Historische Zahl durch mehr als 30.000 Missionarinnen – auch unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen wächst die Beteiligung
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage erreicht einen neuen Meilenstein: Weltweit dienen inzwischen mehr als 90.000 Missionare. Gleichzeitig ist die Zahl der jungen Frauen, die als Missionarinnen tätig sind, auf einen historischen Höchststand gestiegen.
Mehr als 30.000 junge Frauen dienen derzeit als Vollzeitmissionarinnen – so viele wie noch nie zuvor in der Geschichte der Kirche. Insgesamt sind die Missionare in mehr als 500 Missionen rund um den Globus tätig. Sie verkünden das Evangelium Jesu Christi, unterstützen Menschen und Gemeinden vor Ort und laden andere ein, zu Christus zu kommen.
Mehr junge Frauen entscheiden sich für einen Missionsdienst

Die Entwicklung steht auch im Zusammenhang mit einer Änderung der Altersvoraussetzungen für junge Frauen. Im November 2025 kündigte die Erste Präsidentschaft an, dass junge Frauen ihren Vollzeitmissionsdienst künftig bereits mit 18 Jahren beginnen können, wenn sie zuvor die Highschool oder eine vergleichbare Ausbildung abgeschlossen haben.
Die ersten Missionarinnen, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machten, begannen Anfang dieses Jahres ihren Dienst. Seitdem ist die Zahl der jungen Frauen, die sich für eine Mission entscheiden, deutlich gestiegen. Die meisten von ihnen kommen aus den Vereinigten Staaten.
Schon im Juni hatte Präsident Dallin H. Oaks bei einer Ansprache an neue Missionsführer auf die Entwicklung hingewiesen. Damals waren weltweit mehr als 87.000 Vollzeitmissionare im Einsatz.
Präsident Oaks bezeichnete die Entwicklung als einen besonderen Moment in der Geschichte der Kirche und sagte: „Die Missionsarbeit erreicht neue Höhen.“ Zugleich verwies er auf die erste Gruppe 18-jähriger Schwestern, die ihren Missionsdienst begonnen hatte.
Damals kündigte Präsident Oaks an, dass die Kirche schon bald die bisher höchste Zahl an Vollzeitmissionaren erreichen werde. Mit dem Überschreiten der Marke von 90.000 ist dieser Zeitpunkt nun gekommen.
Junge Menschen engagieren sich zunehmend

Die Entwicklung bei den Missionaren steht nicht allein. Auch andere Zahlen weisen auf eine zunehmende Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen am Leben der Kirche hin.
Mehr als 1,09 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene nehmen weltweit inzwischen an Seminar und Institut teil. Damit haben die beiden Bildungsprogramme der Kirche einen neuen Höchststand erreicht.
Besonders bei den Religionsinstituten ist in den vergangenen zwei Jahren ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen. Mehr als 100.000 Teilnehmer sind hinzugekommen. Insgesamt besuchen inzwischen über 450.000 junge Erwachsene ein Institut.
Seminar und Institut geben jungen Menschen die Möglichkeit, gemeinsam in den heiligen Schriften zu lernen, ihren Glauben an den Vater im Himmel und an Jesus Christus zu vertiefen und sich mit anderen auszutauschen, die ebenfalls dem Erretter nachfolgen möchten.
Die wachsende Zahl von Missionaren und die hohe Beteiligung an Seminar und Institut zeichnen damit ein ähnliches Bild: Viele Jugendliche und junge Erwachsene setzen sich aktiv mit ihrem Glauben auseinander und suchen nach Möglichkeiten, Jesus Christus zu folgen und anderen zu dienen.
Wachstum zeigt sich in vielen Teilen der Welt

Auch über die jüngere Generation hinaus verzeichnet die Kirche weltweit Entwicklungen bei Mitgliedschaft und Beteiligung.
In den Vereinigten Staaten zeigen Daten der Kirche beispielsweise eine zunehmende Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im vergangenen Jahrzehnt.
Gleichzeitig haben sich in den vergangenen drei Jahren weltweit mehr als 900.000 Menschen der Kirche angeschlossen. Ende 2025 gehörten der Kirche insgesamt 17.887.212 Mitglieder an.
Auch bei den Taufen von Menschen, die sich der Kirche anschließen, wurden deutliche Veränderungen festgestellt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 lag die Zahl der Bekehrtentaufen in Europa, Afrika, Asien, im Pazifikraum und in Lateinamerika mehr als 20 Prozent über dem Wert des Vorjahres. In Nordamerika betrug der Anstieg 17 Prozent.
Für die Führungsverantwortlichen der Kirche sind diese Zahlen jedoch nicht nur statistische Größen. Hinter jeder Zahl stehen Menschen, die sich bewusst dafür entscheiden, Jesus Christus näherzukommen, ihren Glauben zu leben, anderen zu dienen und das Evangelium in ihren Alltag einzubeziehen.
Im Mittelpunkt steht Jesus Christus

Präsident Henry B. Eyring, Erster Ratgeber in der Ersten Präsidentschaft, hat den Zusammenhang zwischen dem Wachstum der Kirche und der Hoffnung hervorgehoben, die Menschen durch das Evangelium Jesu Christi finden können.
„Das Wachstum der Kirche wird sich beschleunigen, wenn sie das von Missionaren vermittelte Evangelium Jesu Christi kennenlernen. Sie sehen Hoffnung“, sagte Präsident Eyring.
Auch Präsident Oaks lenkte den Blick weg von den reinen Zahlen und hin zur Botschaft, die hinter der Missionsarbeit steht. Die Grundlage des Wachstums sei das Evangelium Jesu Christi.
„Es ist ein Evangelium des Glücklichseins und des Wachstums, das Auskunft gibt über den Sinn des Lebens“, erklärte er.
Für Menschen, die sich zu dieser Lehre bekennen, könne das Evangelium das Leben glücklicher und bedeutungsvoller machen. Es könne ihnen helfen, mit den Schwierigkeiten des Erdenlebens umzugehen, anderen zu dienen und ihre Kinder zu erziehen.
Die Zahl von mehr als 90.000 Missionaren ist damit nicht nur ein neuer Höchststand in der Geschichte der Kirche. Sie steht auch für tausende Menschen, die sich dafür entschieden haben, Zeit zu opfern, anderen zu dienen und die Botschaft von Jesus Christus weiterzugeben.
Quelle: Newsroom
