ein göttliches Wesen und eine göttliche Bestimmung.“ (Die Familie – eine Proklamation an die Welt)</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind Teil eines göttlichen Plans himmlischer Eltern, die uns lieben“ (M. Russell Ballard, <em>When Thou Art Converted: Continuing Our Search for Happiness</em>, Salt Lake City, Deseret Book, 2001, Seite 62)</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir vergessen, dass wir einen himmlischen Vater und eine himmlische Mutter haben, die wohl noch besorgter um uns sind als unser irdischer Vater und unsere irdische Mutter. Auch vergessen wir, dass Einflüsse aus dem Jenseits unablässig bemüht sind, uns zu helfen, wenn wir alles tun, wozu wir imstande sind.“ (Harold B. Lee, „The Influence and Responsibility of Women“, <em>Relief Society Magazine</em> 51, Nr. 2, Februar 1964, Seite 85)</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dass wir nicht zu unserer Mutter im Himmel beten, bedeutet nicht, dass wir sie in irgendeiner Weise herabsetzen oder abwerten.“ (Gordon B. Hinckley, „Töchter Gottes“, <em>Der Stern</em>, Januar 1992, Seite 94)</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Am Anfang unserer Theologie stehen himmlische Eltern. Unser höchstes Streben ist, ihnen gleich zu sein.“ (Dallin H. Oaks, „Der Abfall vom Glauben und die Wiederherstellung“, <em>Ensign</em>, Mai 1995, Seite 84)</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Gott ist Ihr Vater. Er liebt Sie. Er und Ihre Mutter im Himmel schätzen Sie über alle Maßen wert. Sie gaben Ihrer unsterblichen Intelligenz eine geistliche Form, wie auch Ihre irdische Mutter und Vater Ihnen einen sterblichen Körper gaben. Sie sind einzigartig. Aus ewiger Intelligenz geschaffen haben Sie die Möglichkeit auf ewiges Leben.” (Im englischen Original: &#8220;God is your Father. He loves you. He and your Mother in Heaven value you beyond any measure. They gave your eternal intelligence spirit form, just as your earthly mother and father have given you a mortal body. You are unique. One of a kind, made of the eternal intelligence which gives you claim upon eternal life.&#8221; (Spencer W. Kimball, “<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/general-conference/1978/10/privileges-and-responsibilities-of-sisters?lang=eng" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">Privileges and Responsibilities of Sisters</a>,” <em>Ensign,</em> Nov. 1978, Seite 105)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gedicht von Eliza R. Snow: „Sind im Himmel Eltern einzeln? / Die Vernunft weist solches fort. / Wahrheit ist Vernunft – ewig spricht sie: / ‚Du hast eine Mutter dort!‘“ („My Father in Heaven“ in „Poetry, for the Times and Seasons“, <em>Times and Seasons</em> 6, 15. November 1845, Seite 1039)</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Zusatzmaterial:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Abhandlungen zu Evangeliumsthemen: Mutter im Himmel <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics-essays/mother-in-heaven?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics-essays/mother-in-heaven?lang=deu</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Abhandlungen zu Evangeliumsthemen: Wie Gott werden <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics-essays/becoming-like-god?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">https://www.churchofjesuschrist.org/study/manual/gospel-topics-essays/becoming-like-god?lang=deu</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinweis auf unsere himmlische Mutter im Buch Mormon:                <a href="https://mehrglaube.de/ewige-ehe-ewige-familie/ueberraschende-bezugnahme-auf-die-himmlische-mutter-im-buch-mormon/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">https://mehrglaube.de/ewige-ehe-ewige-familie/ueberraschende-bezugnahme-auf-die-himmlische-mutter-im-buch-mormon/</a><br></p>



<hr class="wp-block-separator" />



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Über den Autor:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Urs Wrenger machte seinen Abschluss in Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er versucht, die Philosophie als konstruktive Disziplin in der Gesellschaft zu reetablieren und auch für religiöse Themen produktiv zu machen. Wenn Urs nicht gerade liest, geht er wandern, fährt Fahrrad oder genießt Rock ‘n’ Roll aus den 60er- bis 90er-Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel über unsere himmlische Mutter wurde von Urs Wrenger verfasst und am 16.02.2022 auf<a href="https://mehrglaube.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"> treuimglauben.de</a> veröffentlicht</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche:<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.kommzuchristus.org/" target="_blank"> kommzuchristus.org</a> und<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/?lang=deu" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"> kirche-jesu-christi.org</a>.</em></p>



<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading">Was dich noch interessieren könnte:</h3>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/ist-glaube-an-gott-rational/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/jesus-christus/13-gruende-warum-wir-fuer-das-suehnopfer-jesu-christi-dankbar-sein-koennen/
</div></figure>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/himmlische-mutter/">Haben wir eine himmlische Mutter? Eine klare Antwort</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/himmlische-mutter/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>4</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie wir Weihnachten (wieder) Christus weihen können</title>
		<link>https://mehrglaube.de/wie-wir-weihnachten-christus-weihen-koennen/</link>
					<comments>https://mehrglaube.de/wie-wir-weihnachten-christus-weihen-koennen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Urs]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Dec 2021 08:43:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Eigene Beiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Jesus Christus]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Christkind]]></category>
		<category><![CDATA[Jesu Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten und Ostern]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://mehrglaube.de/?p=12291</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie kann ich es schaffen, mich in der Weihnachtszeit auf Christus zu konzentrieren? Weihnachten steht vor der Tür. Draußen ist es kalt – drinnen läuft die Heizung. Draußen ist es dunkel – drinnen leuchtet fröhlich der Weihnachtsbaum. Doch was feiert man an Weihnachten eigentlich? Für Christen eine vermeintlich leichte Frage; doch draußen in der Welt [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/wie-wir-weihnachten-christus-weihen-koennen/">Wie wir Weihnachten (wieder) Christus weihen können</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading"><em>Wie kann ich es schaffen, mich in der Weihnachtszeit auf Christus zu konzentrieren?</em></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Weihnachten steht vor der Tür. Draußen ist es kalt – drinnen läuft die Heizung. Draußen ist es dunkel – drinnen leuchtet fröhlich der Weihnachtsbaum. Doch was feiert man an Weihnachten eigentlich? Für Christen eine vermeintlich leichte Frage; doch draußen in der Welt hat man die Antwort mancherorts scheinbar vergessen. Wird die Geburt Jesu gefeiert? Oder der Weihnachtsmann? Was lag damals eigentlich in der Krippe? Das Christkind – oder vielleicht doch ein Geschenk? Geht es an Weihnachten um Liebe und Hoffnung? Oder um Konsum?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeit der Liebe und Besinnlichkeit ist in der Realität häufig das Gegenteil. In den Geschäften geht es kurz vor Weihnachten meist alles andere als besinnlich zu. Jedenfalls hört man es so aus den Medien und in Gesprächen mit Bekannten. Ich selbst versuche jedoch, den Gang in die heiligen Hallen des Konsums um jeden Preis zu meiden – und kann daher nur wenig aus eigener Erfahrung darüber sagen. Aber wenn es stimmt, was man hört, dann füllen Stress und Zeitdruck die Herzen der Menschen, sodass meist nur wenig Raum für Liebe und Geduld bleibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was würde der Fürst des Friedens wohl über die vielen Menschen in den Schlangen vor den Supermarktkassen und in den Autos im Stau denken, die ihren Vordermann nur als Hindernis auf dem Weg nach Hause – und <em>nicht</em> als ihren Nächsten – wahrnehmen und für diesen nicht mehr übrig haben als ein paar üble Gedanken und lieblos ausgesprochene Worte?</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140140456.jpg" alt="" class="wp-image-12314" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140140456.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140140456-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140140456-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, wir könnten uns schnell darauf einigen, dass unser Weihnachten häufig nicht das ist, was es sein sollte. Wir alle wissen, dass es um Menschen gehen sollte – nicht um Dinge. Dass unsere Zeit mit und im Dienst von unserem Nächsten den wahren Wert dieser besonderen Festtage bestimmt – und nicht das Preisschild an unseren Geschenken. Und eigentlich haben wir auch alle den Wunsch, Christus in den Mittelpunkt unserer Weihnacht zu stellen. Wir sehnen uns nach Ruhe, nach Geborgenheit und einer wahrhaft <em>heiligen</em> Nacht. Doch wie können wir es schaffen, uns inmitten von Trubel und Lärm auf Christus zu konzentrieren? Darum geht es hier.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zur Ruhe kommen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wer viel auf der A40 durchs Ruhrgebiet unterwegs ist, der hat vielleicht schon einmal den wunderbaren Ratschlag „Komm zur Ruhr“ an einer Brückenunterführung gelesen. (Die Ruhr ist ein 219 Kilometer langer Fluss, der sich durch das südliche Ruhrgebiet schlängelt und diesem seinen Namen gibt.) Unser modernes Leben zeichnet sich durch Hektik aus. Obwohl unsere Arbeitstage, historisch betrachtet, immer kürzer werden, haben wir gefühlt immer weniger Zeit. Deswegen ist es so wichtig, dass wir an Weihnachten innerlich zur Ruhe kommen und unser Leben nicht noch weiter beschleunigen. Ein Spaziergang entlang der Ruhr könnte dabei tatsächlich helfen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140329828.jpg" alt="" class="wp-image-12315" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140329828.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140329828-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140329828-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dem Alten Testament wissen wir, dass der Geist Gottes nicht mit einer Stimme des Donners, sondern mit einem leisen Flüstern zu uns spricht (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/1.K%C3%B6nige19%2C12">1. Könige 19:12</a>,<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Hiob26%2C14"> Hiob 26:14</a>). Wenn es <em>um </em>uns und <em>in </em>uns laut und chaotisch ist, werden wir die leisen Einflüsterungen des Heiligen Geistes nicht vernehmen können. Nun ist es aber leider so, dass gerade der Heilige Geist derjenige ist, der unsere Gedanken und Gefühle wahrhaft auf Christus fokussieren kann. Ohne den Heiligen Geist wird jeder Gedanke an Christus zu Weihnachten inhalts- und bedeutungslos bleiben. Wir müssen also Wege finden, um die Interferenzen in unserer Umgebung, die zu Störgeräuschen in unserer geistigen Leitung in den Himmel führen, so gut es geht zu eliminieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Störungen aus der Welt unterbinden</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst müssen wir die (weltlichen) Störungen identifizieren, um zu wissen, was wir überhaupt unterbinden sollen. Die meisten von uns müssen bis kurz vor Weihnachten arbeiten, studieren oder in die Schule gehen. Das ist aber auch an jedem anderen Tag im Jahr so. Diese „Störung“ ist demnach nicht spezifisch für die Weihnachtszeit und die meisten werden dafür bereits eine Art „Lösung“ gefunden haben. Was an der Weihnachtszeit besonders ist, sind die Weihnachtsfeiern, die Weihnachtsmärkte, die Adventskalender, die Erwartungen der Freunde und Familie und natürlich – die Geschenke. An und für sich sind diese Dinge nichts Schlechtes. Sie waren ursprünglich sogar dafür gedacht, den besonderen Geist der Weihnacht einzuladen – nicht zu verdrängen. Aber wenn sie nicht als Mittel zum Zweck, sondern selbst zum Zweck der Weihnachtszeit erhoben werden, läuft etwas schief.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140283973.jpg" alt="" class="wp-image-12316" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140283973.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140283973-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140283973-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Geschenke</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schauen wir uns das Beispiel der Geschenke einmal etwas genauer an. Die Idee dahinter ist wirklich schön. Weihnachtsgeschenke sind in ihrer besten Form Abbild und Zeichen für das größte Geschenk, das ein jeder von uns je bekommen hat: Jesus Christus. Ein Geschenk von Gott für uns. Ein Geschenk gegeben aus Liebe – nicht Pflicht oder Druck. Wie wäre es, wenn unsere Weihnachtsgaben auf dieses erste Geschenk verweisen, indem sie tatsächlich aus Liebe gegeben werden, Liebe beinhalten und die Liebe zwischen uns und den Beschenkten wachsen lassen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich denke, ein jeder von uns kennt es: Weihnachten naht. Und an Weihnachten gibt man nun einmal Geschenke. Aber wem sollte ich eigentlich etwas schenken? Oder vielleicht noch wichtiger: Wer <em>erwartet</em> vielleicht ein Geschenk von mir? Wir wollen schließlich niemanden enttäuschen. Erstreckt sich das Schenken bloß auf die engsten Familienangehörigen oder auch auf den Freundeskreis? Und was ist bloß mit den Geschwistern in der Gemeinde? Stress. Und die Frage aller Fragen, <em>was</em> man denn nun schenken soll, ist damit noch gar nicht gestellt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140399538.jpg" alt="" class="wp-image-12317" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140399538.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140399538-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140399538-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schenken ist mittlerweile ein derart integraler Bestandteil von Weihnachten geworden, dass sich eine regelrechte Pflicht zum Austausch von mal kleineren und mal größeren Aufmerksamkeiten in der Gesellschaft etabliert hat. <em>Wir müssen schenken</em>: Wir müssen Geschenke geben, die wir nicht geben wollen und wir müssen Geschenke empfangen, die wir eigentlich gar nicht empfangen wollen. Beides führt zu Stress und Unzufriedenheit. Absurd – denn diese Folgen laufen der Idee hinter dem Schenken völlig zuwider. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei ließe sich dieser Zirkel des weihnachtlichen Elends leicht durchbrechen. Wir müssten dafür nur unsere Einstellung ändern: Keine Geschenke mehr erwarten und dann auch nicht beleidigt sein, wenn keine kommen. Dadurch würde der immense Druck von unseren Schultern fallen und es wird uns auf einmal möglich, Geschenke wahrhaft <em>freiwillig</em> zu geben. Die Anzahl der Geschenke würde sich wahrscheinlich verringern, aber ihr (emotionaler) Wert deutlich zunehmen. Geschenke würden wieder etwas bedeuten und etwas über die Beziehung zur anderen Person aussagen. Wir könnten wieder aus Liebe schenken.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zeit finden</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der zugegebenermaßen etwas abgedroschene Spruch „Ich schenke Zeit“ hat einiges für sich. Anstatt das Schenken gänzlich einzustellen, könnte man auf das Geben materieller Objekte verzichten. Doch was könnte ihren Platz einnehmen? Dinge, die man nicht anfassen, nicht in den Schrank stellen und nicht verstauben lassen kann: schöne Erinnerungen, eindrückliche Erlebnisse und zusammen verbrachte Zeit zum Beispiel. Diese Art von Geschenken vermag es, die Beziehungen zwischen zwei Menschen zu stärken. Aber natürlich sind pauschale Antworten auch hier nicht möglich. Es kann durchaus sein, dass ein materielles Objekt als Mittel zu tollen Erlebnissen und beziehungsstärkenden Erfahrungen dienen kann.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140483946.jpg" alt="" class="wp-image-12318" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140483946.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140483946-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140483946-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Eins meiner Lieblingsweihnachtsgeschenke habe ich letztes Jahr bekommen: einen GPS-Fahrradcomputer. Eigentlich nur ein Objekt – ein Ding. Aber dieses Ding hat es mir ermöglicht, auf unzählige Abenteuer in der Natur völlig fremder (und heimischer) Gegenden zu gehen. Das tolle an diesem Geschenk war nicht der Fahrradcomputer, sondern die atemberaubenden Erlebnisse, die mir dadurch zugänglich wurden – ob auf Tour im Siebengebirge mit meiner Frau oder alleine im Münsterland, beim Bahntrassenradeln im Ruhrgebiet oder beim Erklimmen steiler Gebirgspässe in den österreichischen Alpen. Ihr merkt: Ganz so pauschal lassen sich gute von schlechten Geschenken nicht trennen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zeitfresser</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Aber zurück zum Thema „Zeit“. Wer Zeit verschenken möchte, der muss Zeit haben. Nun ist Zeit leider begrenzt. Auf 24 Stunden am Tag, 168 Stunden die Woche und so weiter. Wie oben bereits angemerkt, haben wir alle &#8211; subjektiv gesehen – immer weniger Zeit. Um Zeit zu haben, müssen wir also Zeit machen. Praktischerweise entfällt bei einem immateriellen Geschenk bereits die Zeit im Laden, um es auszusuchen, zu finden und zu kaufen. Diese Zeit können wir in die Menschen um uns herum investieren. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch Dinge, die eigentlich und unter anderen Umständen gut sind, können uns wertvolle Zeit rauben: Zig Weihnachtsfeiern und unzählige Weihnachtsvideos, -GIFs und -instagramposts zum Beispiel. Wenn wir nicht aufpassen, können wir von dieser endlosen Masse an Nettigkeiten und Grüßen erschlagen werden – weshalb immer mehr Menschen zu Weihnachten den Stecker ziehen und sich für ein paar Wochen aus den sozialen Medien verabschieden.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140539234.jpg" alt="" class="wp-image-12319" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140539234.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140539234-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140539234-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nehmen wir einmal den glücklichen Fall an, dass es uns tatsächlich gelingt, etwas zeitlichen Spielraum in der Weihnachtszeit zu schaffen. Was dann? Womit sollen wir die Zeit jetzt füllen? Auch wenn das X in X-mas offiziell für Christus steht, wird es heute von den meisten Menschen wohl eher dafür benutzt, um Christus aus ihrem Weihnachten zu streichen und durch einen anderen Fokus zu ersetzen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Mathematik steht X häufig für eine Variable – einen Platzhalter, der nach Belieben besetzt werden kann. Es liegt an uns zu entscheiden, wie wir diesen Platz füllen möchten. In der Welt nimmt zumeist Konsum diese Stelle ein, die ursprünglich für Christus reserviert gewesen war. Ich schlage hingegen vor, dass wir bei der Neubesetzung nicht allzu kreativ werden, sondern einfach das nehmen, was dort schon vorher stand: Christ(us). Wir feiern Christus. Seine Geburt. Den Anfang seines unvergleichbaren Lebens und die Bedingung der Möglichkeit für sein ewiges Sühnopfer.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Dies ist die ‚große Freude‘, die wir zu Weihnachten feiern – nicht nur die Geburt Christi, sondern auch, dass er unter uns lebte, sein Leben für uns hingab, auferstand und schließlich das Werk, das sein Vater ihm aufgetragen hatte, zu Ende führte. Wir freuen uns, weil sich die chaotische Unordnung in der Welt durch die Verheißung eindämmen lässt, die uns ganz zu Beginn gegeben wurde – die Verheißung, die sich mit dem Sühnopfer Jesu Christi erfüllt hat. Deshalb gehört zur Fülle der Weihnachtsgeschichte auch das, was zu Ostern geschehen ist. Es war das Sühnopfer des Heilands, das die stille Nacht in Betlehem in eine heilige verwandelte. Es war sein Geschenk, die Erlösung, die uns in der vorirdischen Welt zum Jubeln veranlasst hat – ein Geschenk, das uns von Krankheit heilt, uns das Augenlicht wiedergibt und uns die Tränen abwischt.</p><p>Das Licht, das uns zu Weihnachten so gut gefällt, geht vom Licht der Welt aus, von Jesus Christus. Die Geschichte, die wir zu Weihnachten so schätzen, handelt vom Plan des Vaters für unser Glücklichsein, das Christus möglich gemacht hat. Das Geschenk, das die Weihnachtszeit heilig macht, ist sein Leben, das er hingegeben hat, damit wir immerwährendes Leben haben können. Mögen wir dieses Geschenk annehmen und seine Liebe und sein Evangelium der ganzen Welt weitergeben, besonders während dieser wunderbaren Weihnachtszeit.“ </p><cite> <a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/broadcasts/first-presidency-christmas-devotional/2016/12/the-fulness-of-the-story-of-christmas?lang=deu">Craig C. Christensen</a> </cite></blockquote>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140609539.jpg" alt="" class="wp-image-12320" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140609539.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140609539-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140609539-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Neue Traditionen (er)finden</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nun eine Einladung und ein Rat: Sprecht mit euren Angehörigen und Freunden. Sprecht darüber, wie ihr euch eine bedeutsame Weihnachtszeit vorstellt, auf die man sich wirklich das ganze Jahr über freuen kann. Die Chancen stehen gut, dass deine Bekannten und Verwandten von der ewigen Suche nach passenden Geschenken und dem Versenden obligatorischer Weihnachtsgrüße ebenso gestresst sind wie du. Wenn niemand daran Freude findet, dann lasst es bleiben. Etabliert neue Weihnachtstraditionen, die euch tatsächlich Freude bringen, in Liebe zueinander stärken und euren Fokus auf die Person lenken, die alles erst möglich gemacht hat: Jesus Christus. In etwas altmodischerer Sprache lässt sich dieser Rat sogar in den Heiligen Schriften finden:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Darum gebt nicht Geld hin für das, was ohne Wert ist, noch eure Arbeit für das, was nicht zufrieden machen kann. Hört eifrig auf mich, und denkt an die Worte, die ich gesprochen habe; und kommt zum Heiligen Israels und labt euch an dem, was nicht zugrunde geht noch verdorben werden kann, und lasst eure Seele an Fettem sich erfreuen.“ (<a href="https://www.churchofjesuschrist.org/study/scriptures/bofm/2-ne/9.51?lang=deu">2 Nephi 9:51</a>)</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140654969.jpg" alt="" class="wp-image-12321" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140654969.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140654969-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140654969-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss möchte ich – wie es jeder gute Weihnachtsartikel tun sollte – noch einmal auf den Grund für die Weihnachtszeit verweisen. Dieser Grund ist schon seit weit mehr als 2000 Jahren bekannt – und gerät leider langsam in Vergessenheit:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Denn ein Kind wurde uns geboren, ein Sohn wurde uns geschenkt. Die Herrschaft wurde auf seine Schultern gelegt. Man rief seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Vater in Ewigkeit, Fürst des Friedens.“ (<a href="https://www.bibleserver.com/EU/Jesaja9,5">Jesaja 9:5</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Christus macht Weihnachten erst zu Weihnachten. Ohne ihn ist es nichts weiter als ein Austausch von Geschenken. <em>Er </em>macht Weihnachten erst möglich. Und <em>er </em>sollte auch weiterhin der Mittelpunkt dieser Festtage bleiben.  </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="948" height="542" src="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140055393-1.jpg" alt="" class="wp-image-12322" srcset="https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140055393-1.jpg 948w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140055393-1-300x172.jpg 300w, https://files.treuimglauben.de/2021/12/0001-15140055393-1-768x439.jpg 768w" sizes="(max-width: 948px) 100vw, 948px" /></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Über den Autor:</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Urs Wrenger machte seinen Abschluss in Philosophie und Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er versucht, die Philosophie als konstruktive Disziplin in der Gesellschaft zu reetablieren und auch für religiöse Themen produktiv zu machen. Wenn Urs nicht gerade liest, geht er wandern, fährt Fahrrad oder genießt Rock ‘n’ Roll aus den 60er- bis 90er-Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Dieser Artikel darüber, wie wir Weihnachten (wieder) Christus weihen können, wurde von Urs Wrenger verfasst und am 23.12.2021 auf</em><a href="https://mehrglaube.de/"><em> treuimglauben.de</em></a><em> veröffentlicht</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Wenn Sie mehr über die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) wissen möchten, dann besuchen Sie einfach eine der offiziellen Webseiten der Kirche:</em><a href="https://www.kommzuchristus.org/"><em> kommzuchristus.org</em></a><em> und</em><a href="https://www.churchofjesuschrist.org/?lang=eng"><em> kirche-jesu-christi.org</em></a><em>.</em><br></p>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/sonstiges/tierwohl-klimaschutz-und-soziale-verantwortung/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/minimalismus-ein-weg-zum-glueck/
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed-wordpress wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-treuimglauben-de"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://mehrglaube.de/deutsche-originalartikel/wer-ist-der-heilige-geist/
</div></figure>
<p>The post <a href="https://mehrglaube.de/wie-wir-weihnachten-christus-weihen-koennen/">Wie wir Weihnachten (wieder) Christus weihen können</a> appeared first on <a href="https://mehrglaube.de">mehrglaube.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://mehrglaube.de/wie-wir-weihnachten-christus-weihen-koennen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
